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Autoinspektion: Ist die Vertragswerkstatt Pflicht?


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Ist bei der Autoinspektion die Vertragswerkstatt Pflicht?

Von dpa, t-online, hs, mab

Aktualisiert am 13.08.2021Lesedauer: 4 Min.
Autoinspektion: Auch ein Check des Fahrwerks steht dabei auf dem Plan.
Autoinspektion: Auch ein Check des Fahrwerks steht dabei auf dem Plan. (Quelle: Jochen Zick)
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Diese Frage entscheidet über viel Geld: Mancher zögert, das Auto zur Inspektion in die freie Werkstatt zu bringen statt in die teurere Markenwerkstatt. Gibt es dafür einen Grund? Und welche Folgen bringt die Wahl mit sich?

Das Wichtigste im Überblick


Autohersteller sehen es gerne, wenn ihre Kunden die teureren Vertragswerkstätten ansteuern. Autofahrer wiederum wollen Inspektion und Reparaturen meist vor allem günstig erledigt haben. Das spricht wiederum für einen freien Betrieb. Was nun?

Autoinspektion bei Vertragswerkstatt oder bei freier Werkstatt?

Wer einen Gebrauchtwagen fährt, kann die Wartung und Inspektion in einer freien Werkstatt vornehmen lassen, die Garantie bleibt davon unberührt. Klauseln, die Garantieansprüche an Arbeiten in Vertragswerkstätten des Herstellers binden, verstoßen gegen das deutsche AGB-Recht und sind unwirksam.

Eine Voraussetzung für die Nutzung einer freien Werkstatt gibt es aber: Der Betrieb muss die Arbeiten fachgerecht nach Herstellervorgaben durchführen. Zu Ihrer Sicherheit sollte es einen entsprechenden Vermerk auf der Rechnung geben.

Anders sieht es im Fall von Garantieansprüchen bei Neuwagen aus. Hier kann der Händler im Einzelfall auf einer Vertragswerkstatt bestehen. Außerdem können Fahrzeughersteller eine Kulanzleistung verweigern, wenn das Auto vorher in freien Werkstätten gewartet und repariert wurde.

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Ist eine Autoinspektion Pflicht?

Im Gegensatz zu den Untersuchungen von Tüv oder Dekra sind Inspektionen keine gesetzliche Pflicht. Es handelt sich vielmehr um Empfehlungen der Hersteller, um die Fahrtüchtigkeit des Autos zu erhalten.

Wer sein Auto nicht oder nur selten warten lässt, bekommt ein Problem. Bei unregelmäßig oder gar nicht gewarteten Autos kann die Funktionsfähigkeit und Verkehrssicherheit beeinträchtigt werden.

Außerdem können Sie bei einem Neuwagen auch Ihren Anspruch aus der Herstellergarantie verlieren, denn die Garantie ist ein freiwilliges Leistungsversprechen des Herstellers oder Importeurs.

Die gesetzliche Sachmängelhaftung von zwei Jahren bei Neuwagen wird aber hiervon nicht berührt. Sie bedeutet: Der Verkäufer haftet für alle Sachmängel am Auto, sofern sie bereits bei der Fahrzeugübergabe an den Kunden vorhanden oder zumindest angelegt waren. Dabei ist es völlig unerheblich, ob das Auto bei einer Marken-Vertragswerkstatt oder einer freien Werkstatt gewartet wird.

Inspektionsintervall: Wann ist eine Autoinspektion fällig?

Jeder Hersteller legt Umfang und Zeitpunkt für die Inspektionen seiner Autos selbst fest. Dadurch kann es zu unterschiedlichen Inspektionsintervallen bei den Marken und Modellen kommen.

Für die meisten Autos liegt das Serviceintervall zwischen einem und zwei Jahren oder bei einer Kilometerleistung von etwa 40.000 Kilometern – je nach dem, was zuerst eintritt. Wie oft Sie Ihr Fahrzeug zur Autoinspektion bringen müssen, können Sie dem Service-Handbuch entnehmen.

Wenn Sie die Fahrzeuggarantie eines Neuwagens erhalten wollen, dann sollten Sie die vorgeschriebenen Inspektionsintervalle einhalten. Dann sinkt auch der Wiederverkaufswert des Wagens nicht so stark. Bei älteren Autos sind regelmäßige Inspektionen ebenfalls sinnvoll. Denn bei der Untersuchung werden verschlissene und defekte Teile frühzeitig erkannt.

Autoinspektion: Das Prüfen, Nachfüllen und Wecheln des Öls gehört dazu, wenn es nötig ist.
Autoinspektion: Das Prüfen, Nachfüllen und Wecheln des Öls gehört dazu, wenn es nötig ist. (Quelle: Chromorange/imago-images-bilder)

Was wird bei der Autoinspektion gemacht?

Dem Alter und der Laufleistung entsprechend, schreiben die Hersteller entweder eine große oder eine kleine Inspektion vor.

Kleine Inspektion: Sie beschränkt sich meist auf Ölwechsel, das Nachfüllen von Scheibenwischwasser und Bremsflüssigkeit und das Wechseln der Luftfilter.

Große Inspektion: Bei ihr werden alle Verschleißteile und sicherheitsrelevanten Bauteile überprüft. Dazu gehören

  • Motor,
  • Getriebe,
  • Unterboden,
  • Beleuchtung,
  • Achsen,
  • Bremsen.

Was gilt für Zusatzreparaturen?

Bei der Inspektion kann sich herausstellen, dass über die vereinbarten Arbeiten hinaus weitere Ausbesserungen nötig sind oder dass die Werkstatt den vereinbarten Preis nicht einhalten kann. Darüber müssen Sie dann zunächst informiert werden, bevor die entsprechenden Arbeiten erledigt werden.

Wenn Sie nicht mit einer Änderung des Auftrags einverstanden sind, haben Sie das Recht, den Vertrag zu kündigen.

Tipp: Füllen Sie Scheibenwischwasser und Öl selbst nach. Dann kann Ihnen die Werkstatt dafür nichts extra berechnen.

Daran erkennen Kunden eine Qualitätswerkstatt

Auch unter Autowerkstätten gibt es qualitative Unterschiede. Experten empfehlen, einen Kfz-Innungsbetrieb zu wählen, den Sie an einem blau-weißen Kfz-Meisterschild erkennen.

Die Qualität der Arbeit hängt aber von weiteren Faktoren ab wie dem Know-how der Mitarbeiter und deren Erfahrung, der technischen Ausstattung und der Führung des Betriebs. Das gilt für Markenwerkstätten und freie Betriebe gleichermaßen.

Zur notwendigen Ausstattung zählt neben neuen Abgastestern und Motordiagnosegeräten auch die aktuellste Software. Aufgrund von Software-Updates und in die Serie einfließenden Nachbesserungen ist es ratsam, in den ersten zwei bis drei Jahren in die Markenwerkstatt zu fahren.

Mobilitätsgarantie nur bei Vertragswerkstatt

Viele Hersteller locken Käufer mit der sogenannten Mobilitätsgarantie. Sie erweitert die gesetzliche Gewährleistung mit einer freiwilligen Garantie. Allerdings gewähren Hersteller die Mobilitätsgarantie nur, wenn das Auto auch in Markenwerkstätten gewartet wird.

Die freiwillig gewährten Garantien sind je nach Hersteller unterschiedlich. Zwei Leistungen haben aber alle gemein: die Pannenhilfe vor Ort und das Abschleppen zur nächsten Vertragswerkstatt.

Was eine Autoinspektion kostet

Der größte Unterschied zwischen den Arbeiten einer freien und einer Vertragswerkstatt liegt bei den Kosten. Wenn eine freie Werkstatt die Inspektion nach Herstellervorgaben durchführt, können Sie in der Regel 15 bis 20 Prozent gegenüber der Markenwerkstatt sparen.

Die Ersparnis kommt aus den meist günstigeren Stundenlöhnen und den zum größten Teil verwendeten Ersatzteilen von Automobilzulieferern, die dennoch oftmals Erstausrüster-Qualität haben.

Wie teuer die Kfz-Inspektion für Sie am Ende wird, lässt sich nur schwierig vorhersagen. Denn viele Faktoren beeinflussen den Preis. Die Wahl der Werkstatt, die Anzahl der vorzunehmenden Reparaturen und der Arbeitsaufwand, den die Mitarbeiter in der Werkstatt haben, beeinflussen den Gesamtpreis.

Tipp: Lassen Sie sich vor der Inspektion einen Kostenvoranschlag geben. Der tatsächliche Preis darf davon nicht stark abweichen. Ausnahme: Der Werkstatt entstehen große Mehrkosten durch aufwendige Reparaturen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Verkehrsclub ADAC
  • Eigene Recherche
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