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Auto – Führerschein: An diesen Fragen der Theorieprüfung scheitern die meisten

Durchfaller-Quote hoch wie nie  

Führerscheinprüfung: An diesen Fragen scheitern die meisten

21.10.2019, 06:54 Uhr
Auto – Führerschein: An diesen Fragen der Theorieprüfung scheitern die meisten. Theoretische Führerscheinprüfung: Praxisferne Prüfungsfragen werden den Fahranfängern besonders häufig zum Verhängnis. (Quelle: dpa/tmn/TÜV Süd)

Theoretische Führerscheinprüfung: Praxisferne Prüfungsfragen werden den Fahranfängern besonders häufig zum Verhängnis. (Quelle: TÜV Süd/dpa/tmn)

Mehr als jeder Dritte rasselt beim Führerschein einmal durch die Theorieprüfung. Wo ist die Quote besonders hoch? Und an welchen Fragen scheitern die Prüflinge?

Die theoretische Prüfung – sie ist der erste Schritt zum Führerschein. Aus einem dicken Fragenkatalog werden 30 Fragen per Zufall ausgewählt, die der Prüfling dann am Computer beantworten muss.

Für jede falsch beantwortete Frage gibt es Fehlerpunkte. Sie sind nach der Schwierigkeit der Frage von zwei bis fünf Punkten gestaffelt. Bei 10 Fehlerpunkten ist man gescheitert. Unter Umständen heißt es also schon bei zwei Fehlern: Die Prüfung muss wiederholt werden.

Diese Erfahrung machen immer mehr Fahrschüler: Die Durchfaller-Quote bei der theoretischen Prüfung steigt seit Jahren.

2008 scheiterten 32,3 Prozent der Prüflinge an der Theorie, zehn Jahre später waren es im Bundesdurchschnitt 36,1 Prozent. Dabei gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede: In Schleswig-Holstein etwa patzten 30,5 Prozent, in Berlin hingegen fast jeder Zweite (44,3 Prozent).

Das Durchfaller-Ranking 2018

BundeslandDurchfaller-Quote
Berlin44,3
Sachsen-Anhalt43,5
Mecklenburg-Vorpommern43,2
Sachsen42,5
Brandenburg42,2
Thüringen40,7
Baden-Württemberg37,4
Saarland36,6
Rheinland-Pfalz36,2
Bayern35,7
Nordrhein-Westfalen34,8
Bremen33,5
Hamburg33,4
Niedersachsen32,6
Hessen30,5
Schleswig-Holstein30,5

Warum die Quote stetig steigt, ist Experten noch unklar. Bekannt ist aber, welche Fragen den Prüflingen besonders zu schaffen machen.

An diesen Fragen scheitern die Prüflinge

Viele Prüfungsfragen lassen sich relativ einfach beantworten. Dabei hilft gute Vorbereitung, manchmal genügen bereits etwas Alltagswissen und gesunder Menschenverstand.

Andere Fragen aus dem Prüfungsbogen lassen sich damit aber nicht lösen – sondern nur, wenn man im Vorfeld wirklich gründlich gepaukt hat. Sie werden den Prüflingen besonders häufig zum Verhängnis. Kennen Sie zum Beispiel die richtigen Antworten auf die folgenden Fragen?

(Die korrekten Antworten finden Sie weiter unten.)

1. Frage: Wo ist das Halten verboten?
2. Frage: Welche Ursachen können dazu führen, dass die Hupe nicht funktioniert?
3. Frage: Wo gilt eine Richtgeschwindigkeit von 130?
4. Frage: Warum ist die Nutzung von Leichtlauföl vorteilhaft?
5. Frage: Warum soll ein längeres, starkes Gefälle nicht mit getretener Kupplung durchfahren werden?
6. Frage: Woran kann es liegen, dass Ihr Lenkrad während der Fahrt flattert?

Die korrekten Lösungen

1. Antwort: Auf Bahnübergängen, an engen oder unübersichtlichen Straßenstellen, auf markierten Fahrtstreifen mit Richtungspfeilen, an Taxenständen und auf der Fahrbahn, wenn ein geeigneter Seitenstreifen vorhanden ist.
2. Antwort: Das kann an einer durchgebrannten Sicherung oder einer kaputten Betätigungseinrichtung liegen.

3. Antwort: Diese gilt auf Autobahnen und Straßen außerorts mit baulich getrennten Fahrbahnen für jede Richtung bzw. mit mindestens zwei markierten Fahrstreifen für jede Richtung.
4. Antwort: Da dieses zu weniger Reibung im Motor führt und den Kraftstoffverbrauch verringert.
5. Antwort: Es führt zu unnötigem Verschleiß an den Bremsen und die Motorbremswirkung kommt nicht zum Tragen.
6. Antwort: Das kann an defekten Stoßdämpfern, schadhafter Federung oder Rädern mit Unwucht liegen.

So oft können Sie die Prüfung wiederholen

Übrigens: Wer durch die Führerscheinprüfung fällt, kann sie grundsätzlich beliebig oft wiederholen. Es gibt keine gesetzliche Grenze dafür, wie oft Fahrschüler durch die Prüfung rasseln dürfen. Das gilt sowohl für die praktische als auch für die theoretische Prüfung. Allerdings wird für jeden Versuch eine weitere Gebühr fällig.

Und: Wenn Sie jedesmal gleich mies abschneiden oder sich gar verschlechtern, kann der Prüfer einen Vermerk an die Zulassungsstelle weiterleiten. Wie es dann weitergeht, entscheidet die Behörde.

Dort kann man etwa eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen, um die Gründe für das Scheitern zu finden. Das geschieht aber in der Regel nicht vor der vierten oder fünften gescheiterten Prüfung.
 


Bevor Sie die Prüfung wiederholen dürfen, müssen zwei Wochen vergehen. Wer geschummelt hat, muss sechs Wochen auf seine nächste Chance warten. Nach bestandener Theorieprüfung haben Sie genau ein Jahr Zeit für die praktische Prüfung. Danach verliert die theoretische Prüfung ihre Gültigkeit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Statista
  • zeit.de
  • pkw.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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