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Elektroauto: Was Sie beim Aufladen nicht anfassen sollten


Elektroauto: Was Sie beim Aufladen nicht anfassen sollten

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 29.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Aufladen des E-Autos: Dabei kann es zu einem Stromschlag kommen. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.
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Auch wenn das Risiko gering ist: Durch eine Sicherheitslücke am Elektroauto kann es zu einem Stromschlag kommen. Dafür müssen aber einige Faktoren zusammenkommen.

Elektroautos sind nicht gefährlicher als Modelle mit Verbrennermotor: Die Gefahrenlage, etwa bei einem Brand, sei zwar anders – aber eben nicht höher, sagen Experten. Und dass die früheren Sorgen und Befürchtungen der Autofahrer weitgehend verschwunden sind, zeigen die hohen Verkaufszahlen. Komplett unbegründet ist aber manche Skepsis nicht, wie sich jetzt zeigt.

Ausgerechnet der Elektroauto-Verleiher Nextmove warnt nämlich vor einem Sicherheitsrisiko, das beim Aufladen eines Stromers auftreten könne. Und zwar aus eigener Erfahrung: Nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller selbst kassierte einen Schlag, als er ein E-Auto ans Stromnetz hängte. Der Verleiher untersuchte anschließend den Vorfall. Eine Rekonstruktion und verschiedene Versuche bestätigen demnach: Ein Stromschlag durchs E-Auto sei möglich – aber unwahrscheinlich.

Unisoliertes Teil der Karosserie: Nur wer eines berührt, setzt sich beim Stromtanken einer Gefahr aus. Daneben müssen aber weitere Kriterien erfüllt sein.
Unisoliertes Teil der Karosserie: Nur wer eines berührt, setzt sich beim Stromtanken einer Gefahr aus. Daneben müssen aber weitere Kriterien zutreffen. (Quelle: Nextmove)

Denn nicht weniger als das Zusammenwirken von vier Faktoren war nötig, um den Stromschlag zu erzeugen:

  • Verwenden des vom Autohersteller mitgelieferten Notladekabels,
  • Aufladen an einer nicht-geerdeten Haushaltsteckdose,
  • Keine Schuhe oder nasse Schuhe auf nassem Untergrund,
  • Kontakt mit nicht isolierten Karosserieteilen.

Unter diesen Bedingungen schließe sich der Stromkreis zwischen Karosserie und Boden. Es kommt zur Erdung. Der Strom fließt durch den Fahrer hindurch.

Zwar schreibt in Deutschland das Gesetz vor, dass Steckdosen geerdet sein müssen. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Sicherheit würde wiederum ein Steckdosentester bieten. Auch die Autohersteller selbst könnten einen entsprechenden Schutz einrichten. Die Versuche von Nextmove zeigten aber, dass vielen beliebten Modellen eine solche Einrichtung fehlt. Positiv-Beispiele hingegen sind VW ID.4 und Smart Forfour. Zumindest deren Notladekabel erkennen ungeerdete Stromquellen und beenden dann den Energiefluss.

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Wie gefährlich ist so ein Stromschlag?

Gemessen wurden Spannungen zwischen 70 Volt (Kia e-Soul) und 150 Volt (Audi etron GT), die Stromstärken erreichten bis 1,9 Milliampere (Hyundai Ioniq 5). Zur Einordnung: Ab einer Wechselspannung von 50 Volt (bei Kindern: 25 Volt) gilt ein Schlag als Stromunfall, der die Gesundheit gefährden kann. Man sollte dann einen Arzt aufsuchen. Für gesunde Erwachsene ist das Risiko zwar eher gering – nicht aber für Kinder, Herzkranke oder bei Menschen mit Implantaten wie Herzschrittmachern oder Defibrillatoren.

Tesla Model 3: An einer nassen Türklinke hat Nextmove nach eigenen Angaben eine Spannung von 144 Volt gemessen.
Tesla Model 3: An einer nassen Türklinke hat Nextmove nach eigenen Angaben eine Spannung von 144 Volt gemessen. (Quelle: Nextmove)

Wie kann man sich schützen?

Die Gefahr ist sehr leicht gebannt, nämlich schon durch eine ordnungsgemäß geerdete Steckdose. Wer sein Notladekabel und eine Haushaltssteckdose benutzen muss, sollte deshalb vorher einen Steckdosentester benutzen (gibt's in Bau- und Elektromärkten ab zehn Euro). Fahrer eines E-Autos sollten einen solchen Tester immer an Bord haben.

Generell gilt jedoch: Notladekabel und insbesondere die Haushaltssteckdose sollten nur im absoluten Ausnahmefall genutzt werden – denn dabei drohen noch ganz andere Risiken.

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Verwendete Quellen
  • Nextmove
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