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So stellen Sie Ihren Monitor richtig ein

dpa-tmn, Tobias Hanraths

14.03.2017Lesedauer: 3 Min.
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Monitore sind oft falsch eingestellt. Dabei lässt sich das Bild leicht optimieren. (Quelle: Symbolbild/imago-images-bilder)
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Aufbauen, einschalten, loslegen? Ganz so einfach ist es beim PC-Monitor leider nicht. Oft ist er zu dunkel oder zu hell, zeigt zu wenig Kontrast oder falsche Farben. Das kann im schlimmsten Fall den Schlaf rauben. Wir zeigen, wie Sie

Helligkeit und Schärfe - ist klar. Auch mit dem Begriff Kontrast können die meisten PC-Nutzer etwas anfangen. Doch wer tiefer in die Einstellungen seines Computermonitors einsteigt, versteht spätestens beim Stichwort "Farbtemperatur" nur noch Bahnhof. Aber das Herumspielen an den Reglern lohnt sich. Denn das Ergebnis ist ein besseres Bild und vielleicht sogar besserer Schlaf.

Einfach Einstellungen ändern

Um die verschiedenen Einstellungen zu ändern, hat jeder Monitor sein eigenes Menü, aufgerufen über Funktionstasten oder -rädchen am Gehäuse. Wie das Menü genau funktioniert und was sich dort alles ändern lässt, ist von Modell zu Modell verschieden. Fast immer stehen jedoch mehrere Modi für verschiedene Anwendungen zur Wahl - für die Arbeit und zum Surfen, für Spiele oder Bildbearbeitung.

"Für Laien ist das eigentlich die beste Adresse", sagt Leopold Holzapfel, vom Fachmagazin "Chip". Denn meistens halten die Modi auch, was sie versprechen, so der Testautor: "Die Hersteller haben sich dabei schon was gedacht." Wer mit den vorgefertigten Profilen nicht glücklich ist, kann einzelne Werte jederzeit ändern.

Windows bietet Hilfe an

Doch welcher Wert ist der richtige? Um das herauszufinden, hat Windows die Kalibrierhilfe DCCW an Bord, die unerfahrene Anwender Schritt für Schritt durch die richtigen Einstellungen führt. Alternativ gibt es im Internet zahlreiche Testbilder. Das "PC-Magazin" empfiehlt zum Beispiel Testseiten für Schwarz- und Weißpunkt auf der Webseite simpelfilter.de. Damit können auch Anfänger leicht überprüfen, ob Helligkeit und Kontrast an ihrem Monitor richtig eingestellt sind.

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Außerdem empfehlen die Experten, die Einstellungen für Farbtemperatur und Gamma-Wert zu überprüfen. Ein guter Startwert für die Farbtemperatur ist laut "PC-Magazin" 6500 Kelvin (K) - damit entspricht das Weiß auf dem Monitor etwa dem Tageslicht. Höhere Werte sorgen für kühlere Farben, eine niedrigere Farbtemperatur empfindet das menschliche Auge als wärmer. Der Gamma-Wert heißt auf manchen Monitoren auch "Gamma-Korrektur": Damit können Nutzer gegensteuern, wenn das Display Schatten oder Farben zu dunkel oder zu hell zeigt.

Profi-Tools ab 100 Euro

Um die richtige Darstellung von Rot, Blau und Gelb geht es auch bei der professionellen Kalibrierung. "Damit wird gewährleistet, dass die Farben am Monitor die gleichen sind, die nachher zum Beispiel beim Ausdruck von Bildern zu sehen sind", erklärt Leopold Holzapfel. Zum Einsatz kommt dabei ein so genanntes Colorimeter: Das Messgerät hängt direkt vor dem Display und prüft, welche Farben der Monitor zeigt. Selbst einfache Colorimeter inklusive Software kosten um die 100 Euro.

Doch diese Investition kann sich lohnen: Denn welche Farben der Monitor zeigt, kann Auswirkungen auf den Schlaf haben. Dazu gibt es Studien, etwa von Christian Cajochen, dem Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der Universität Basel. Seine Faustregel lautet: Je mehr blaues Licht ein Display abstrahlt, desto wacher bleibt der Nutzer - und desto schlechter ist der Schlaf, wenn man kurz vorher noch am PC hockt. Dagegen helfen Programme wie "f.lux", die das Monitorbild der Tageszeit anpassen: Morgens kühle Farben mit hohem Blauanteil, abends warmes Licht und wenig Blau.

Flimmern ist kein Thema mehr

Ein gut eingestellter Monitor kann die Gesundheit positiv beeinflussen - vor allem die der Augen. Wichtig ist zum Beispiel ein hoher Kontrastwert. Um augenunfreundliches Flimmern müssen sich Computernutzer heutzutage zum Glück keine Sorgen machen. "Das ist bei modernen Monitoren mit ihren hohen Wiederholraten kein Problem mehr", sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte.

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Trotzdem kann es aber passieren, dass die Augen nach langer Arbeit am PC schlapp machen. Schuld daran ist aber nicht unbedingt ein falsch eingestellter Monitor. "Der Grund ist häufig, dass wir am Computer zu konzentriert arbeiten und darüber das Blinzeln vergessen", erklärt Eckert. Bewusstes Blinzeln, feuchtigkeitsspendende Augentropfen und regelmäßige Pausen verhindern, dass es so weit kommt.

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