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"Star Trek: Picard": Keine Enterprise, keine Uniformen

24.01.2020, 08:48 Uhr | dpa

Amazon-Serie - "Star Trek: Picard": Keine Enterprise, keine Uniformen. Patrick Stewart hat sich lange gegen eine Fortsetzung gesträubt.

Patrick Stewart hat sich lange gegen eine Fortsetzung gesträubt. Foto: Paul Zinken/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Man kann nicht behaupten, dass das Leben im 24. Jahrhundert einfacher geworden ist. Eine Supernova ist zur lebensgefährlichen Bedrohung für das Volk der Romulaner geworden.

Admiral Jean-Luc Picard hat die vermutlich schwärzesten Stunden seiner Karriere erlebt, als er in der Flüchtlingskatastrophe eine Massenevakuierung anordnete und gleichzeitig ein Androidenaufstand auf dem Mars ausbrach. Die Ereignisse überschlugen sich, es gab sehr, sehr viele Tote. Sein Abschied von der Sternenflotte ist mit Schmach und Vorwürfen verbunden. 14 Jahre ist all das her, als 2399 die Handlung von "Star Trek: Picard" einsetzt.

Die neue Streamingserie ist jetzt bei Amazon Prime Video verfügbar. Man kann sagen, dass sie zum besten gehört, was der Star-Trek-Kosmos bisher hervorgebracht hat. Sir Patrick Stewart, von 1987 bis 1994 Held der Serie "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" schlüpft wieder in die Rolle des Franzosen Picard.

Dafür hat Stewart Bedingungen gestellt: "Keine Enterprise, keine Uniformen, kein 'Machen Sie's so!'", wie er anlässlich der Premiere in Berlin geschildert hat. Letzteres ist ein geflügeltes Wort von der Enterprise-Kommandobrücke. "Das klingt erstmal abschreckend", gibt er zu. Aber es lohne sich zu gucken.

Rund 20 Jahre lang habe bei ihm immer wieder das Telefon geklingelt, weil irgendwer ihn ins All zurückschicken wollte, erzählt der Brite. Immer wieder habe er abgelehnt. Für ihn sei Picards Geschichte auserzählt gewesen. "Ich wollte sie nicht noch einmal erzählen. Doch dann kamen diese Leute mit einer Story, einem Erzählstoff und einer bestimmten Charakterzeichnung - all das völlig unvorhersehbar und unterschiedlich zu allem, was ich vorher gemacht habe." Picard ist in der neuen Serie in die Jahre gekommen. Er muss Menschen um Hilfe bitten, um seine Mission zu erfüllen.

Diese Mission hat mit dem Mädchen Dahj (Isa Briones) zu tun. Ihre Herkunft bleibt zunächst geheimnisvoll. Sind ihre Erinnerungen überhaupt echt? Woher stammen ihre Kampfkünste, derer sie sich nicht bewusst war, bis es um ihr Leben ging? Dahj sucht Picard auf, besessen von der Idee, den Weißhaarigen von irgendwoher zu kennen.

Und auch Picard wird von Träumen heimgesucht, in denen er auf einen verlorenen Freund, den Androiden Data (Brent Spiner), trifft. Wesen wie Data sind seit dem Mars-Aufstand auf der Erde verboten. Ein Abenteuer beginnt, das klare Anklänge an "Blade Runner" hat. Mit dabei: Jeri Ryan als frühere Borg-Drohne Seven of Nine und Jonathan Del Arco, der früher in "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" und "Star Trek: Raumschiff Voyager" Auftritte hatte.

Für Sir Patrick Stewart ist die weltweite Kultfigur Jean-Luc Picard bis heute eine prägende Rolle: "Die Serie änderte alles in meinem Leben - sowohl beruflich wie privat", erinnert er sich an die 80er Jahre. "Nichts blieb davon unberührt. Ich war darauf völlig unvorbereitet. Mein Agent hatte mir gesagt: 'Mach Dir keine Sorgen, Du kannst eh von Glück sagen, wenn du die erste Staffel überstehst.'" Es sollte anders kommen. "Ich glaube, ich habe mit den Jahren viel von Picard gelernt. Er ist ein viel besserer, klügerer und netterer Mensch als ich. Ich bin dankbar dafür."

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