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Unfallbetrüger: So erkennt man provozierte Auffahrunfälle

Provozierte Kollision  

So kann man Unfallbetrüger entlarven

29.10.2015, 10:44 Uhr | SP-X

Unfallbetrüger: So erkennt man provozierte Auffahrunfälle. Ein Auffahrunfall kann auch provoziert werden - um die Versicherung abzukassieren. (Quelle: imago images)

Ein Auffahrunfall kann auch provoziert werden - um die Versicherung abzukassieren. (Quelle: imago images)

Bei einem Unfall steigt das Adrenalin von Autofahrern. Die Aufregung in der Ausnahmesituation nutzen Betrüger gezielt aus. Sie provozieren eine Kollision, um anschließend bei der Versicherung abzukassieren. Wie Sie einen solchen Fall erkennen können und was Sie dann tun sollten, verrät die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins.

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Oft ausgenutzt werden Situationen, in denen das Gesetz grundsätzlich davon ausgeht, dass ein Unfallbeteiligter allein haftet.

Erster Hinweis: Es ist ein Auffahrunfall

So wird beispielsweise bei einem Auffahrunfall immer zunächst vermutet, dass der Auffahrende nicht aufmerksam genug war. Betrüger provozieren eine solche Kollision durch gezieltes Abbremsen.

Zweiter Hinweis: Der Tatort ist auffällig

Zudem geschehen solche "falschen" Unfälle nach Erfahrung der Anwälte immer wieder an Stellen, an denen kurz zuvor die Vorfahrt geändert wurde oder auf Parkplätzen.

Dritter Hinweis: Der Unfallgegner ist nicht ausgewichen

Erkennen kann man einen Betrug zum Beispiel am Reaktionsverhalten: Im Gegensatz zu normalen Fahrern weichen Betrüger nicht aus. Sind die Beulen an den Fahrzeugen bei einem Auffahrunfall in unterschiedlicher Höhe, dann kann das belegen, dass der Täter entgegen eigener Aussage eine Vollbremsung gemacht hat, denn in solchen Fällen hebt sich das Heck.

Vierter Hinweis: Das Verhalten nach dem Unfall

Als Autofahrer sollte man auch stutzig werden, wenn der Unfallgegner äußerst routiniert wirkt, wenn plötzlich Zeugen auftauchen, die zusätzliche Druck ausüben oder wenn am Unfallauto bereits mehrere ältere Schäden zu erkennen sind, warnt der Juristen-Verband.

Zeugen und Polizei als "Verstärkung" rufen

Hat ein Autofahrer das Gefühl, dass der in einen provozierten Unfall verwickelt ist, sollte er die Polizei hinzuziehen. Zudem empfiehlt es sich, unbeteiligte Zeugen zu finden, die beispielsweise das unbegründete Bremsen des Vordermanns bestätigen können.

Genaue Dokumentation wichtig

Die Unfallfahrzeuge sollte man nach Möglichkeit nicht bewegen oder zumindest Fotos von der Situation und der genauen Kollisionsstellung der Autos machen. Es ist auch sinnvoll, den eigenen Versicherer auf den Verdacht eines provozierten Crashs hinzuweisen.

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