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Im "Tatort" aus Ludwigshafen spielte aus Versehen ein gesuchter Straftäter mit


Fall aus Ludwigshafen
Im "Tatort" spielte aus Versehen ein gesuchter Straftäter mit

Von t-online, spot on news, rix

Aktualisiert am 27.12.2020Lesedauer: 2 Min.
"Tatort: Unter Wölfen": Daphne Kerala (Annika Blendl), die Ex-Frau des erschlagenen Clubbetreibers, im Gespräch mit Johanna Stern und Lena Odenthal.Vergrößern des Bildes"Tatort: Unter Wölfen": Daphne Kerala (Annika Blendl), die Ex-Frau des erschlagenen Clubbetreibers, im Gespräch mit Johanna Stern und Lena Odenthal. (Quelle: SWR/Jacqueline Krause-Burberg)
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Im "Tatort: Unter Wölfen" bekommen es Odenthal und Stern erneut mit Kriminellen zu tun – und zwar nicht nur im Film. Ein Komparse war ein echter gesuchter Verbrecher.

Im Fall am zweiten Weihnachtsfeiertag untersuchten die Ludwigshafener Ermittlerinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) einen Mordfall im Türstehermilieu.

Für die Dreharbeiten im Sommer 2019 wurden deshalb schlagkräftige Statisten gesucht. Darunter war ein Kampfsportler aus Heilbronn, der allerdings nicht wegen seiner schauspielerischen Leistung auffiel, sondern wegen seiner kriminellen Vergangenheit. Der Mann wurde per internationalem Haftbefehl gesucht, wie die "FAZ" bereits im Juli 2020 berichtete.

Raubüberfall und Entführung

Der Mann wurde laut Carabinieri der süditalienischen Stadt Reggio Calabria unter anderem wegen bewaffneten Überfalls und Entführung gesucht. 2008 hatte er die Taten mit Komplizen begangen, wurde überführt und in drei Gerichtsverfahren verurteilt.

Die Gesamtstrafte von über vier Jahren Gefängnis trat er allerdings nicht an und tauchte stattdessen unter. Erfolgreich blieb er einige Jahre unentdeckt, bis er als Komparse für den "Tatort: Unter Wölfen" vor der Kamera stand.

Bei einem Fotoshooting am Set sprach der Gesuchte laut "FAZ" mit einem Reporter und nannte dabei seinen vollen Namen, was ihm zum Verhängnis wurde. Ende April dieses Jahres nahm die Polizei den flüchtigen Straftäter fest.

"Ich habe herzhaft gelacht"

Und wie reagierte Regisseur Thomas Bohn auf die Nachricht? "Ich habe herzhaft gelacht", erklärt der Filmemacher dem Sender. "Vor allem, als ich gesehen habe, um wen es sich handelt. Der Herr stand beim Pressefoto dicht bei mir und war beim Dreh einer der Engagiertesten." Aus ihm hätte laut Bohn ein guter Stuntman werden können. "Vielleicht hätte er vor seiner kriminellen Berufswahl mal bei uns vorsprechen sollen."

Im Interview mit t-online sprach auch Lisa Bitter über ihren kriminellen TV-Kollegen: "Ich habe mich gefragt, wie dieser Mann als Komparse bei uns mitmischen und das kundtun kann." Ob sie mit ihm vor der Kamera stand, weiß sie allerdings nicht mehr. Dafür erinnert sie sich an die anderen starken Männer am Set. "Da schwingt schon eine Power rüber und man spürt eine besondere Körperlichkeit, eine besondere Präsenz. Diese Männer strahlen etwas aus. Aber wenn wir beispielsweise mit dem SEK drehen, ist das ähnlich. Ich finde das cool, das ist authentisch."

Verwendete Quellen
  • Interview mit Lisa Bitter
  • "Tatort: Unter Wölfen" vom 26. Dezember 2020
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