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So viel kostet Ihr Auto wirklich pro Monat

Böse Überraschung  

So viel kostet Ihr Auto wirklich pro Monat

Von Markus Abrahamczyk

21.09.2018, 16:30 Uhr
So viel kostet Ihr Auto wirklich pro Monat. Wartung und Reparatur: Sie können erheblich zu den Unterhaltskosten eines Autos beitragen. (Quelle: Getty Images/vm)

Wartung und Reparatur: Sie können erheblich zu den Unterhaltskosten eines Autos beitragen. (Quelle: vm/Getty Images)

Tanken, Steuern, Versicherungen? Die monatlichen Autokosten enthalten etliche weitere Posten – und liegen deshalb höher, als viele Autofahrer glauben. Hier ist der große Überblick.

Wie hoch die Kosten liegen, kann ein einzelner Autofahrer kaum beziffern. Denn wie wirkt sich etwa der Wertverlust auf die monatlichen Kosten aus? Außerdem gehören selbst kleinste Beträge etwa fürs Parkticket oder für die Waschstraße in die Rechnung, damit sie am Ende aufgeht.

Orientierung bieten Berechnungen des ADAC. Den Zahlen des Verkehrsclubs liegen eine Reihe von Einzelpositionen zugrunde. Daraus bestehen die monatlichen Autokosten:

  • Fixkosten
  • Betriebskosten
  • Wertverlust
  • Kosten für Werkstatt und Reifen

So setzen sich die Fixkosten zusammen

Diese Ausgaben fallen regelmäßig an – und dabei spielt es keine Rolle, ob das Auto wirklich fährt. Dazu zählen:

  • Haftpflichtversicherung
  • Kaskoversicherung (bei einem Neuwagen empfiehlt sich die Vollkasko)
  • Kfz-Steuer
  • Kosten für eine Garage oder einen Stellplatz
  • Pauschal 200 Euro pro Jahr etwa für Parkgebühren, Haupt- und Abgasuntersuchung und weitere Kosten

Das sind die Betriebskosten

Nur wenn das Auto bewegt wird, fallen diese Kosten an:

  • Kraftstoffkosten
  • Nachfüllkosten für Motoröl und gegebenenfalls AdBlue
  • Pauschal 250 Euro pro Jahr für Wäsche und Pflege

Die Betriebskosten lassen sich vom Fahrer beeinflussen: Fährt er vorausschauend? Dann sinken Verbrauch und Verschleiß, etwa des Bremssystems. Auch wer für sehr kurze Strecken auf das Auto verzichtet, schont sein Auto spürbar – und damit sein Budget.

Wertverlust – der unterschätzte Kostentreiber

Bei einem Neuwagen ist der Wertverlust der größte Kostentreiber: Schon nach einem Jahr ist oftmals ein Viertel des Neupreises dahin. In vier Jahren kann ein Auto bis zur Hälfte seines Werts und mehr verlieren. Wie schnell der Wert schmilzt, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Ist das Modell generell ein Verkaufserfolg oder ein Ladenhüter?
  • Steht mal wieder ein Modellwechsel an? Dann sieht der Gebrauchte mit einem Mal ziemlich alt aus und ist weniger gefragt.
  • Hinzu kommen Kriterien, die sich nicht voraussehen lassen: Wie entwickelt sich die Wirtschaft und damit die Nachfrage auf dem Automarkt? Wohin führt die Diskussion um Fahrverbote in unseren Städten, die zum Nachfrage-Einbruch bei Dieselautos führte?

Tipps gegen den Wertverlust

Schon nach drei bis vier Jahren ist das Schlimmste überstanden, nach fünf Jahren sinkt der Wert um etwa fünf Prozent pro Jahr. Der beste Tipp gegen den Wertverlust ist deshalb: Kaufen Sie einen Gebrauchtwagen. Er hat den schlimmsten Wertverlust bereits hinter sich. Aber auch wer einen Neuwagen kauft, kann dessen Wertverlust zumindest eindämmen:

  • Gefragte Modelle, beliebte Ausstattungen: Sie schützen vor übermäßigem Wertverlust. Ein Kleinwagen sollte nicht 400 PS haben – und umgekehrt will niemand ein Luxusmodell mit dem Basismotor kaufen.
  • Gedeckte Farben sind gefragt. Ein gelbes oder rotes Auto werden Sie oftmals nur mit großem Verlust verkaufen können – es sei denn, Sie fahren einen Ferrari.
  • Bei der Ausstattung gilt: Je höher das Fahrzeugsegment, desto mehr Extras sollten an Bord sein.

Die Kosten für Werkstatt und Reifen

Auch wenn das Auto neu ist: Ganz ohne Werkstatt geht es nicht. Ölwechsel, Inspektionen und Wechsel von Sommer- auf Winterreifen bleiben keinem Auto erspart. Die einzelnen Hersteller legen unterschiedliche Wartungsintervalle, Umfänge und auch Kosten fest. Diese Kosten fließen in den monatlichen Unterhalt des Autos ein:

  • Ölwechsel
  • Inspektionen
  • Typische Verschleißreparaturen, etwa an Auspuff, Bremsen, neue Batterie oder Glühlampe
  • Neue Reifen

Die Gesamtkosten pro Monat für sechs Segmente

So lang die Kostenliste ist, so stattlich ist die monatliche Summe. Sie unterscheidet sich deutlich je nach Segment, selbst zwischen einzelnen Modellen und Varianten gibt es große Unterschiede:

  • Bei einem Kleinstwagen wie einen Toyota Aygo summieren sich die monatlichen Kosten auf 350 Euro und mehr.
  • Für einen Kleinwagen wie den Nissan Micra müssen Autobesitzer mit mehr als 400 Euro pro Monat rechnen.
  • Ein Auto der unteren Mittelklasse wie der Skoda Rapid Spaceback kostet um 470 Euro im Monat.
  • Mit monatlich 600 Euro (im Falle des Hyundai i40 Kombi) sind Autofahrer in der Mittelklasse noch verhältnismäßig günstig unterwegs.
  • Ein Audi A6 Avant 40 TDI Tiptronic als Vertreter der oberen Mittelklasse kostet etwa 950 Euro im Monat.
  • Etwa 1.500 Euro monatlich kostet ein Auto der Oberklasse wie der BMW 730d Steptronic.

Für diese Zahlen des ADAC wurde eine Haltedauer von fünf Jahren und eine Laufleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr zugrunde gelegt.

Die Werte dienen jedoch nur der Orientierung. In jedem Segment lassen sich günstigere Modelle finden – mitunter müssen Autofahrer jedoch deutlich höhere Summen einkalkulieren. Die Zahlen zeigen aber: Wer beim Autokauf nur auf einen günstigen Grundpreis achtet, hat später unter Umständen umso höhere Kosten zu stemmen.

Verwendete Quellen:
  • ADAC
  • SP-X
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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