Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Laserprojektor statt Riesenfernseher?

  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

03.09.2020Lesedauer: 4 Min.
The Premiere: Samsung zeigt auf der IFA einen Kurzdistanz-Projektor
The Premiere: Samsung zeigt auf der IFA einen Kurzdistanz-Projektor (Quelle: Samsung)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Seit je her gilt die Heimelektronikmesse IFA auch Mekka der TV-Neuheiten. In diesem Jahr waren die Hersteller mit AnkĂŒndigungen zurĂŒckhaltend – doch zwei wichtige Marken haben spannende GerĂ€te-Trends gezeigt.

Die Corona-Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff, viele Branchen machten in der ersten JahreshĂ€lfte herbe Verluste. Der TV-Markt scheint hier eine der wenigen Ausnahmen zu sein: Laut den Zahlen des HEMIX-Reports vom Marktforschungsinstitut GfK und dem Bundesverband Technik des Einzelhandels, hat der TV-GerĂ€te-Markt im ersten Halbjahr 2020 sogar zugelegt. Mit1,75 Milliarden Euro lag der Umsatz etwa 3,6 Prozent ĂŒber dem des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der verkauften GerĂ€te stieg sogar um knappt fĂŒnf Prozent auf 3,14 Millionen.


Diese GerÀte sind in der letzten Dekade ausgestorben

Die ersten Videorekorder fĂŒr Privatanwender kamen Anfang der Sechzigerjahre auf den Markt. Gegen Ende der Neunzigerjahre wurden dann DVD-Spieler populĂ€rer, die Videorekorder langsam verdrĂ€ngten. Dennoch hielten sich die GerĂ€te bis 2016. Erst dann verkĂŒndete Funai Denki, der letzte Hersteller von Videorekordern, die Produktion einzustellen.
Die ersten Disketten wurden 1969 von IBM verkauft, andere Hersteller folgten bald. Je nach GrĂ¶ĂŸe passten auf eine Diskette wenige Kilobyte bis mehrere Megabyte. Als letztes Unternehmen produzierte Sony die "wabbeligen Scheiben" noch bis 2011.
+6

Das Interesse an neuen TV-GerĂ€ten ist bei vielen Deutschen also stĂ€rker als noch vor der Pandemie. Damit dĂŒrften sie mit Spannung auf die Neuheiten der diesjĂ€hrigen IFA schauen. Anders, als in den vergangenen Jahren, hielten sich die Hersteller zum Start der Messe mit der PrĂ€sentation ihrer Neuheiten aber zurĂŒck. Mit Samsung und Philips haben immerhin aber bereits zwei Branchen-Schwergewichte ihre interessantesten Neuentwicklungen gezeigt:

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Real-Star Kroos bricht TV-Interview ab
Toni Kroos: Hat mit Real Madrid seinen fĂŒnften Champions-League-Titel gewonnen.


Samsung setzt in diesem Jahr auf das Kino-Erlebnis

Branchenprimus Samsung hat diesmal keine neuen Display-Sensationen im Angebot – dafĂŒr, ganz untypisch, einen Laser-Projektor:

"The Premiere" heißt der neue Laser-Kurzdistanz-Projektor. Das GerĂ€t soll, wie der Name schon andeutet, ein Kino-Erlebnis fĂŒr Zuhause bieten. Als Kurzdistanz-Projektor mit drei Laser-Lichtquellen muss "The Premiere" in nur elf Zentimetern Entfernung zur Wand aufgestellt werden, um ein Bild in 4K-Auflösung mit 100 Zoll Durchmesser zu erzeugen – das sind rund zweieinhalb Meter. Das TopgerĂ€t LSP9T erlaubt eine BildgrĂ¶ĂŸe von bis zu 130 Zoll, der kleinere LSP7T von maximal 120 Zoll. Außerdem sei es der weltweit erste Projektor, der den HDR10+-Standard unterstĂŒtzt – also einen besonders hohen Kontrastumfang darstellen kann. Die versprochene Helligkeit von 2800 ANSI Lumen ist fĂŒr die Technologie gut – fĂŒr helle RĂ€ume ist der Projektor damit aber nicht geeignet.

Im lĂ€nglichen ProjektorgehĂ€use verbaut ist außerdem ein Tieftöner sowie weitere Lautsprecher, die mit bis zu 40 Watt Leistung fĂŒr virtuellen Surround-Sound sorgen sollen. Wann und zu welchem Preis die neuen Projektoren auf den Markt kommen werden, verriet Samsung noch nicht – auf ein SchnĂ€ppchen sollten Interessenten aber er nicht hoffen.

Samsung bringt Luxus-Fernseher "fĂŒr draußen"

Immerhin einen besonderen Fernseher hat Samsung anlĂ€sslich der diesjĂ€hrigen IFA aber dennoch vorgestellt: "The Terrace". Hier ist der Name Programm, denn der 4K-Fernseher mit Bilddiagonalen von 55, 65 und 75 Zoll ist fĂŒr die Aufstellung im Außenbereich – etwa auf einer Terrasse – gedacht. Damit man nicht nur am spĂ€teren Abend etwas auf dem Bildschirm erkennen kann, soll das GerĂ€t eine beeindruckende durchschnittliche Helligkeit von 2000, in der Spitze sogar 3000 Nits zeigen. Zum Vergleich: Ein typisches Notebook-Display, das man hin und wieder auch im freien benutzt, hat typischerweise eine Helligkeit von 300 bis 400 Nits, selbst die fĂŒr ihre hellen Displays oft gelobten MacBook Pros zeigen Inhalte mit nur 500 Nits.

"The Terrace" von Samsung ist sogar gegen Spritzwasser geschĂŒtzt
"The Terrace" von Samsung ist sogar gegen Spritzwasser geschĂŒtzt (Quelle: Samsung)

DarĂŒber hinaus ist "The Terrace" gegen seitliches Spritzwasser sowie Pollenflug und Tau geschĂŒtzt, fĂŒr den entsprechend lauten Sound sorgt eine zusĂ€tzlich erhĂ€ltliche "The Terrace Soundbar" mit 210 Watt Leistung (999 Euro). Wer die letzten schönen Tage des Sommers nutzen will, kann "The Terrace" ab sofort fĂŒr rund 4000 Euro (55 Zoll) kaufen. Die grĂ¶ĂŸeren GerĂ€te kosten 4499 Euro ( 65 Zoll) sowie 6499 Euro fĂŒr die 75-Zoll-Variante.

Philips verbessert das Bild mit KI

Nicht auf GrĂ¶ĂŸe sondern auf GĂŒte setzt man beim neuen Top-TV-GerĂ€t von Philips: Der OLED+935 . Das GerĂ€t ist in den sehr wohnzimmertauglichen Formaten 48, 55 und 65 Zoll erhĂ€ltlich, zu Preisen zwischen 2300 und 3700 Euro. Eine bekannte StĂ€rke der Philips-GerĂ€te ist die aufwendige digitale Bearbeitung der TV-Bilder: Beim Topmodell kommt erstmals ein Chip fĂŒr KI-Berechnungen zum Einsatz, der die BildqualitĂ€t weiter verbessern soll. Außerdem könne damit ein bekanntes Problem von OLED-TVs gelöst werden: Leuchten bestimmte Pixel ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum dauerhaft hell – etwa Logos von TV-Sendern – kann dies zu Einbrenneffekten fĂŒhren. Dann bleibt etwa ein Logo dauerhaft als Schatten sichtbar.

Philips TV taucht den Raum dank Ambilight in die zum Bild passenden Farben
Philips TV taucht den Raum dank Ambilight in die zum Bild passenden Farben (Quelle: Philips)

Der neue KI-Chip ĂŒberwacht deshalb 32.400 Zonen des Fernsehbilds, um statische Inhalte zu erkennen und bei Bedarf die Helligkeit dort punktgenau zu dimmen. Erneut wurden die integrierten Lautsprecher gemeinsam mit dem britischen Hifi-Spezialisten Bowers & Wilkins entwickelt, sodass eine separate TV-Soundbar ĂŒberflĂŒssig wird. Ambilight – die farblich an das Fernsehbild angepasste Beleuchtung der Umgebung des TVs – ist natĂŒrlich ebenfalls dabei.

Weitere Artikel


TCL startet Verkauf von riesigem 8K-Fernseher

Der chinesische Hersteller TCL hat fĂŒr die IFA bislang zwar keine neuen Top-GerĂ€te vorgestellt, dafĂŒr aber den Verkaufsstart seines Flaggschiff-GerĂ€ts verkĂŒndet: Der bereits im Mai erstmals prĂ€sentierte X91, ein QLED-Fernseher mit 75-Zoll Bilddiagonale und 8K-Auflösung, kommt nun fĂŒr 5999 Euro in den Handel. Ein stattlicher Preis, der angesichts von GrĂ¶ĂŸe und Ausstattung aber dennoch vertretbar ausfĂ€llt – auch wenn im Vorfeld ein deutlich niedrigerer Preis vermutet worden war. 8K-Auflösung bedeutet, dass das GerĂ€t 7680 mal 4320 Bildpunkte anzeigt – viermal so viele wie beim derzeitigen Premium-Standard 4K und sogar 16-mal so viele Bildpunkte wie bei einem Full-HD-Fernseher. Bislang gibt es keine Inhalte, die solch eine hohe Auflösung bieten, weshalb die derzeit wenigen verfĂŒgbaren 8K-TV-Modelle Bildsignale allesamt kĂŒnstlich auf die hohe Auflösung hochrechnen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
MekkaSamsung

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website