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Elektroautos: Neue E-Autos sind sauberer – aber reicht das schon?


Neue E-Autos sind sauberer – aber reicht das schon?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 22.07.2021Lesedauer: 2 Min.
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Strom fürs E-Auto: Da die Energie nicht sauber erzeugt werde, sei auch der Stromer selbst nicht so sauber wie geglaubt, heißt es häufig.
Strom fürs E-Auto: Da die Energie nicht sauber erzeugt werde, sei auch der Stromer selbst nicht so sauber wie geglaubt, heißt es häufig. (Quelle: Fotostand/imago-images-bilder)
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Schmutziger Strom aus dem Kraftwerk, schmutzige Batterien voller Lithium und Kobalt: Die Ökobilanz des E-Autos ist umstritten, sein Schaden größer als sein Nutzen, behaupten Kritiker. Stimmt das?

Bereits heute ist jeder zehnte Neuwagen (zwölf Prozent) ein E-Auto. Und schon 2024 könnte es europaweit jeder vierte sein. Verkehr und Autoindustrie sollen eben auch ihren Beitrag leisten, um die Folgen der Klimakatastrophe zumindest einzudämmen. Und genau da stellt sich die Frage: Ist der Stromer hier überhaupt hilfreich? Oder sind moderne Benziner und Diesel doch sauberer, da sie nicht voller problematischer Rohstoffe stecken und von Kohlestrom angetrieben werden? Dazu gibt es nun eine neue Untersuchung des ICCT (International Council on Clean Transportation, hauptsächlich von gemeinnützigen Stiftungen finanziert). Die gemeinnützige Organisation spielte eine maßgebliche Rolle beim Aufdecken des VW-Dieselskandals.

Die ICCT-Experten kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Ohne jeden Zweifel sei das Elektroauto deutlich sauberer als der Verbrenner – und zwar über die gesamte Lebensdauer der Autos hinweg. Also inklusive Fertigung.

Künftige Stromer-Bilanz wird noch besser

Ein neues kompaktes E-Auto in Europa setze demnach zwei Drittel weniger Treibhausgase frei als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor. Basis der Berechnungen ist der erwartbare Strommix für die kommenden 17 Jahre, in denen das Auto auf der Straße unterwegs wäre. Denn laut den Plänen der EU soll unser Strom künftig deutlich sauberer werden – und damit automatisch auch das Elektroauto, inklusive seiner energieintensiven Fertigung.

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Und: Mit jedem Fortschritt bei den erneuerbaren Energien bessert sich auch die Bilanz des Stromers. Schon im Jahr 2030 dürfte sein Emissionsvorteil gegenüber dem Verbrenner deshalb bei 74 bis 77 Prozent liegen. Hinzu kommt, dass die Batteriefertigung bereits in den vergangenen Jahren deutlich weniger Energie verschlingt als noch zuvor.

Andere Untersuchungen bestätigen das Ergebnis

Ähnliche Untersuchungen anderer Organisationen kommen teilweise auf andere Zahlen als das ICCT. Das liegt beispielsweise daran, dass sie unterschiedliche Lebensdauern und Laufleistungen der Autos für ihre Berechnungen zugrunde legen. Das grundsätzliche Ergebnis ist aber in der Regel das gleiche: E-Autos sind sauberer als Verbrenner. Zu diesem Schluss kam beispielsweise auch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) in Berechnungen für das Bundesumweltministerium. Sie ergaben einen Klimavorteil des E-Autos von mehr als 30 Prozent.

An der Unterlegenheit des Verbrenners ändere laut des ICCT auch das Beimischen von Biokraftstoffen nur wenig – dadurch verringerten sich deren Emissionen nur unwesentlich. Und synthetisch hergestellte E-Fuels seien zu teuer, um einen Klima-Beitrag leisten zu können.

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Verwendete Quellen
  • International Council on Clean Transportation
  • Nachrichtenagentur dpa
  • spiegel.de
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