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Vom 8K-TV bis zur Retro-Box: Das sind die Trends der Elektronikmesse IFA

Vom 8K-TV bis zur Retro-Box  

Das sind die Trends der Elektronikmesse IFA

05.09.2019, 17:37 Uhr | dpa

Vom 8K-TV bis zur Retro-Box: Das sind die Trends der Elektronikmesse IFA. Panasonics Prototyp ist ein Fernseher wie eine Vitrine, zumindest so lange er ausgeschaltet ist - dank transparentem OLED-Display.

Panasonics Prototyp ist ein Fernseher wie eine Vitrine, zumindest so lange er ausgeschaltet ist - dank transparentem OLED-Display. Foto: Panasonic/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Immer vielfältiger, immer vernetzter: Zum Filmeschauen, Musikhören oder Internetsurfen braucht es heute nicht mehr viele Geräte. So mancher setzt ohnehin fast nur noch aufs Smartphone.

Wie und womit man seine Unterhaltung organisiert, dazu liefert die ElektronikmesseIFA(Publikumstage: 6. bis 11. September) jede Menge Anregungen. Die Trends im Überblick:

Fernseher mit Smartphone-Seele

Neben neuen Modellen mit 4K-Auflösung (UHD) und Hochkontrastdarstellung (HDR) ist in Berlin schon die nächste TV-Generation mit 8K-Auflösung (7680 mal 4320 Pixel) zu sehen - das entspricht mehr als 33 Millionen Bildpunkten. LG zeigt etwa den 88 Zoll großen 8K-OLED-Fernseher 88Z9.

Zudem treiben die Hersteller die Konvergenz von Smartphone und Smart-TV voran. Immer mehr Fernseher kommen mit Android-TV als Betriebssystem und bieten damit jenseits der üblichen Streaming-Anwendungen eine riesige App-Auswahl. Philips' neue OLED-TV-Serien 934 und 984 mit Soundsystem von Bowers & Wilkins (ab 2700 Euro) laufen etwa ebenso mit Android TV wie die günstige UHD-Serie EP68 von TCL (ab 500 Euro).

Dem Umstand, dass Fernseher auch immer Teil der Einrichtung sind, trägt Panasonic mit einem Design-Prototypen Rechnung: Der OLED-TV ist ausgeschaltet transparent wie eine Glasscheibe und soll mit seinem Holzrahmen optisch an eine Vitrine erinnern.

Smartphones falten oder klappen?

Fernseher sind wichtig. Doch der steigende Stellenwert von Smartphones lässt sich an zweiZahlenablesen, die Bitkom Research und der Marktforscher IDC ermittelt haben: Während Verbraucher in diesem Jahr durchschnittlich 532 Euro für ein neues Smartphone ausgeben werden, fast 64 Euro mehr als 2018, liegt die Ausgabebereitschaft für einen neuen Fernseher mit im Schnitt 587 Euro nur noch unwesentlich höher - 2018 waren es noch 13 Euro mehr.

Auf der IFA wird auch die Geschichte der Foldables fortgeschrieben - jener Smartphones, deren Display sich zusammenfalten lässt. Die Knickfalte und die Mechanik dahinter haben sich bei Vorserienmodellen von Samsung (Galaxy Fold) und Huawei (Mate X) aber als anfällig erwiesen und mussten überarbeitet werden. Samsung zeigt das Ergebnis auf der Messe und will das Fold nun ab Mitte September verkaufen - mit 5G für 2100 Euro.

Mit dem Galaxy A90 5G hat Samsung auf der Messe ein weiteres neues 5G-fähiges Smartphone mit 6,7 Zoll großem AMOLED-Display vorgestellt (749 Euro). Und es gibt viele Handys mit besonderen Eigenschaften zu sehen, etwa robuste Outdoor-Telefone wie das Gigaset GX290 (300 Euro) oder das Gaming-Smartphone ROG Phone 2 von Asus (ab 900 Euro).

Kopfhörer-Strippen werden gekappt

True Wireless heißt derzeit die Erfolgsformel bei Kopf- oder besser gesagt Ohrhörern. Angesagt sind Bluetooth-Modelle, die gar keine Strippe mehr haben. Bei fast allen Modellen ist das Aufbewahrungsetui gleichzeitig eine Akku-Ladestation. Meist sind auch Freisprechfunktion und Sprachassistenten integriert. Darüber hinaus nehmen die Hersteller aber verschiedene Zielgruppen ins Visier.

Für Sportler hat JBL etwa die wasserdichten (IPX7) Reflect Flow (150 Euro) entwickelt, die dank kleiner Haken besonders fest im Ohr sitzen sollen und bei Bedarf - etwa im Straßenverkehr - mehr Geräusche aus der Umgebung durchlassen können. Naturverbunden gibt sich House of Marley mit den Ohrhörern Liberate Air (150 Euro), die außen mit Holz verblendet sind, während US-Boxenbauer Klipsch sein Modell T5 (200 Euro) in ein edles Ladedöschen aus Metall verpackt.

Auch WLAN-Lautsprecher sollen gut klingen

Musikstreaming ist ähnlich populär wie Videostreaming. Und am einfachsten streamt es sich mit WLAN-Lautsprechern, die direkt aufs Internet zugreifen. EinerBitkom-Umfragezufolge besitzt inzwischen jeder Vierte hierzulande einen solchen Lautsprecher. Das allerwichtigste Kaufkriterium ist dabei die Klangqualität.

Auf guten Sound und auf Design setzt etwa der britische Hersteller Pure mit der Wiederbelegung von Braun als Audio-Marke. Als erste Produkte zeigt er auf der IFA Neuinterpretationen des LE-Lautsprechers von 1959: den LE01 (380 Euro), den LE02 (800 Euro) und den LE03 (1200 Euro), die ab Oktober jeweils in Schwarz oder Weiß auf den Markt kommen. Als Zubehör sind Wandhalterungen und Bodenstative erhältlich.

Während Pure die Grundzüge des zeitlosen LE-Designs beibehalten hat, stecken im Alugehäuse nun digitale Verstärker- und moderne Netzwerktechnik. So sind die Lautsprecher Multiroom-fähig, lassen sich zu Stereo-Paaren zusammenschalten und per Sprache steuern (Google Assistant). Das Musikstreaming läuft über den Chromecast-Standard, die Klang-Feinabstimmung über eine App.

Es geht aber auch deutlich günstiger: JBL hat auf der Messe zum Beispiel den wasserdichten Smart-Speaker (Google Assistant) Link Portable vorgestellt, der mit ac-WLAN, Bluetooth, HD-Audiostreaming (Chromecast) und Airplay-2-Unterstützung 150 Euro kostet - Akku inklusive. Zum gleichen Preis bringt nun die Telekom ihren bereits auf der IFA 2018 angekündigten Smart Speaker auf den Markt.

E-Scooter rollen in die Messehallen

Urbane Räume werden regelrecht von ihnen geflutet: E-Roller, die nach Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung mit bis zu 20 km/h auf den Straßen unterwegs sein dürfen. Und so rollen nun auch Elektronik-Unternehmen mit E-Scooter in die Messehallen - etwa Trekstor mit der E-Gear-Serie (400 bis 700 Euro) mit bis zu 350 Watt starken Motoren und möglichen Zuladungen von bis zu 150 Kilogramm.

Aber auch E-Mobilitäts-Pioniere der ersten Stunde sind beim Roller-Trend dabei. Segway bringt etwa den Ninebot Max G30D (800 Euro) mit zur Messe. Den ab Oktober lieferbaren Scooter zeichnen unter anderem ein bereits eingebautes Schnelllade-Netzteil und eine Reichweite von bis zu 65 Kilometern aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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