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Ladenhüter Segway: Hersteller verkündet Aus

Produktion eingestellt  

Hersteller verkündet Aus für den Segway

25.06.2020, 09:50 Uhr | jnm, t-online.de

Segway stellt die Produktion ihres Personal Transporters ein

Diese Bilder könnten bald der Vergangenheit angehören. Denn der US-amerikanischer Hersteller Segway hat angekündigt, die Produktion ihres Personal Transporters ab Mitte Juli einzustellen. (Quelle: Reuters)

Ausgerollt: Diese Bilder gehören bald der Vergangenheit an, denn Segway stellt demnächst seine Produktion ein. (Quelle: Reuters)


Das Unternehmen Segway hat das Aus für sein gleichnamiges Gefährt angekündigt. Seit seiner Vorstellung vor rund 20 Jahren hatte sich das futuristische Vehikel nicht durchsetzen können.

Der Segway ist nun offiziell gescheitert. Weil sich das zweirädrige, selbstbalancierende Gefährt zu schlecht verkauft, will das gleichnamige Unternehmen die Produktion zum 15. Juli einstellen.

Dabei war der Segway bei seiner Vorstellung im Jahr 2001 großspurig angetreten, um den Personenverkehr zu revolutionieren. Doch das gelang nicht. Stattdessen sieht man Segways heute im Alltag allenfalls in kleineren Stadtführungs-Rudeln durch Innenstädte rollen.

Der futuristische Roller blieb fast 20 Jahre lang Ladenhüter

Laut Informationen des Magazins Fast Company wurde der Segway in den vergangenen 19 Jahren nur 140.000 Mal verkauft – geplant waren Millionen. Einer der Gründe für den geringen Absatz sei ausgerechnet die hohe Qualität der Elektroroller, wie Segway-Chefin Judy Sai gegenüber Fast Company erklärte: "Was Kunden mir erzählen, die einen alten Segway fahren, ist: Er mag nicht mehr gut aussehen, weil er schon 12 Jahre auf der Straße ist und 100.000 Meilen gelaufen ist. Aber das Gerät selbst läuft sehr gut." Und wenn man versuche, diesen Kunden neue Segways zu verkaufen, sei die lange Haltbarkeit eben ein großes Problem.

Doch auch der vergleichsweise hohe Verkaufspreis von 5.000 US-Dollar dürfte Mitschuld am geringen Absatz tragen. Denn die Technologie selbst fand sich bald auch in vielen anderen – deutlich günstigeren – Fahrzeugkonzepten wieder – etwa den Hoverboards. Sie waren in den vergangenen Jahren vielerorts auf Straßen und Bürgersteigen zu sehen.

Die Firma Segway profitiert vom e-Scooter-Boom

Das Unternehmen Segway, das seit 2015 dem ehemaligen Konkurrenten Ninebot gehört, ist aber weiterhin im Bereich urbaner Elektromobilität aktiv, etwa mit E-Tretrollern. Laut Segway bediene man derzeit etwa 70 Prozent des weltweiten Miet-E-Scooter-Marktes, die ersten E-Tretroller von Lime oder Bird habe Segway geliefert.

Zudem sei auch das geistige Eigentum des Unternehmens noch kostbar: So halte Segway laut Fast Company über 1.000 Patente im Bereich selbstbalancierender Technologie, die für E-Scooter, Hoverboards und andere Gefährte relevant sind.

Den bislang mit im Segway-Bereich arbeitenden Mitarbeitern wird das hingegen kaum helfen. 21 von ihnen verlieren unmittelbar ihren Job, weitere 12 bleiben, um etwa den Service für bereits verkaufte Segways zu gewährleisten.

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