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Womit der Hyundai i10 im Praxistest ├╝berrascht

Von dpa
29.04.2020Lesedauer: 3 Min.
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Berlin (dpa-infocom) - Der Hyundai i10 geht in die n├Ąchste Runde: W├Ąhrend Konkurrenten wie VW dem Kleinstwagen mit Blick auf die teure Abgasreinigung keine Zukunft mehr geben und Autos wie den Up auf die Abschussliste setzen, haben die Koreaner noch einmal kr├Ąftig aufgedreht.

Die dritte Generation des City-Flitzers, die seit dem Fr├╝hjahr zu Preisen ab 10.990 Euro beim H├Ąndler steht, bietet deshalb nicht nur mehr Platz auf nahezu gleicher Fl├Ąche, sondern vor allem jede Menge neue Technik. Und besser aussehen tut der i10 nun auch.

Raumwunder mit trendigem Design

Zwar ist der i10 wie bisher nur 3,67 Meter lang. Doch weil Hyundai die Breite um zwei und den Radstand gar um vier Zentimeter erweitert hat, geht es innen sp├╝rbar ger├Ąumiger zu: Um die Schultern ist es nicht mehr so eng, und zur Not kann jetzt auch hinten mal ein Erwachsener sitzen, ohne die Beine anzuziehen. Zudem l├Ąsst isch in den Ablagen und Stauf├Ąchern mehr unterbringen, und das Kofferraumvolumen betr├Ągt nun 252 Liter und kann auf 1050 Liter erweitert werden.

Der i10 will aber nicht nur praktisch sein, sondern auch ein wenig Prestige bieten. Das zeigt sich auch in seinem ├╝berarbeiteten Design. Markant sind vor allem der kaskadenf├Ârmige Grill, den er von den anderen Hyundai-Neuheiten ├╝bernommen hat, sowie die gezackten Scheinwerfer. Eine aufsteigende Fensterlinie entlang der Flanke unterstreicht den eigenwilligen Auftritt. Auf Wunsch lackieren die Koreaner zudem das Dach in Kontrastfarben. Wer es noch extravaganter mag, wartet am besten bis zum Sommer. Dann kommt eine so genannte N-Line heraus, die nicht nur mehr Leistung, sondern auch einen noch temperamentvolleren Look verspricht.

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Ausstattung wie ein gro├čer

Im Inneren des i10 ist es der technische Standard, der ├╝berrascht. Denn dank eines gro├čen Touchscreens und eines modernen Infotainmentsystems kann der Kleine hier durchaus mit den Gro├čen mithalten. Noch bemerkenswerter sind die Fortschritte bei der Assistenztechnik: Schon in der Grundversion verf├╝gt das Stadtauto ├╝ber einen autonomen Notbremsassistenten und eine aktive Spurf├╝hrung, und gegen Aufpreis gibt es unter anderem Fernlicht- und Aufmerksamkeitsassistenten, Verkehrszeichenerkennung und R├╝ckfahrkamera.

Und weil der Kleinwagen voll vernetzt ist, findet nicht nur die Navigation die gew├╝nschten Ziele online, sondern es gibt sogar eine App-Verbindung, mit der man sein Fahrzeug aus der Ferne kontrollieren kann. Ein Blick aufs Smartphone gen├╝gt, und man kann Teile des Bordcomputers auslesen, die T├╝ren ver- oder entriegeln und die Navigation schon von zu Hause aus programmieren. Das bieten viele andere Hersteller nicht einmal in h├Âheren Fahrzeugklassen. Mit all diesen Extras und Komfort-Features wie Sitz- und Lenkradheizung, LED-Scheinwerfern oder Klimaautomatik steigt freilich auch der Preis, der dann schon mal ├╝ber 20.000 Euro klettern kann.

Kleine Motoren, gro├čer Komfort

W├Ąhrend die Ausstattung recht ambitioniert wirkt, bleibt der Antrieb eher bodenst├Ąndig. Es gibt den i10 ausschlie├člich als Benziner mit einem Dreizylinder von 1,0 Litern Hubraum und 49 kW/67 PS im Basismodell oder f├╝r 700 Euro mehr mit einem 1,2 Liter gro├čen Vierzylinder, der auf 62 kW/84 PS kommt. Gro├če Spr├╝nge kann man damit zwar nicht machen. Doch erstens ist das Stammrevier des i10 die Stadt, zweitens dr├╝ckt das den Verbrauch auf Werte von bestenfalls 4,2 Liter (CO2-Aussto├č 97 g/km), und drittens hat das kleine Auto auch ein kleines Gewicht und braucht deshalb nicht ganz so viel Leistung.

Deshalb f├╝hlt sich der i10 mit seinen maximal 118 Nm im urbanen Umfeld noch vergleichsweise spritzig an. Doch auf Landstra├čen und Autobahnen braucht man bei einem Sprintwert von 12,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h etwas mehr Geduld. Denn auch wenn 171 km/h Spitze nicht schlecht sind f├╝r so einen Winzling, nimmt sich der i10 daf├╝r ein bisschen Zeit. Das ist umso bedauerlicher, weil er sich ansonsten nicht wie ein Kleinwagen anf├╝hlt. Denn Lenkung und Fahrwerk wirken so erwachsen und souver├Ąn, dass auch l├Ąngere Strecken bequem zu meistern sind.

Fazit: Moderner ist kein anderer Kleiner

Trendig gezeichnet, mit viel Platz auf kleinem Raum und vor allem mit jeder Menge Technik ausstaffiert - so beweist der Hyundai i10, dass der Anspruch an einen Neuwagen nicht am Format h├Ąngt und man auch in einem kleinen Stadtflitzer auf kaum etwas verzichten muss. Konkurrenten wie der VW Up oder der Toyota Aygo wirken dagegen ganz sch├Ân von gestern - denn fortschrittlicher als der i10 ist aktuell kein anderer Kleiner.

Datenblatt: Hyundai i10 1.2

Motor und Antrieb Vierzylinder-Benziner
Hubraum: 1197 ccm
Max. Leistung: 62 kW/84 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 118 Nm bei 4200 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: F├╝nfgang-Schaltgetriebe
Ma├če und Gewichte
L├Ąnge: 3670 mm
Breite: 1680 mm
H├Âhe: 1480 mm
Radstand: 2425 mm
Leergewicht: 932 kg
Zuladung: 423 kg
Kofferraumvolumen: 252-1050 Liter
Fahrdaten:
H├Âchstgeschwindigkeit: 171 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 12,6 s
Durchschnittsverbrauch: 4,6 Liter/100 km
Reichweite: 780 km
CO2-Emission: 105 g/km
Kraftstoff: Super
Schadstoffklasse: EU6dtemp
Energieeffizienzklasse: C
Kosten:
Basispreis des Hyundai i10 (1.0): 10.990 Euro
Grundpreis des Hyundai i10 1.2: 15.690 Euro
Typklassen: HL 13/TK 16/VK 19
Kfz-Steuer: 68 Euro/Jahr
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: Sechs Airbags, Aktiver Spurhalteassistent, M├╝digkeitswarner
Komfort: Zentralverriegelung, Tempomat
Spritspartechnik: Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

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