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Microsoft Windows Defender warnt vor CCleaner – "unerwünschte Anwendung"


"Unerwünschte Anwendung"
Windows Defender warnt vor beliebtem Tool CCleaner

Von t-online, avr

Aktualisiert am 31.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Rechner mit der Aufschrift Windows 10 (Symbolbild): Microsoft stuft bestimmte Installationsprogramme des CCleaner als "Potentiell unerwünschte Software" ein.Vergrößern des BildesEin Rechner mit der Aufschrift Windows 10 (Symbolbild): Microsoft stuft bestimmte Installationsprogramme des CCleaner als "Potentiell unerwünschte Software" ein. (Quelle: Robert Günther/dpa-tmn)
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Der CCleaner gilt als beliebtes Optimierungstool bei Windows-Nutzern. Microsoft rät jedoch von der Nutzung des Programms ab. Nun warnt auch der Windows Defender Anwender vor dem Tool.

Wer das Windows-Tool CCleaner installieren möchte, kann aktuell eine Warnung erhalten. Denn der Windows Defender stuft bestimmte Installationsversionen des CCleaners als "potenziell unerwünschte Applikation" (PUA) ein. Das berichtet Microsoft auf seiner Website.

Betroffen sind laut Microsoft kostenlose Installationsprogramme und 14-Tage-Testversionen von CCleaner, die mit "gebündelten Anwendungen ausgeliefert werden – einschließlich Anwendungen, die nicht von CCleaner benötigt oder vom Hersteller Piriform produziert werden". Damit ist Software gemeint, die während der Installation zusätzlich auf dem Rechner installiert wird. Im Falle des CCleaners sind das beispielsweise das Antivirenprogramm von Avast oder Google Chrome. Die Bezahlversion des CCleaners wird nicht als PUA eingestuft.

Microsoft nennt "Negative Benutzererfahrung"

Microsoft führt in seiner Erklärung fort, dass die gebündelten Anwendungen an sich "legitim" sind. Aber: "Die Bündelung von Software, insbesondere von Produkten anderer Anbieter, kann zu unerwarteten Software-Aktivitäten führen, die sich negativ auf die Benutzererfahrung auswirken können. Um Windows-Nutzer zu schützen, erkennt Microsoft Defender Antivirus CCleaner-Installationsprogramme, die dieses Verhalten zeigen, als potenziell unerwünschte Anwendungen (PUA)."

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Microsoft weist auch darauf hin, dass die "CCleaner-Installationsprogramme zwar eine Opt-Out-Option bieten", jedoch könne diese von Nutzern übersehen werden.

CCleaner-Hersteller Piriform hatte dem Fachportal "Bleepingcomputer" zuvor gesagt, dass es hinter der Warnung einen Fehler vermute: "Wir haben diese Klassifizierung am Dienstag entdeckt, nachdem unsere Kunden über Schwierigkeiten bei der Installation von CCleaner mit Windows Defender berichtet hatten", so ein Sprecher zu "Bleepingcomputer". "Wir glauben, dass die Einstufung Falsch-Positiv" ist."

Probleme mit CCleaner

Der CCleaner erschien 2003 und ist ein sogenanntes Optimierungstool für Windows. Es kann unter anderem nach Fehlern in der Registrierungsdatenbank suchen und Dateireste löschen. Laut eigenen Angaben wurde das Programm bisher mehr als zwei Milliarden Mal heruntergeladen.

2017 wurde CCleaner-Hersteller Piriform vom Antivirenhersteller Avast übernommen. Das Programm geriet danach in die Kritik, da es immer mehr Nutzerdaten sammele und mit Drittanbietern teile. Auch meldeten Nutzer im September 2018, dass der CCleaner automatisch Updates installierte, obwohl sie die Funktion deaktiviert hatten.

Microsoft selbst riet immer wieder von Programmen wie dem CCleaner ab. Im April 2018 schrieb das Unternehmen auf seiner Website, dass durch die Manipulation der Registrierungsdatenbank "ernste Schäden entstehen können". 2019 blockierte Microsoft zudem für kurze Zeit Links zum CCleaner von seinem Community-Forum.

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