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E-Auto: Diese Risiken und Haftungsfragen gibt es

Viele Herausforderungen  

E-Auto: Diese Risiken und Haftungsfragen gibt es

15.10.2020, 18:23 Uhr | dpa

E-Auto: Diese Risiken und Haftungsfragen gibt es. Elektroauto: Durch die Umstellung des Autoverkehrs auf Elektro entstehen ganz neuen Gefahren. (Quelle: dpa/Jan Woitas)

Elektroauto: Durch die Umstellung des Autoverkehrs auf Elektro entstehen ganz neuen Gefahren. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Die wachsende Zahl von Elektroautos bedeutet für die Versicherungen ganz neue Risiken. Viele Unfälle und Mängel können sehr teuer werden.

Die Allianz-Versicherung sieht viele neue Herausforderungen bei E-Autos: Kapazitätsschwächen der Batterien, komplexe und kostspielige Reparaturen, verändertes Brandverhalten, Cyberrisiken sowie die nachhaltige Beschaffung und Entsorgung von kritischen Komponenten und Rohstoffen.

Die Zahl der Elektroautos dürfte von heute sieben Millionen in den nächsten zehn Jahren auf 100 Millionen steigen. Das werde die Risiken für Hersteller, Zulieferer und Versicherer grundlegend verändern.

Unfallschäden sind meist teurer

Noch seien Elektrofahrzeuge selten in Unfälle verwickelt. Aber Schäden seien meist teurer als bei konventionellen Autos: "Wenn die Batterie in einem Elektroauto ersetzt werden muss, kann dies in vielen Fällen einen Totalschaden bedeuten. Außerdem können die Reparaturen meist nur in spezialisierten Werkstätten ausgeführt werden und sind damit teurer", erklärte Allianz-Technikexperte Carsten Reinkemeyer.

Bei Mängeln werde die Klärung der Haftung komplizierter – etwa bei Batterien, die die Garantien für Leistung und Lebensdauer nicht erfüllen oder die bei Überladung oder Beschädigung brennen und hohe Mengen an giftigen Gasen freisetzen. Der rasche Übergang zur E-Mobilität mit neuer Technik und kurzen Entwicklungszyklen könnte "zu einer Zunahme von Produktdefekten und Qualitätsproblemen führen und Produktrückrufe in der Automobilindustrie auslösen", erklärte die Allianz.

Mehr Vernetzung und Digitalisierung heiße auch mehr "Cyber-Schwachstellen, die böswillige Angriffe, Systemausfälle, Bugs und Störungen ermöglichen". Die Bauteile in E-Autos seien stärker integriert. Es werde komplizierter zu klären, wie sie zusammenwirken und welcher Hersteller oder Lieferant für einen Defekt oder eine Fehlsteuerung haften müsste.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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