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TV-Tipp: Familie Bundschuh - Wir machen Abitur

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Familie Bundschuh - Wir machen Abitur

16.12.2019, 00:02 Uhr | dpa

TV-Tipp: Familie Bundschuh - Wir machen Abitur. Gundula (Andrea Sawatzki, l) und Gerald (Axel Milberg) retten das Abitur ihrer Tochter.

Gundula (Andrea Sawatzki, l) und Gerald (Axel Milberg) retten das Abitur ihrer Tochter. Foto: Julia von Vietinghoff/ZDF/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - "Eigentlich verwende ich in meinen Mordfantasien lieber Gift, weil ich nicht so der Typ bin, der gut Blut sehen kann", sagt Gundula Bundschuh.

Die Stimme kommt aus dem Off. Derweil geht sie ein paar Schritte übers Parkett, greift sich ein Schwert mit Respekt einflößend langer Klinge, kehrt um und schreitet auf Mann, Schwiegermutter und Bruder zu. "Aber es gibt auch andere Tage."

Eher zufällig und aus der Not heraus hat sie die Verantwortung für den Theaterkurs ihrer Tochter Ricarda übernommen, sich ein wenig eingelesen und versucht nun, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Doch ihre halbe Familie meint, sich je mit eigenen Talenten einbringen zu müssen. Da sind Ehemann Gerald, der sich für ein Musikgenie hält, dessen Mutter Susanne, die Kostüme schneidert, und Bruder Hadi, der als Schriftsteller den Shakespeare-Stoff "Romeo und Julia" in modernes Jugenddeutsch übersetzen will. Das geht nicht gut.

Die jugendlichen Darsteller haben keinen Bock mehr und schmeißen hin. Gundula Bundschuh greift zum Schwert und marschiert auf die Verwandtschaft zu. Das ZDF zeigt "Familie Bundschuh - Wir machen Abitur" am Montagabend (20.15 Uhr) als "Fernsehfilm der Woche".

Es ist der vierte Teil aus der Familien-Saga von Schauspielerin Andrea Sawatzki, die Gundula spielt und auch die "Bundschuh"-Romane schreibt. Der aktuelle Teil "Andere machen das beruflich", an den der Film angelehnt ist, erschien im Oktober. Und noch bis weit ins neue Jahr hinein ist die 56-Jährige auf Lesetour quer durch die Republik.

Seit 2015 zeigt der Mainzer Sender die Romanverfilmungen. Es ging schon ein Weihnachtsfest schief, dann eskalierte ein Urlaub und zuletzt lief eine Hochzeit aus dem Ruder. Immer schalten Millionen von Zuschauern ein. Und jeder Teil kann auch für sich stehen.

Getragen werden die 90 Minuten vor allem von den Schauspielern, die ihre überzeichneten Charaktere großartig mit Leben füllen: Axel Milberg gibt den Ehegatten, den Gundula gerne von einem "Panda" zu einem "Tarzan" machen möchte. Judy Winter spielt Susanne Bundschuh, die ein vogelfreies Leben pflegt, aber am Alkohol hängt. Die Rolle von Gundulas Mutter wiederum übernimmt Thekla Carola Wied, die Angst vor Demenz hat und gleichzeitig zu viel Stolz, das zuzugeben.

Auch im vierten Teil geht es recht turbulent zu. Neben dem Abi-Strang sind gleich mehrere Geschichten verwoben. So erwartet Gundulas Schwägerin ihr erstes Kind, von dem aber unklar ist, ob ihr Mann auch der Vater ist und welche Hautfarbe es haben wird. Für die Geburt und ärztliche Beratung vorab rücken die beiden extra mit einem Wohnmobil von Memmingen nach Berlin an. Gundulas Mutter wiederum kauft sich kurzerhand im Nachbarhaus ein und sucht Gundulas Therapeuten auf. Da gerät die eh schon angeschlagene Ehe mit Gerald an ihre Grenzen.

Doch die lieben Verwandten sehen es auch hier als ihre Pflicht an, bei der Rettung zu helfen. "Ich glaube eher, ihr seid Teil des Problems, als Teil der Lösung", antwortet Gerald trocken. Überhaupt gibt es immer wieder kurze Dialoge, die es in sich haben. Sei es Gundulas Reaktion, als die Tochter verkündet, nach Südamerika auswandern zu wollen: "Aber Ricky! Wäre es nicht vielleicht schöner, das Abitur zu machen, anstatt 30 Jahre in einem kolumbianischen Frauengefängnis zu verbringen?" Oder die Antwort des pubertierenden Mädchens, als ihre Mutter nach Hause kommt und fragt, nach was es hier rieche: "Was wohl?! Verzweiflung und ewige Jungfräulichkeit."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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