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Heimkino: Sonys neuer Kurzdistanzprojektor wirft riesiges Bild aus extrem kurzer Distanz

Heimkino  

Sonys neuer Kurzdistanzprojektor beamt riesiges Bild in 4K

06.02.2014, 15:19 Uhr | Andreas Lerg

Heimkino: Sonys neuer Kurzdistanzprojektor wirft riesiges Bild aus extrem kurzer Distanz. Sony 4K Ultra Short Throw Projector  (Quelle: Hersteller)

Aus nur 17 Zentimetern Distanz zur Wand soll der Sony 4K Ultra Short Throw Projector eine Bilddiagonale von bis zu 3,7 Metern an die Wand werfen. (Quelle: Hersteller)

Sony hat für den Sommer einen Beamer angekündigt, der aus nur 17 Zentimetern Distanz ein Bild mit bis zu 3,7 Meter Diagonale an die Wand wirft. Der bisher noch namenlose Projektor soll dabei 4K-Auflösung bieten und sieht wie ein schickes Designermöbel aus. Einzig der Preis trübt die Vorfreude, denn er ist mit bis zu 30.000 Euro garantiert nichts für Schnäppchenjäger.

Neue Technologien sollen dafür sorgen, dass kein Beamer mehr mitten im Raum steht oder unter der Zimmerdecke hängt. Zukünftige Projektoren rücken dank komplexer Projektionssysteme ganz dicht an die Wand heran, auf der das Bild erscheinen soll.

Anfang Januar zeigte Sony erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den "4K Ultra Short Throw Projector". Das lässt sich mit "4K Ultrakurzdistanz-Projektor" übersetzen, womit der Beamer recht gut beschrieben ist. Das Gerät steht wie eine schicke flache Kommode oder eine Soundbar direkt vor der Wand, auf die das Bild geworfen wird.

Laserdioden als Lichtquelle

Laserdioden mit einer Lichtstärke von 2000 ANSI-Lumen dienen als Lichtquelle, und ein spezielles Objektivsystem soll aus nur 17 Zentimetern Distanz ein Bild mit einer Diagonale zwischen 1,7 und 3,7 Metern projizieren. Das Bild hat eine Auflösung von 4096 × 2160 Pixeln. Der Betrachter kann damit dichter vor der Wand sitzen, ohne das einzelne Pixel sichtbar werden.

In der schicken, flachen Kommode steckt aber nicht nur der Hightech-Projektor. Links und rechts sind Lautsprecher eingebaut, ganz außen sind zwei flache Fächer unter einem Deckel integriert. Damit der Käufer nicht seine Wand in reinem Weiß anstreichen muss, soll eine automatische Farbkalibrierung das Bild an die Wandfarbe anpassen.

Zudem soll der Projektor auch 3D-Bilder darstellen, die dann mit einer aktiven 3D-Shutter-Brille betrachtet werden können. Die Brille muss trotz des stolzen Preises des Beamers als Zubehör erworben werden. Ist der Projektor nicht in Betrieb, verschwindet das Objektiv unter einem weißen Deckel.

Kurzstrecke ist ein teurer Spaß

Ab Sommer will Sony seinen 4K Ultra Short Throw Projector verkaufen. Der Preis steht derzeit ebenso wenig fest wie der endgültige Produktname, doch Sony peilt einen Preis zwischen umgerechnet 22.000 und 30.000 Euro an.

Wer ein etwas begrenzteres Budget hat, nicht mehr warten will und auf die 4K-Auflösung verzichten kann, bekommt schon heute bei LG einen Kurzdistanzprojektor. Der hört auf den Namen Hector, bietet ebenfalls 2000 ANSI-Lumen Leuchtkraft und wirft aus 55 Zentimetern Abstand ein Bild mit einer Diagonale von 2,54 Metern an die Wand. Zu dem Beamer gehört ein spezielles "Laser-Display", das die Funktion einer Leinwand übernimmt. Für dieses Paket muss der Käufer 6000 Euro investieren.

Branche sucht neue Verdienstmöglichkeiten

Dass nicht nur Sony mit solchen Innovationen aufwartet, liegt auch daran, dass mit normalen Flachbildfernsehern kaum noch Geld zu verdienen ist. Der Preiskampf lässt die Margen schrumpfen. Außerdem kauft niemand in kurzen Abständen neue Fernseher. Wer unlängst einen modernen Full-HD-Fernseher mit 3D und allem drum und dran erstanden hat, der fällt als Kunde für etliche Jahre aus.

Daher bringen viele Hersteller derzeit UHD-Fernseher auf den Markt, um mit dieser neuen hochauflösenden Technik eine neue Nachfrage zu schaffen. Zudem sollen neue Display-Technologien wie OLED oder gebogene Mattscheiben das Rennen um die Käufergunst machen.

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