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Motorradfahren im Herbst: Warum es nun so gefährlich ist

Risiken im Herbst  

Wer jetzt auf der Straße besonders gefährdet ist

05.10.2020, 13:32 Uhr | mab, t-online

Motorradfahren im Herbst: Warum es nun so gefährlich ist. Feuchtigkeit und schlechte Sicht: Insbesondere für Motorradfahrer hat der Herbst viele Tücken. (Quelle: imago images/Gottfried Czepluch)

Feuchtigkeit und schlechte Sicht: Insbesondere für Motorradfahrer hat der Herbst viele Tücken. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago images)

Tau am Morgen, feuchtes Laub, tief stehende Sonne: Der Herbst hat seine Tücken für jeden Verkehrsteilnehmer. Eine Gruppe lebt nun aber besonders gefährlich. Das zeigt die Statistik.

Es ist Jahr für Jahr dasselbe: Im Spätsommer und Herbst steigt die Zahl der Unfälle, an denen ein Motorradfahrer beteiligt ist. Warum ist das Risiko für sie zu dieser Zeit so hoch? Und was können Biker nun für ihre Sicherheit tun?

"Motorradfahrer müssen sich gerade jetzt auf wechselhafte Fahrbahnbedingungen einstellen", sagt der Unfallexperte des TÜV Thüringen, Achmed Leser. Einer der Gründe: Oftmals kühlt der Straßenboden im Herbst deutlich stärker ab als die Luft. Und das hat Folgen. Die Reifen können dadurch nämlich nicht die optimale Haftung zur Straße aufbauen – es besteht große Rutschgefahr, gerade in schnell gefahrenen Kurven. Auch moderne Assistenzsysteme sind dagegen machtlos.

Der Appell des Unfallforschers lautet deshalb ganz einfach: mehr Rücksicht. Ganz besonders am Wochenende. Denn dann sind besonders viele Biker auf den letzten Touren der Saison unterwegs. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass es im Herbst am Samstag und Sonntag zu besonders vielen Motorrad-Unfällen kommt. Hinzu kommen einige Hinweise, die das Motorradfahren im Herbst sicherer machen.

Vier Tipps für die Herbst-Tour

  • Kürzere Touren: Experten empfehlen, nicht vor 9 Uhr aufzubrechen. Und um 18 Uhr sollte die Ausfahrt beendet sein. Früher und später wird es wegen Kälte und Dunkelheit besonders gefährlich.
  • Planen Sie Stopps zum Umziehen ein. Wegen der schwankenden Temperaturen kann es häufiger nötig werden, Teile der Unterbekleidung an- oder auszuziehen.
  • Tragen Sie einen Helm mit integrierter Sonnenblende. Dadurch senken Sie die Gefahr, dass Ihnen die niedrig stehende Sonne die Sicht raubt. Trotzdem haben Sie etwa in einem Tunnel auf Knopfdruck den vollen Durchblick. Verzichten Sie aber auf ein stark getöntes Visier.
  • Achtung bei andauernder Kühle in schattigen Gebieten, etwa auf waldigen Strecken: Hier kann sich selbst bei Trockenheit ein gefährlicher Schmierfilm bilden. Auch nasses Laub und Äste führen zu Rutschgefahr. Insbesondere in Kurven sollten Sie deshalb stets aufmerksam sein. Sobald Sie ins Rutschen kommen, kuppeln Sie sofort aus. Damit unterbrechen Sie den sogenannten Kraftschluss vom Motor an das Hinterrad. Uneinsehbare Kurven befahren Sie besonders aufmerksam und langsamer als im warmen Sommer.
Verwendete Quellen:
  • auto-medienportal.net
  • Nachrichtenagentur SP-X

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