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Vorsicht bei aufbereiteten Alufelgen: Alus können Risse bekommen


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Vorsicht bei aufbereiteten Alufelgen

Von t-online, SP-X
Aktualisiert am 16.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Risse in einer Alufelge nach Erwärmen
Risse in einer Alufelge nach Erwärmen (Quelle: TÜV Süd)
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Alufelgen sind schön, aber leider auch teuer und empfindlich: So sieht man im Straßenverkehr viele Felgen mit auffälligen Kratzern und Abrieb nach Bordsteinkontakten. Die Schäden aufbereiten zu lassen, kann allerdings gefährlich werden: Der TÜV Süd hat in einer Testreihe nachgewiesen, dass Verfahren, bei denen die Felgen erhitzt werden, Stabilität und Lebensdauer um bis zu 90 Prozent senken.

Problematisch sind die am Markt befindlichen thermischen Verfahren, bei denen die Felgen zum Entlacken und Aufbringen des neuen Granulats auf mehr als 200 Grad Celsius erhitzt werden - und das teilweise über mehrere Stunden. Bei Tests des TÜV Süd kam heraus: Nach drei Stunden und 200 Grad ist ein Härteabfall von fünf Prozent messbar, bei 250 Grad büßt das Rad schon 40 Prozent seiner Stabilität ein.

Alufelgen: Haltbarkeit kann durch Aufbereitung leiden

Die Hitze-Kur kann die Haltbarkeit um bis zu 90 Prozent verringern, so dass die gesetzlichen Mindestanforderungen danach nicht mehr erfüllt werden. "So behandelte Räder können Risse bekommen oder Speichen sogar brechen", warnt Stefan Dittmar, Räder-Experte des TÜV Süd. Nach Angaben der Organisation steigt die Zahl der Anbieter, die solche Verfahren einsetzen.

Richtige Aufbereitung schadet der Alufelge nicht

Grundsätzlich rät der TÜV-Experte nicht davon ab, Felgen überholen zu lassen. Allerdings sollte sich der Kunde dabei darüber im Klaren sein, dass nur eine kosmetische Behandlung ohne Sicherheitsverlust machbar ist. Deshalb sollte man sich den Anbieter genau aussuchen und mit ihm vorher über die Art und Weise der Aufbereitung sprechen.

Nach wie vor gibt es klare Regeln für die Reparatur von Alufelgen: Grundsätzlich ist das Füllen und Schleifen von Kratzern bis zu einem Millimeter Tiefe problemlos möglich - alle tiefergehenden Beschädigungen bis hin zu einem Schlag sind jedoch nicht reparabel. Da hilft dann nur noch ein Neukauf, sofern die Felge noch am Markt ist.

Vorsicht bei gebrauchten Alus

Das bedeutet: Augen auf auch beim Kauf von gebrauchten Felgen. Denn erkennen kann man ein falsch aufbereitetes Rad als Laie nicht. Stutzig werden sollte der Käufer, wenn eine gebrauchte Felge wie neu wirkt. "Die Felge sieht nur optisch aus wie neu. Im Material kann es ganz anders aussehen.", so Dittmar. Im Zweifel ist es besser, eine nicht aufbereitete Felge zu kaufen, bei der man genau erkennen kann, in welchem Zustand sie sich befindet. Kosmetische Verbesserungen sind dann immer noch möglich, wenn nötig.

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