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Harry Wijnvoord wütet gegen Influencerin: "Sie sind schuld"


Streit um Diabetes-Medikament
Harry Wijnvoord wütet gegen Influencerin: "Sie sind schuld"

Von t-online, sow

22.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0245453765Vergrößern des BildesFernsehmoderator Harry Wijnvoord: Der 74-Jährige ist Diabetiker. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago-images-bilder)
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"Der Preis ist heiß"-Moderator Harry Wijnvoord hat eine hitzige Debatte losgetreten. Im TV ging er auf eine Influencerin los – und legt jetzt im Streit nach.

So aufgebracht hat man Harry Wijnvoord noch nicht erlebt. In einer Diskussion für die Fernsehsendung "Stern TV" ist dem Moderator der Kragen geplatzt. Leidtragende: die Influencerin Pia Wagner. Denn die 25-Jährige gibt offen zu, mithilfe von sogenannten Abnehmspritzen zur Traumfigur zu gelangen. Für Wagner soll es von 97 Kilo auf 75 runtergehen, das Mittel der Wahl: das Diabetesmedikament Ozempic.

Und genau das regt Wijnvoord so auf. Denn der 74-Jährige ist Diabetiker und braucht das Medikament – doch offenbar scheint es immer häufiger Lieferengpässe zu geben und Wijnvoord bekommt nicht das nötige Mittel, um sich gegen seine Krankheit gesund zu spritzen. "Ich fühle mich beschissen dabei. Ich brauche das wirklich und die nehmen es, weil sie abnehmen wollen", sagt Wijnvoord im TV über das Dilemma.

"Sie sind sehr egoistisch!"

Laut Wijnvoords Arzt besteht so ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. "Weil Leute wie sie das Produkt vom Markt wegkaufen, haben Diabetiker wie ich und viele andere kein Produkt", richtet der Niederländer seine Wut auf Pia Wagner und fügt an: "Sie sind schuld daran, dass es diese Engpässe gibt. Sie und die anderen, wie Elon Musk zum Beispiel." Auch der 52-jährige Tesla-Chef erzählte vor einigen Monaten, sich das Mittel für den eigenen Schlankheitsprozess zu spritzen.

Die Influencerin Pia Wagner versucht sich, in der "Stern TV"-Sendung zu rechtfertigen: "Ich bin nicht schuld. Ich kaufe es von meinem Geld. Ich belaste keine Krankenkassen", so ihr Dafürhalten. Doch Wijnvoord hält dagegen: "Sie sind sehr egoistisch!" Auch sein Arzt Prof. Dr. Stephan Martin, Experte im Bereich der Diabetologie, pflichtet ihm bei. "Ozempic ist für Adipositas nicht zugelassen. Was hier passiert, ist im Endeffekt das, was Harry gesagt hat. Dass ein Medikament, was für Diabetes zugelassen ist, einfach weggenommen wird."

Auch einen Tag nach der TV-Ausstrahlung ist Harry Wijnvoord wegen der Auseinandersetzung noch wütend. Bei der "Bild" schimpft er jetzt: "Das ist alles ein Skandal. Es gibt wohl Ärzte, die das Präparat einfach Menschen verschreiben, die eben schnell abnehmen wollen, aber bei denen es medizinisch nicht notwendig ist." Er erinnert in diesem Zusammenhang an den Hippokratischen Eid, den Mediziner geschworen haben und appelliert, diesen zu beherzigen.

Er selbst bekomme "Ozempic so gut wie nicht mehr", berichtet der Moderator. "Ich habe nur noch für zwei Wochen Vorrat und muss es jede Woche einmal spritzen. Ich musste es schon mehrfach absetzen, weil ich es nicht mehr bekam." Deshalb ist er so entsetzt von der Zweckentfremdung des knappen Medikaments. Laut Wijnvoord sollten Menschen, die abnehmen wollen, Sport machen und ihre Ernährung umstellen. "Denen, die gesundheitlich davon abhängig sind, es wegzunehmen, nur damit ihr schlanker werdet, ist einfach unverschämt!"

Verwendete Quellen
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