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Spam-Kampagne: So schützen Sie sich vor dem Banking-Trojaner Emotet

Bundesamt warnt  

So schützen Sie sich vor dem Banking-Trojaner "Emotet"

14.12.2018, 14:36 Uhr | dpa

Spam-Kampagne: So schützen Sie sich vor dem Banking-Trojaner Emotet. Telekom-Rechnung: Betrüger tarnen infizierte Mails als Rechnungen bekannter Unternehmen. Nutzer sollen dazu verleitet werden, den Anhang zu öffnen.  (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Telekom-Rechnung: Betrüger tarnen infizierte Mails als Rechnungen bekannter Unternehmen. Nutzer sollen dazu verleitet werden, den Anhang zu öffnen. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Von der Deutschen Telekom bis zur Berliner Tafel: Der Banking-Trojaner "Emotet" nutzt die Namen bekannter Unternehmen, um E-Mail-Postfächer und Computer zu infizieren. Deutsche Sicherheitsexperten erklären, warum die Spam- Welle so schwer zu stoppen ist und was Nutzer dagegen tun können. 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer großangelegten E-Mail-Spam-Kampagne, über die der Onlinebanking-Trojaner Emotet verbreitet wird.

Als wichtigste Schutzmaßnahme neben einem aktuellen Virenscanner sowie einem aktuellen Betriebssystem und aktuellen Programmen gilt: Auch und gerade bei vermeintlich bekannten Absendern Anhänge – insbesondere Office-Dokumente – nicht sofort öffnen und auf Links nicht klicken. Im Zweifel sollte man beim angeblichen Absender anrufen, um den Versand der E-Mail, ihren Inhalt und die Anhänge zu verifizieren.

Denn ist "Emotet" erst einmal auf den Rechner gelangt, spioniert die Schadsoftware nicht nur Online-Banking-Zugangsdaten aus und lädt Malware nach, mit der Kriminelle den ganzen Rechner kontrollieren und weitere Zugangsdaten abgreifen können. Emotet greift auch Kontaktinformationen, -beziehungen und Kommunikationsinhalte aus E-Mail-Programmen ab.

So kämen dann die authentisch wirkenden Spam-Mails zustande, erklärt das BSI weiter. Es handele sich um einen automatisierten "Social-Engineering-Angriff", der auch deshalb so erfolgreich sei, weil Spam-Mail-Empfänger vorgeblich von den Absendern Nachrichten erhielten, mit denen sie zuletzt in Kontakt standen.

Grundsätzlich rät das BSI Anwendern, regelmäßig alle Daten zu sichern, um einem Totalverlust durch einen Schädlingsbefall zu verhindern. Wer in Bezug auf Emotet besonders vorsichtig sein möchte oder muss, sollte auf dem Rechner ein gesondertes Benutzerkonto für E-Mails und zum Surfen einrichten, so die Behörde weiter.



Anwender, deren System von Emotet befallen worden ist, sollten dem BSI zufolge sofort ihr Umfeld über die Infektion informieren, denn E-Mail-Kontakte und speziell die letzten Konversationspartner sind besonders gefährdet. Zudem sollte man auf befallenen Rechnern – etwa in Browsern – gespeicherte Zugangsdaten ändern. Und schlussendlich empfiehlt das BSI, Rechner mit Emotet-Infektion ganz neu aufzusetzen und das Betriebssystem neu zu installieren, weil der Trojaner und nachgeladene Schadsoftware teils tiefgreifende und sicherheitsrelevante Änderungen am System vornehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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