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Shure Aonic 40 im Test: Klasse Kopfhörer für alle Lebenslagen

Shure Aonic 40 im Kurztest  

Klasse Kopfhörer für alle Lebenslagen

Von Jan Mölleken

09.01.2022, 09:54 Uhr
Shure Aonic 40 im Test: Klasse Kopfhörer für alle Lebenslagen.  (Quelle: Shure)

Der Shure Aonic 40: Portabler Noise-Canceling-Kopfhörer im mittleren Preissegment (Quelle: Shure)

Noise-Canceling-Kopfhörer gibt es mittlerweile etliche: Doch wenn sie Lärm gut unterdrücken und überdies toll klingen sollen, sind sie oft teuer. Der neue Shure Aonic 40 will hier eine günstigere Alternative für den Alltag sein. Wir haben ihn getestet.

Noch vor wenigen Jahren war Geräuschunterdrückung bei Bluetooth-Kopfhörern eine seltene Funktion, die sich die Hersteller der wenigen verfügbaren Modelle gut bezahlen ließen. Mittlerweile ist Noise-Canceling (NC) bereits in der Mittelklasse fast zum Standard geworden.

Allerdings machen längst nicht alle Kopfhörer einen gleich guten Job – zudem leidet zum Teil die Audioqualität unter der Funktion. Der US-Hersteller Shure ist seit Jahrzehnten für Mikrofone und In-Ear-Monitoring bei Musikern und Bühnenprofis bekannt. Seit einiger Zeit baut das Unternehmen aber auch Kopfhörer für normale Verbraucher.

2020 hatte Shure seinen ersten "großen" Overear-Kopfhörer vorgestellt. Der hatte uns im Test mit fantastisch aufgelösten Klang (vor allem im Bereich der Höhen und der Stimme), toller Verarbeitung und einem insgesamt gut funktionierenden NC begeistert. Der Preis von rund 400 Euro war allerdings zum Start happig, allerdings hat Shure diesen mittlerweile auf 300 Euro Listenpreis gesenkt.

Der zur CES 2022 vorgestellte Aonic 40 ist nun der kleine Bruder – und mit einem Listenpreis von 250 Euro deutlich günstiger. Im Test schlug er sich dennoch sehr gut und macht einige Dinge sogar besser als das teurere Modell.

Verbeitung und Funktionen

Der Shure Aonic 40 ist in schwarz und weiß erhältlich und sieht mit seinen klaren, geschwungenen Linien ziemlich elegant aus. Gefertigt ist er aus hochwertigem Kunststoff, die Verarbeitung ist gut, auch über den Tragekomfort konnten wir uns im Test nicht beschweren. Die Hörer lassen sich zudem recht kompakt zusammenfalten, eine gute Transportbox wird mitgeliefert.

Lautstärke, Wiedergabe und NC-Modi können direkt über kleine Knöpfe am Kopfhörer gesteuert werden. Geladen werden die Kopfhörer über USB-C. Darüber lassen sich die Kopfhörer übrigens auch direkt mit dem Computer verbinden, sodass sie direkt als Audioausgang genutzt werden. Alternativ liegt aber auch ein Audiokabel bei, um sich mit beliebigen Audioquellen zu verbinden. Zudem werden alle Codecs unterstützt, die sich Audiofans wünschen: aptX, aptX HD, AAC, SBC und mehr.

Die Geräuschunterdrückung kann man in drei Intensitätsstufen regeln oder ausschalten. Zusätzlich gibt es noch einen hervorragenden Transparenzmodus, mit dem man seine Umgebungsgeräusche gut ortbar wahrnimmt, ohne dass es deshalb laut rauschen würde.

Nutzung und Klang

Guter Klang. das kann Shure. Das beweist auch der Aonic 40 erneut. Insgesamt klingen er recht ausgewogen und tendenziell warm, löst Höhen und Mitten gut auf, bieten aber auch das warme Kissen der oberen Basse und den nötigen Punch bei den unteren Bässen.

Der parametrische Equalizer in der Shure-App (Quelle: Jan Mölleken)Der parametrische Equalizer in der Shure-App

So machen die Hörer schon in der Grundeinstellung eigentlich in allen Musikgenres Spaß und bieten ein sehr gutes Klangbild für die Preisklasse. Wirklich ausgesprochen gut ist in diesem Zusammenhang außerdem der parametrische Vierband-Equalizer der zugehörigen App, mit dem sich die vorhanden Klangpresets (Bassverstärkung, Bassabsenkung, Vocal Boost, De-Esser usw.) noch von Hand anpassen lassen. Alternativ kann man auch komplett eigene Presets erstellen und abspeichern. Hier merkt man den professionellen Background von Shure deutlich.

Die Geräuschunterdrückung ist sehr gut – erfreulicherweise fügt sie auch in der maximalen Einstellung nur ein minimal hörbares Rauschen hinzu. In diesem Punkt schneiden viele Konkurrenzprodukte deutlich schlechter ab – übrigens auch der teurere Aonic 50.

Wirklich ausgezeichnet ist auch der Transparenz-Modus: Dezent aber akkurat werden die Außengeräusche hier ins Kopfhörersignal gemischt. Das hört sich sehr natürlich an, auch hier gibt es kein nennenswertes Rauschen. Für den Alltag ein echter Gewinn.

Die Akkulaufzeit liegt mit rund 25 Stunden im gehobenen Mittelfeld. Das können andere besser – einige schneiden aber auch schlechter ab.

Fazit: Überzeugendes Gesamtpaket

Die Zeiten, in denen man teils deutlich über 300 Euro für ein gutes Paar NC-Bluetooth-Kopfhörer ausgeben musste, sind endgültig vorbei. Mit dem Aonic 40 liefert Shure hier ein starkes Gesamtpaket für den Alltag ab. Der Listenpreis von 250 Euro dürfte sich im Handel vermutlich auch bald schon eher in Richtung 200 Euro bewegen. Spätestens dann sind die Kopfhörer ein echter Preistipp.

Aktuell kommt der größte Konkurrent aber aus dem eigenen Haus: Der Aonic 50 ist derzeit ebenfalls für rund 250 Euro zu bekommen – und ist in einigen Punkten klar das bessere Produkt. So ist er dank Leder und Aluminium hochwertiger verarbeitet und gerade im Bereich der Höhen und Mitten für diesen Preis vom Sound her herausragend. 

Noise-Canceling und Transparenzmodus fallen jedoch hinter den kleinen Bruder zurück, auch lässt sich der Aoinic 50 nicht wirklich zusammenfalten und ist mit deutlich unter 20 Stunden Akkulaufzeit auch nicht gerade ein Langstreckenläufer. Wer also eher einen Hifi-Kopfhörer für Zuhause sucht, bekommt mit dem Aonic 50 für derzeit rund 250 Euro ausgezeichneten Sound – wer die Kopfhörer im Alltag immer dabei haben will, fährt mit dem ebenfalls sehr guten Aonic 40 vermutlich besser.

Verwendete Quellen:
  • Eigener Test

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