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Schonfrist für Huawei: USA verschieben Sanktionen um weitere drei Monate

Schonfrist für Huawei  

USA verschieben Sanktionen um weitere drei Monate

19.08.2019, 14:59 Uhr | rtr, dpa

Schonfrist für Huawei: USA verschieben Sanktionen um weitere drei Monate. Das Bild zeigt das Huawei-Logo: Das US-Handelsministerium verlängert die Übergangsfrist für US-Firmen angesichts der drohenden Sanktionen gegenüber chinesischen Firmen wie Huawei.  (Quelle: Reuters/Aly Song)

Das Bild zeigt das Huawei-Logo: Das US-Handelsministerium verlängert die Übergangsfrist für US-Firmen angesichts der drohenden Sanktionen gegenüber chinesischen Firmen wie Huawei. (Quelle: Aly Song/Reuters)

Die Krise beim chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei ist vorerst abgewendet: Das Unternehmen darf weiterhin mit US-Firmen Geschäfte machen. Für Smartphone-Nutzer sind das gute Nachrichten. 

Die US-Regierung hat die Erlaubnis für bestimmte Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Produzenten Huawei verlängert. Die Ausnahmegenehmigungen für Google und andere Firmen seien weitere 90 Tage gültig, erklärte Handelsminister Wilbur Ross am Montag im Gespräch mit dem Nachrichtensender Fox Business.

Dabei geht es vor allem um die Versorgung bereits ausgelieferter Smartphones sowie den Betrieb von Mobilfunk-Netzwerken mit Huawei-Technik. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die mit dem Betriebssystem Android operierenden Telefone bis November weiterhin in vollem Umfang mit Updates und Apps versorgen kann. Außerdem darf Huawei somit weiter Zulieferprodukte von US-Unternehmen kaufen, um bereits bestehenden Kunden zu bedienen. Die Verlängerung der Genehmigungen soll Betroffenen Firmen Zeit geben, nach Alternativen zu suchen.

Ross erklärte, gleichzeitig würden 46 weitere Tochterunternehmen des Huawei-Konzerns auf die Liste der Unternehmen gesetzt, mit denen US-Firmen nur unter strengen Auflagen Geschäfte machen dürften.

Präsident Donald Trump geht im Handelsstreit mit China auch gegen den Netzwerkausrüster vor. Er fürchtet, dass Huawei-Technik der chinesischen Regierung zur Spionage dienen könnte. Beweise dafür wurden bislang nicht öffentlich gemacht. Huawei weist die Vorwürfe zurück. Der Fall hat auch die Gespräche im Handelsstreit belastet, in dem sich die USA und China seit Monaten mit Zöllen und Gegenzöllen überziehen.



Huawei ist ein führender Ausrüster von Mobilfunk-Netzen unter anderem in Europa und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa

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