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iPhone 12 Pro Max und mini im Test: Kleiner Unterschied, große Wirkung

iPhone 12 Pro Max und mini im Test  

Kleiner Unterschied, große Wirkung

Von Jan Mölleken

17.11.2020, 16:56 Uhr
iPhone 12 Pro Max und mini im Test: Kleiner Unterschied, große Wirkung. iPhone 12 Pro Max, 12 Pro und mini: Das "Max" und das "mini" im Test (Quelle: Jan Mölleken)

iPhone 12 Pro Max, 12 Pro und mini: Das "Max" und das "mini" im Test (Quelle: Jan Mölleken)

Mit mehreren Wochen Verzögerung hat Apple nun das größte und das kleinste Modell seiner iPhone-12-Reihe auf den Markt gebracht. Sind die beiden vielleicht sogar die besseren iPhones? Wir haben sie getestet.

Das Jahr 2020 war in jeglicher Hinsicht ein besonderes für iPhones: Noch nie hat Apple so viele Smartphonevarianten – nämlich vier – gleichzeitig vorgestellt und noch nie hat sich deren Präsentation und Verkauf über einen so langen Zeitraum hingezogen. Denn vorgestellt wurden am 13. Oktober neben dem iPhone 12 und dem iPhone 12 Pro auch noch ein iPhone 12 Pro Max und ein iPhone 12 mini.

Doch während die beiden erstgenannten Modelle bereits seit über drei Wochen erhältlich sind (hier lesen Sie unseren Testbericht zu den Geräten), gibt es iPhone 12 Pro Max und iPhone 12 Mini erst seit vergangenem Freitag zu kaufen. Hat sich das Warten gelohnt? Und für wen ist das kleinste, für wen das größte der iPhones geeignet? Wir haben die beiden Modelle getestet:

iPhone 12 mini – fantastisch klein

Spätestens, wenn man das neue iPhone 12 mini (ab 778,85 Euro) in die Hand nimmt, werden bei langjährigen iPhone-Nutzern Erinnerungen wach: Das neue Gerät fühlt sich an, wie das ikonische iPhone 4. Von seinen Abmessungen her entspricht es allerdings eher dem etwas länglicheren iPhone 5, auf dem auch das erste iPhone SE basiert. Kurz gesagt: Dieses Smartphone ist klein – und das macht beim Bedienen auf Anhieb Spaß.

Äußerlich gleicht es dem iPhone 12 bis ins Detail – und nur wenn man ein normalgroßes iPhone 12 daneben legt, bemerkt man überhaupt den Unterschied. Tatsächlich sind die Geräte auch technisch nahezu identisch, weshalb das positive Urteil aus unserem Test des iPhone 12 auch fast komplett auf das iPhone 12 mini übertragen werden kann. Dass die Auflösung mit dem Display leicht geschrumpft ist, spielt nur auf dem Datenblatt eine Rolle. Im Alltag war das irrelevant.

Wichtig, wenn nicht sogar ausschlaggebend, ist dagegen die Größe – und der einzigen echten Nachteil, den diese beachtliche Schrumpfleistung mit sich bringt: ein kleinerer Akku.

Geniale Größe, aber kleiner Akku

Die Größe ist genial: Dieses Smartphone passt in die Hosentasche, es passt in die Gesäßtasche und es lässt sich mühelos mit einer durchschnittlich großen Hand bedienen. Und das alles, ohne dass Kompromisse bei Kamera, Leistung oder 5G-Fähigkeit gemacht werden müssten. Ein vergleichbar leistungsfähiges Smartphone wird man in dieser Größe sonst nirgendwo finden. Dabei ist das Display mit einer Diagonale von 5,4 Zoll trotzdem noch größer als etwa beim iPhone 8 (4,7 Zoll), sogar fast so groß, wie beim iPhone 8 Plus (5,5 Zoll).

Fürs viele Nutzer dürfte das "mini" das beste iPhone seit langer Zeit sein. Allerdings kommt dieses charmant-kompakte Kraftpaket auch mit einem nicht ganz unwichtigen Nachteil gegenüber allen anderen iPhone-12-Modellen daher: Es hat im Vergleich den kleinsten Akku. Mit etwa 2.226 Milliamperestunden (mAh) ist die Kapazität der Batterie deutlich geringer als etwa die 2.815 mAh des Akkus im iPhone 12. Allerdings scheint Apple für das "mini" ein paar Energiespartipps im Ärmel zu haben, denn bei der alltäglichen Nutzung fiel der Unterschied zum "großen" iPhone 12 nicht deutlich aus. Ein Durchschnittsnutzer kommt mit einer Akkuladung des iPhone 12 mini vermutlich recht gut durch den Tag. Wer in der Vergangenheit stets schon Probleme mit der Akkulaufzeit gehabt hat, sollte diesen Punkt aber besonders bedenken. Allerdings ist der Sprung vom "mini" zum normalen iPhone 12 unserer Erfahrung nach in Sachen Laufzeit geringer, als man vom nominellen Kapazitätswert erwarten würde.

iPhone Pro Max – das iPhone der Extreme

Das iPhone 12 Pro Max ist in Vielem das Gegenteil vom iPhone 12 mini. Ist das "mini" das günstigste iPhone, muss für das Pro Max (ab 1.217,50 Euro) am meisten bezahlt werden. Dafür ist es buchstäblich auch das größte Gerät: Mit seinem 6,7-Zoll-Display ist es noch einmal größer als sein Vorgänger iPhone 11 Pro Max (6,5 Zoll), aufgrund seiner eckigeren Form fühlt es sich überdies noch massiver in der Hand an.

Das iPhone Pro Max hat seinem kleineren Gegenstück iPhone 12 Pro (6,1-Zoll-Display, ab 1.120 Euro) aber neben der Größe – und tatsächlich auch einem größeren Akku mit einer Kapazität von 3.687 mAh – auch die beste Kamera der ganzen Reihe voraus.

Der am einfachsten zu erkennende Unterschied ist der leicht erweiterte optische Zoombereich: Statt eines zweifachen optischen Zooms wie das iPhone 12 Pro, bietet das "Max" erstmals einen 2,5-fachen optischen Zoom. Das klingt nach wenig, macht aber einen sichtbaren Unterschied. Auch wenn Apple damit längst nicht an dem fünffachen Zoom mancher Android-Konkurrenten aufschließt, ist das ein sehr erfreuliches Upgrade.

Die zweite große Änderung betrifft den Hauptsensor: Der ist hier deutlich größer und soll 87 Prozent mehr Licht einfangen als der des Vorjahresgeräts. Überdies wird bei der optischen Bildstabilisierung (OIS) nicht die Linse, sondern der Sensor selbst bewegt. Apple nennt das Sensor Shift. Bis zu 5.000 Positionsanpassungen pro Sekunde soll das ermöglichen – da der Sensor viel leichter ist als das Objektiv, dürfte die Aussteuerung effektiver sein.

Bessere Fotos bei Dunkelheit

Das Ergebnis dieser Verbesserungen sieht man allerdings nur bei Dämmerlicht oder Dunkelheit. Fotos von gut ausgeleuchteten Szenen sehen auf iPhone 12 mini, 12, 12 Pro und iPhone 12 Pro Max quasi identisch aus. Bei Dunkelheit kann das "Max" seine Stärken hingegen voll ausspielen. Wenn das iPhone 12 Pro unter bestimmten Bedingungen den Nightmode aktiviert und der Nutzer das Smartphone zwei oder drei Sekunden stillhalten muss, kommt das "Max" mitunter mit einer Sekunde aus, oder muss gar nicht erst den Nightmode aktivieren. Gerade wenn Bewegung im Motiv ist, macht das einen großen Unterschied.

Gleichzeitig zeigen die Bilder des großen iPhones deutlich weniger Rauschen und Bildartefakte. Der Unterschied wird aber erst unter einer gewissen Helligkeitsschwelle sichtbar, oft muss es schon ziemlich dunkel sein, damit das "Max" seine Vorteile ausspielen kann.

Gleiches gilt für Videos. Die sehen auf dem iPhone 12 generell exzellent aus – aber bei schlechtem Licht oder bei Aufnahmen mit hoher Bildwiederholungsrate, wie etwa Zeitlupenvideos, sind die Unterschiede klar ersichtlich.

Fazit: Das Warten hat sich gelohnt

Mit dem "mini" und dem "Max" hat Apple das sehr gute iPhone 12 noch einmal in zwei Richtungen hin verbessert. Das iPhone 12 mini ist das kompakteste zeitgemäße Top-Smartphone, das man derzeit kaufen kann – und nicht wenige Kunden dürften genau darauf gewartet haben. Dass es noch dazu auch rund 100 Euro billiger ist als das iPhone 12, spricht noch mehr für das kleine Gerät. Damit könnte es vielleicht sogar für den ein oder anderen Android-Nutzer interessant sein, der sich nicht mit den riesigen Smartphones der heutigen Zeit abfinden möchte.

Das iPhone 12 Pro Max ist dagegen das Gerät für den Heavy User: Der Akku hält spürbar länger, als bei den restlichen Geräten und die Kamera ist sichtbar besser – zumindest unter den richtigen Voraussetzungen. Hier ist vor allem die Frage, ob man sich mit der beeindruckenden Größe des Geräts im Alltag abfinden kann: Denn dieses iPhone ist groß. Sollte das Format kein Problem sein, dürfte es für viele Anwender die bessere Alternative zum kleineren iPhone 12 Pro sein: Der Akku hat erheblich mehr Reserven. Die stärkere Zoom-Optik ist in jedem Fall ein Vorteil, der größere Sensor zumindest bei vielen Videoaufnahmen sowie bei Fotos unter schlechtem Licht klar besser. Das ist den Aufpreis von knapp 100 Euro wert.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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