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Autobatterie selber wechseln: Eine einfache Anleitung

Kurzschluss vermeiden  

Autobatterie wechseln: Eine einfache Anleitung

24.05.2019, 11:26 Uhr | dpa-tmn, t-online.de, hs

Autobatterie selber wechseln: Eine einfache Anleitung. Autobatterie: Beim Ausbau des Akkus erst den Minuspol abklemmen, dann den Pluspol. (Quelle: dpa/Kai Remmers)

Autobatterie: Beim Ausbau des Akkus erst den Minuspol abklemmen, dann den Pluspol. (Quelle: Kai Remmers/dpa)

Defekte Autobatterien sind die häufigste Ursache für Autopannen. Wer den Akkumulator selbst wechseln kann, spart Zeit und Geld. Wir zeigen Ihnen, was Sie dabei beachten müssen.

Autobatterie kaufen: Das ist wichtig

Wenn Sie eine neue Autobatterie kaufen, dann achten Sie darauf, dass sie die gleichen Eigenschaften hat wie die alte: Die Abmessungen (Höhe, Breite, Länge) der Akkumulatoren müssen identisch sein, genauso wie Volt (V), Amperestunden (Ah) und Kaltstartstrom (Amp).

Anleitung: So wechseln Sie die Batterie selbst aus

Benötigte Werkzeuge: Schraubenschlüssel

Sicherheitshinweis: Autobatterien enthalten ätzende Säure, die bei einem Defekt auslaufen kann. Tragen Sie daher säurefeste Handschuhe, um Verletzungen zu vermeiden.

  1. Trennen Sie alle elektrischen Geräte von der Stromzufuhr. Dazu gehören auch Klimaanlage, Sitzheizung und Zigarettenanzünder.
  2. Öffnen Sie die Motorhaube und entfernen Sie die Abdeckung über der Batterie. Hinweis: Nicht bei allen Fahrzeugen ist die Autobatterie unter der Motorhaube montiert. Schauen Sie in die Betriebsanleitung, wo sie sich in Ihrem Fahrzeug befindet.
  3. Lösen Sie die Befestigungsmuttern an der Masseklemme und entfernen Sie das schwarze Kabel am Minuspol. Wichtig: Die Minus-Klemme darf nicht den Plus-Pol berühren.
  4. Lösen Sie anschließend die Schrauben an der Plusklemme und entfernen Sie das rote Kabel.
  5. Lösen Sie die Schrauben der Batteriehalterung und hängen Sie die Halterung aus. Achtung: Autobatterien können sehr schwer sein.
  6. Werfen Sie die alte Autobatterie nicht in den Hausmüll. Sie können ausgediente Batterien zu einem Wertstoffhof bringen, wo der Sondermüll fachgerecht entsorgt werden kann. Oft nehmen Tankstellen und Autowerkstätten alte Stromspeicher entgegen. Händler, die Batterien vertreiben, müssen ausgediente Exemplare der verkauften Modelle ebenfalls annehmen.

Achtung: Wenn Sie eine alte Batterie etwa zum Wertstoffhof bringen, dann sorgen Sie für eine sichere Lagerung während des Transports. Denn sollte die Batterie umkippen oder herunterfallen, kann ätzende und gesundheitsschädliche Säure austreten.

Eine neue Autobatterie einsetzen

  1. Setzen Sie die neue Batterie ein und schrauben Sie diese an der Karosserie fest. Achten Sie dabei darauf, keine Kabel oder Schläuche einzuklemmen.
  2. Befestigen Sie dann die Kabel an der neuen Batterie. Verbinden Sie zunächst das rote Kabel am Pluspol und anschließend das schwarze Kabel am Minuspol. Wichtig: Sie sollten sich unbedingt an diese Reihenfolge halten. Andernfalls können Funken oder ein Kurzschluss entstehen.
  3. Tragen Sie etwas Polfett auf die Pole auf. Das verhindert Korrosion. 
  4. Schrauben Sie die Batterie wieder fest und bringen Sie die Batteriehalterung an. 

Wann die Autobatterie wechseln?

Die Leistung einer Autobatterie lässt mit der Zeit nach. Häufiges Fahren von kurzen Strecken kann die Lebensdauer des Akkumulators erheblich verkürzen. Nach etwa vier bis sechs Jahren ist die Batterie schwach und sollte getauscht werden.

Batteriewechsel: Wann er ein Fall für den Fachmann ist

Bei modernen Autos zum Beispiel mit Start-Stopp-Automatik oder mit Batteriemanagementsystemen ist der Wechsel aber meist ein Fall für den Profi, erklärt der Tüv Süd. Denn die neue Batterie muss dann ins Steuergerät eingetragen und an die Bordelektronik angepasst werden. Das mache Diagnosegeräte und entsprechendes Wissen erforderlich.

In der Werkstatt versorgt außerdem eine Pufferbatterie das System mit Energie während des Wechsels. Ein Unterbrechen des Stromkreises könnte sonst Datenverluste in Steuergeräten und im Multimediasystem bewirken.

Radio und Fensterheber etwa müssten dann unter Umständen neu programmiert werden. Bei Autos aus den 1990er-Jahren wie einem Golf IV sei der Wechsel in Eigenregie dagegen meist unproblematisch, so der Tüv Süd.

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • Eigene Recherche

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