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Sexismus-Vorwürfe: Sony muss sich vor Gericht verantworten


Sexismusvorwürfe: Sony muss sich vor Gericht verantworten

Von t-online, arg

Aktualisiert am 10.03.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 148806384Vergrößern des BildesSchild an einem Sony-Geschäft: Der Konzern sieht sich mit Sexismusvorwürfen konfrontiert. (Quelle: Zoonar.com/PHILIP_OPENSHAW via www.imago-images.de)
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Dem japanischen Konzern Sony droht ein Skandal: Acht weitere Mitarbeiterinnen haben sich einer Klage in den USA angeschlossen. Sie werfen dem Konzern schweren Sexismus gegenüber weiblichen Angestellten vor.

Die Sexismusvorwürfe gegenüber Sony werden immer lauter: Bereits im vergangenen November verklagte die Sicherheitsanalystin Emma Majo den japanischen Konzern. Sie beklagte: Sony bevorzuge Männer, behandele Frauen abschätzig und biete weiblichen Mitarbeitern so gut wie keine Aufstiegsmöglichkeiten.

Nun haben sich weitere Betroffene zu Wort gemeldet. Wie das Tech-Nachrichtenportal Engadget berichtet, schließen sich acht weitere Opfer Majos Klage an. Diese haben in der Vergangenheit für Sony gearbeitet oder sind derzeit immer noch im Unternehmen angestellt.

Systemischer Sexismus

Marie Harrington, eine der Klägerinnen, war 17 Jahre für das Unternehmen tätig und bekleidete später auch eine Führungsposition als Programmdirektorin.

"Als ich Sony den Rücken kehrte, erklärte ich gegenüber der Personalabteilung […], dass mich systemischer Sexismus gegenüber Frauen dazu veranlasst hat, das Unternehmen zu verlassen", erklärte Harrington in einem Statement vor Gericht. Gleichzeitig warf sie der Chefin der Personalabteilung vor, nichts gegen die vorliegenden Probleme unternommen zu haben, obwohl sie von der Schwere der Anschuldigungen wusste.

Frauen seien bei Beförderungen konsequent übergangen und vom männlichen Führungspersonal nicht als mögliche "High Performer" angesehen worden. In einer Bewerbungsrunde auf eine offene Führungsposition aus dem April 2019 seien unter 70 Kandidaten nur vier Frauen gewesen, von denen auch nur zwei als "High Performer" eingestuft wurden – im Gegensatz zu den männlichen Kandidaten, die alle diese Einstufung erhielten.

"Bei zwei der Kandidatinnen sprachen die Manager hauptsächlich darüber, dass sie Familien hätten", klagt Harrington weiter. "Bei keinem der Männer stand die Familiensituation zur Debatte."

Keine Aufstiegschancen für Frauen

Die weiteren Klägerinnen sprechen in ihren Statements von ähnlichen Erfahrungen bei Sony. Das größte Problem sei gewesen, dass man als Frau nicht für Beförderungen in Frage gekommen sei und dadurch keine Chance bestanden habe, beruflich voranzukommen oder aufzusteigen.

Dies sei auf eine Machokultur innerhalb der männlich dominierten Konzernführung zurückzuführen. Die Anwälte der Klägerinnen nahmen auch Bezug auf den Umgang männlicher Kollegen mit weiblichen Angestellten. So soll es häufig zu abfälligen Kommentaren gegenüber Frauen gekommen sein, bei denen ihnen geraten worden sei, "doch lieber reich zu heiraten", als im Unternehmen aufsteigen zu wollen.

Sony hat sich bisher nicht zu den neuen Entwicklungen geäußert. Noch bevor sich die acht Frauen der Klage angeschlossen haben, beantragte das Unternehmen im Februar eine Klageabweisung, da es die Vorwürfe für ungerechtfertigt hielt. Eine Anhörung und Entscheidung diesbezüglich soll noch im April stattfinden.

Verwendete Quellen
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