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Pippi Langstrumpf war für Inger Nilsson ein Fluch und ein Segen

Kinderstars früher und heute  

Pippi Langstrumpf war für Inger Nilsson Fluch und Segen zugleich

26.11.2015, 09:13 Uhr | dpa, t-online.de

Pippi Langstrumpf war für Inger Nilsson ein Fluch und ein Segen. Inger Nilsson im Jahr 2015 und als 1968 als "Pippi Langstrumpf". (Quelle: dpa)

Inger Nilsson im Jahr 2015 und als 1968 als "Pippi Langstrumpf". (Quelle: dpa)

Sieben Schauspielerinnen haben in über 40 "Pippi Langstrumpf"-Filmen das stärkste Mädchen der Welt gespielt. Doch vor allem eine hat sich dabei ins Gedächtnis eingebrannt: Inger Nilsson. Für die schwedische Schauspielerin ist das Fluch und Segen zugleich.

Pausbäckchen, große Vorderzähne, verschmitztes Grinsen, rote Zöpfe: Die Rolle der Pippi Langstrumpf machte Nilsson Ende der 1960er Jahre zu Schwedens erstem Kinderstar. Doch danach blieben die Angebote aus, zu sehr war sie auf die selbstbewusste Göre festgelegt. Dennoch würde die heute 56-Jährige wieder die Pippi spielen, wie sie sagt.

"Das ist der große Kampf meines Lebens"

Anlässlich des 70. Geburtstags von Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf"-Büchern hat die Deutsche Presse-Agentur mit der Schauspielerin gesprochen. "Ich weiß nicht, wie mein Leben ohne diese Figur ausgesehen hätte", sagt Nilsson. Schauspielerin wäre sie wohl trotzdem geworden, glaubt sie. Aber die Rolle habe sie verändert - weil sie immer darum ringen musste, Inger zu sein.

"Das ist der große Kampf meines Lebens", so Nilsson. "Jedem zu erklären, dass ich vor allem Inger bin. (...) Das war schwierig und ist es manchmal noch. Ich werde immer damit zu kämpfen haben: Warum bin ich hier? Wollten sie mich wegen mir und meines Talents in dem Film haben, oder ist es wegen Pippi und weil ich berühmt bin?" 

"Ich kann nicht mehr davon leben, was ich als Kind gemacht habe"

Auf der Straße werde sie immer noch erkannt. Inzwischen zeigen die Kinder von damals schon ihren Enkeln die alten Filme. "Ich bin immer in dem Zuhause von jemandem." Das sei zwar schön, behindere sie aber auch. 

"Manche Leute sagen: Du hast doch schon genug getan. Dann denke ich: Danke, aber ich muss trotzdem noch von etwas leben, ich muss immer noch Miete zahlen und Essen auf dem Tisch haben. Ich kann nicht mehr davon leben, was ich als Kind gemacht habe." 

Noch Kontakt zu "Thomas" und "Annika"

Thomas und Annika - beziehungsweise ihre Darsteller Pär Sundberg und Maria Persson - hätten dagegen ein anderes Leben gewählt. "Sie sind keine Schauspieler, sondern normale Leute", so Nilsson. "Und sie leben nicht in Schweden. Beide wohnen in Spanien. Für sie war das nicht so heftig, weil sie eine andere Ausbildung und Karriere haben." Sundberg erlernte einen kaufmännischen Beruf und leitet eine Marketing-Firma. Persson wurde Krankenschwester, betrieb zeitweise eine Bar auf Mallorca und arbeitet heute als Altenpflegerin.

Sehen würde sie beide noch ab und zu, erzählt Nilsson. "Pär sehe ich etwa einmal im Jahr, weil sein Vater in Stockholm lebt. Zuletzt habe ich ihn im vergangenen Herbst getroffen. Er ruft dann an und sagt: Ich komme. Und dann treffen wir uns. Es ist schön - so, als ob man einen alten Freund aus seiner Kindheit trifft." 

Nilsson war im schwedischen Dschungelcamp

Nachdem sie Ende der 1960er Jahre in Film und Fernsehserie die Pippi Langstrumpf verkörperte, arbeitete Inger Nilsson zunächst als Sekretärin und Schauspielerin am Theater. In der ZDF-Krimiserie "Der Kommissar und das Meer" ist Nilsson seit 2007 als Gerichtsmedizinerin zu sehen. Die Stockholmerin machte auch bei dem schwedischen Ableger des Dschungelcamps mit, wo sie eine Ratte und einen Skorpion essen musste.

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