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Fürst Albert wird 60: Vom ewigen Junggesellen zum liebevollen Familienvater

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Fürst Albert II. wird 60  

Vom ewigen Junggesellen zum liebevollen Familienvater

14.03.2018, 09:19 Uhr | dpa, mho, t-online.de

Fürst Albert wird 60: Vom ewigen Junggesellen zum liebevollen Familienvater. Fürst Albert II.: Er feiert am 14. März seinen 60. Geburtstag. (Quelle: dpa)

Fürst Albert II.: Er feiert am 14. März seinen 60. Geburtstag. (Quelle: dpa)

Albert II. ist kein Fürst spektakulärer Auftritte. Monacos Staatschef absolviert seine Termine eher diskret. Seinen 60. Geburtstag nimmt der bisweilen zurückhaltend wirkende Souverän zum Anlass, um für sein Herzensanliegen zu werben.

Was sein Herzensanliegen ist? Der Umweltschutz. So steht auch das große Konzert zu seinen Ehren in der Kathedrale von Monaco unter dem Motto "Erhalt der Schöpfung". Laut Regionalzeitung "Monaco-Matin" werden rund 150 Musiker und Sänger auftreten.

Weg vom Schmuddelimage

Seit fast 13 Jahren regiert Fürst Albert das Fürstentum und ist seitdem längst aus dem Schatten seines Vaters Rainier III. herausgetreten. Dabei verfolgt er klare Ziele: So bemüht er sich unter anderem, das Jetsetparadies an der Riviera vom Schmuddelimage eines Steuerparadieses zu befreien. 

Albert versucht, sich modern und aufgeschlossen zu geben. Er könne sich durchaus vorstellen, sein Amt irgendwann vorzeitig abzugeben – also nicht bis zu seinem Tod Staatsoberhaupt zu bleiben, bekannte er einmal in einem TV-Interview. Körperlich seien die fürstlichen Verpflichtungen teilweise anstrengend. Doch die Modernität hat Grenzen: So wird Albert im französischen Fernsehen immer noch protokollgerecht mit der förmlichen Adelsanrede "Monseigneur" angesprochen.

Die monegassische Fürstenfamilie im Jahr 1968: Fürstin Gracia Patricia, Prinzessin Caroline, Fürst Rainier III. und Erbprinz Albert von Monaco. (Quelle: dpa)Die monegassische Fürstenfamilie im Jahr 1968: Fürstin Gracia Patricia, Prinzessin Caroline, Fürst Rainier III. und Erbprinz Albert von Monaco. (Quelle: dpa)

Als Sohn von Hollywoodschönheit Grace Kelly weiß Albert, wie es ist, im Scheinwerferlicht zu stehen. Er studierte in den USA und wurde seit Ende der Achtzigerjahre immer stärker in die Verwaltung des Kleinstaats eingebunden. Als er nach dem Tod seines Vaters 2005 die Amtsgeschäfte übernahm, zog er auch einen Strich unter sein bis dahin eher flatterhaftes Privatleben und erkannte zwei uneheliche Kinder an.

Einst ewiger Junggeselle: Spät erfüllte er die Erwartungen

Zu Alberts 50. Geburtstag wartete sein Zwergstaat noch sehnsüchtig auf Hochzeit und Nachwuchs des Regenten. Inzwischen hat er all diese Erwartungen erfüllt und ist damit gewissermaßen auch endgültig in seine Regentenrolle geschlüpft: Bilderbuchhochzeit mit Fürstin Charlène 2011, Geburt von Erbprinz Jacques und Zwillingsschwester Gabriella drei Jahre später. Der Mann, der lange als ewiger Junggeselle galt, sinniert jetzt als fürsorglicher Vater öffentlich darüber nach, wie seine Kinder langsam an ihre künftige Rolle herangeführt werden können.

Albert und Charlène: 2011 feierten sie ihre Traumhochzeit. (Quelle: dpa)Albert und Charlène: 2011 feierten sie ihre Traumhochzeit. (Quelle: dpa)

Charlène und Albert mit Jacques und Isabella: Die Zwillinge sind im Dezember drei Jahre alt geworden. (Quelle: dpa)Charlène und Albert mit Jacques und Isabella: Die Zwillinge sind im Dezember drei Jahre alt geworden. (Quelle: dpa)

Drei Jahre sind die beiden süßen Blondschöpfe inzwischen alt, und sie verzücken mit Auftritten an der Seite ihrer Eltern. Vor Kurzem erst schauten sie mit großen Augen zu, wie Albert und Charlène beim Fest der Heiligen Devota – der Schutzpatronin Monacos – traditionsgemäß ein Holzboot anzündeten. Die Geburt der Zwillinge habe sein Leben völlig verändert, sagte Albert neulich dem französischen Journalisten Stéphane Bern.

Die Liebe zum Sport

Fürst Albert in einem Bob: Der Sport zählt zu seinen Leidenschaften. (Quelle: dpa)Fürst Albert in einem Bob: Der Sport zählt zu seinen Leidenschaften. (Quelle: dpa)

Daneben begeistert Albert sich vor allem für den Sport – ein Faible, das er mit der früheren Profischwimmerin Charlène gemeinsam hat. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang kommentierte er im französischen Fernsehen expertenmäßig den Bobwettkampf, fünfmal war er selbst in dieser Disziplin für sein Land bei Olympia angetreten.

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