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So schön sah die Apokalypse noch nie aus

Von Alexander Roth-Grigori

02.07.2022Lesedauer: 5 Min.
Die zerstörte Golden Gate Bridge wird von Pflanzen überwuchert.
Die zerstörte Golden Gate Bridge wird von Pflanzen überwuchert. (Quelle: Sony)
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So schön kann der Weltuntergang sein: In "Horizon: Forbidden West" streift man durch überwucherte Ruinen und verlassene Städte. Und ist ständig auf der Flucht vor Robo-Dinosauriern.

Mit der Roboter-Dino-Saga "Horizon: Zero Dawn" gelang dem niederländischen Entwicklerstudio Guerilla Games und Sony im Jahr 2017 ein Clou: Nicht nur von Kritikern wurde das Action-Adventure, das exklusiv für die Playstation 4 erschienen ist, überschwänglich aufgenommen und mit Bestnoten versehen. Auch die Spieler waren begeistert und bescherten den Entwicklern mit über 20 Millionen verkauften Einheiten einen ungeahnten Geldsegen.

Dass Zero Dawn nur wenige Tage später von Nintendos "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" für die Switch in jeglicher Hinsicht in den Schatten gestellt werden würde, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner wissen. Das Nintendo-Spiel verkaufte sich nicht nur deutlich besser, sondern gilt unter Kritikern und Fans auch als eines der besten Spiele aller Zeiten.

Dass sich fünf Jahre später genau das gleiche Szenario bei dem Nachfolger "Horizon: Forbidden West" abspielen würde, muss man als sehr unglücklichen Zufall bezeichnen. Denn erneut veröffentlicht Guerilla Games ein sehr gutes Spiel, das von der Presse und den Spielern gelobt wird. Doch der Veröffentlichungszeitpunkt könnte nicht ungünstiger gewählt sein.

Die Vergangenheit wiederholt sich

Nur eine Woche später erscheint das seit Jahren heißersehnte "Elden Ring" des japanischen Entwicklers FromSoftware. Von Kritikern als Spiel des Jahrzehnts oder gar Jahrhunderts bezeichnet und mit herausragenden Verkaufszahlen versehen, versinkt Forbidden West gänzlich in den Lobeshymnen und Erfolgsmeldungen von Elden Ring.

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Nicht ganz unberechtigt, denn FromSoftware hat mit seinem Magnum Opus definitiv eines der besten Videospiele aller Zeiten abgeliefert, ein pittoreskes Meisterwerk, wie mein Kollege Steve Haak beschreibt.

Dennoch hat Forbidden West das Schattendasein nicht verdient, denn in diesem wunderschönen Action-Adventure, das im von Robotern dominierten dystopischen Westen der USA spielt, steckt auch eine kleine Meisterleistung. Und genau deshalb sollten all diejenigen, die "Elden Ring" bereits durchgespielt haben oder etwas Ablenkung aus dem mittelalterlichen Setting suchen, Forbidden West eine Chance geben – es lohnt sich!

Wie alles begann

Zuerst ein kurzer Rückblick: Im ersten Teil aus dem Jahr 2017 begleitet der Spieler die junge Aloy durch ein verwüstetes Amerika, genauer gesagt Gebiete in Colorado und dem südwestlichen Utah. Roboter dominieren die Landschaft, Städte sind zerstört, ganze Landstriche verwüstet und Menschen gibt es nur vereinzelt oder in den wenigen größeren Siedlungen. Die Menschen leben in steinzeitlicher "Jäger-und-Sammler"-Manier und die Dörfer erinnern eher an primitives Stammesleben als an technologisierte Gesellschaft.

Es gibt auch feindselige Stämme, die sich der Protagonistin entgegenstellen.
Es gibt auch feindselige Stämme, die sich der Protagonistin entgegenstellen. (Quelle: Sony)

Und das in einer Welt, in der es verfallene Fabrikanlagen, versteckte Militärbunker und zumindest die architektonischen Überbleibsel einer modernen Zivilisation gibt. Im Verlauf des – für damalige Verhältnisse unverschämt gut aussehenden – Spiels erfährt der Spieler dann Stück für Stück, was mit der Menschheit geschehen ist, warum Maschinen sich an die Spitze der Nahrungskette gesetzt haben und weshalb die Roboter wie mechanische Varianten bekannter Tierarten daherkommen.

Wie der Vorgänger - nur mehr davon

In Forbidden West streift Aloy nun – wie der Name bereits vermuten lässt – durch den "Wilden Westen" der USA und stößt in die Ausläufer Kaliforniens, Nevadas und Utahs vor. Die riesige, zu erkundende Spielwelt ist dabei offen gehalten und sehr abwechslungsreich.

Dazu muss man auch sagen: Das Spiel sieht immer noch unfassbar gut aus – für einen Referenztitel, der die Technik der Playstation 5 demonstrieren soll und etwas abgespeckt auch auf der Playstation 4 läuft, war das aber auch zu erwarten.

Die unterschiedlichen Klimazonen und "Habitate" der Robobestien sind auch extrem gut gelungen – dicht bewachsener Dschungel, sonnige Küstenregionen, staubtrockene Wüstenabschnitte und ein paar verschneite Berghänge. Alles fließt wunderbar ineinander und die dort vorgefundenen Gegner fügen sich harmonisch in die Landschaft ein.

Eine gewaltige Roboterschlange versperrt Aloy den Weg.
Eine gewaltige Roboterschlange versperrt Aloy den Weg. (Quelle: Sony)

Insgesamt haben die Entwickler das bereits sehr gute Grundgerüst des ersten Teils genommen und ein paar Verbesserungen eingebaut. Die ganz großen Neuerungen lässt der Titel aber vermissen, sei es bei der Story oder dem Gameplay. Aber wie heißt es so schön: "Never change a running system" – warum etwas ändern, wenn es bereits gut funktioniert.

Neu hinzugekommen sind zwei Aspekte, die sich so gut in das Gesamtbild einfügen, dass man sich wundert, warum sie nicht schon im ersten Teil enthalten waren: das Gleiten und das Schwimmen. Also neue Fortbewegungsmöglichkeiten. Dabei ist vor allem das Gleiten mehr als nur praktisch: Tiefe Stürze werden durch den Gleitschirm nicht nur abgemildert, man erreicht auch neue Orte wie Abhänge oder Plateaus, die ansonsten unzugänglich gewesen wären.

Roboterbestien machen auch den Himmel unsicher.
Roboterbestien machen auch den Himmel unsicher. (Quelle: Sony)

Neu mit dabei ist auch das Schwimmen und Tauchen: Mit der Atemmaske sind uns keine Grenzen gesetzt, was die Erkundung der diversen Unterwasserwelt angeht – so lässt sich ohne Zeitdruck die faszinierende Flora und (mechanische) Fauna unter der Wasseroberfläche bestaunen und auch so manches versunkene Geheimnis entdecken.

Aloy auf Tauchgang: Die Atemmaske erlaubt unbegrenzte Tauchausflüge.
Aloy auf Tauchgang: Die Atemmaske erlaubt unbegrenzte Tauchausflüge. (Quelle: Sony)

Gekämpft wird in der wunderschönen Unterwasserlandschaft jedoch nicht. Feindkontakt vermeiden ist hier die Devise. Schafft man es nicht, sich rechtzeitig vor den Augen der Gegner zu verstecken, muss man die Flucht ergreifen, sonst droht der unweigerliche Bildschirmtod.

Die Mystik des ersten Teils ist verflogen

Forbidden West gehört zu den ziemlich weitläufigen und ausufernden Rollenspielen – möchte man den Großteil der Welt erkunden und spielt neben der Hauptgeschichte auch noch die ein oder andere Nebenmission, ist man gut 40 bis 50 Stunden beschäftigt. Will man jedes Geheimnis aufdecken, verdoppelt sich die Spielzeit.

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Ohne zu viel verraten zu wollen, sei gesagt, dass die Hauptgeschichte auch dieses Mal durchaus packend inszeniert wurde. Wer direkt in Forbidden West einsteigt, ohne Zero Dawn gespielt zu haben, sollte aber dringend eine Zusammenfassung der Geschichte von Teil 1 lesen. Besser noch ist es aber, den Erstling doch zu spielen. Denn dieser ist immer noch ein grandioses virtuelles Abenteuer. Ohne das Hintergrundwissen aus dem ersten Teil werden die vielen verflochtenen Zusammenhänge, Charaktere und Geschehnisse Neueinsteiger komplett verwirren und überfordern.

Warum die Maschinenwesen gegen die verbliebene Menschheit kämpfen, wurde in Horizon: Zero Dawn thematisiert.
Warum die Maschinenwesen gegen die verbliebene Menschheit kämpfen, wurde in Horizon: Zero Dawn thematisiert. (Quelle: Sony)

Insgesamt erreicht Forbidden West aber nicht die erzählerischen Höhepunkte des Erstlings, auch deshalb, weil das Setting nicht mehr so unverbraucht ist wie noch bei Teil eins. Dennoch glänzt der Nachfolger mit einigen sehr emotionalen und packenden Geschichten und Wendungen, die einen auch im späteren Spielverlauf durchaus noch überraschen können.

Fazit: Es lohnt sich

Zusammenfassend: Gameplay top. Spielwelt fantastisch. Geschichte größtenteils spannend. Charaktere sympathisch. Robo-Dinosaurier beeindruckend. Heldenreise emotional und packend. Alles also irgendwie richtig gut. Wie kann es dann aber sein, dass Elden Ring alle Blicke auf sich gezogen hat und Forbidden West im Fahrwasser des japanischen Konkurrenten innerhalb eines Wimpernschlags komplett versunken ist? Über die Gründe könnte man sicher wissenschaftliche Abhandlungen verfassen, aber kurz und knapp:

Weil Elden Ring mehr in den Bann zieht. Weil es mysteriöser ist. Weil es größer ist. Weil es Urängste weckt und dennoch den Spieler mit offenem Mund zurücklässt und ein ums andere Mal belohnt. Das japanische Machwerk vermittelt eine Epik, von der Forbidden West weit entfernt ist – auch wenn das Spiel an sich kaum Wünsche offen lässt.

Aber: Forbidden West ist das auch – in seinem Kosmos. Und es ist definitiv großartig genug, um gespielt zu werden. Vor allem dann, wenn einen das knüppelschwere Elden Ring ausgezehrt und man genug von mittelalterlichen Burgruinen, uralten Katakomben, Drachen und Zauberern hat. Bleibt zu hoffen, dass Guerilla Games und Sony bei Horizon Teil 3 ein glücklicheres Händchen für den Veröffentlichungszeitpunkt haben – denn die Spielereihe hat ihren Erfolg definitiv verdient, nicht zuletzt auch weil man merkt, dass die Entwickler mit Herzblut bei der Sache sind.

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