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Nest Hub: Google will Nutzer beim Schlaf per Radar beobachten


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Google will Nutzer im Schlaf beobachten

Von t-online, avr

16.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Der neue Google Nest Hub: Das Gerät soll Nutzern vor allem beim Schlafen helfen.
Der neue Google Nest Hub: Das Gerät soll Nutzern vor allem beim Schlafen helfen. (Quelle: Google)
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Der Nest Hub ist Googles vernetzter Lautsprecher mit Bildschirm. Mit dem Gerät sollten Nutzer ihr Smart Home steuern. Nun hat Google eine neue Version präsentiert, die Usern besonders bei einer anderen Sache helfen soll.

Google hat die zweite Generation seines Nest Hub vorgestellt. Das Gerät, das bis 2019 noch Google Home Hub hieß, ist ein vernetzter Lautsprecher mit Bildschirm und sollte vor allem als Schaltzentrale für das Smart Home dienen.

Bei der zweiten Generation des Nest Hub hat Google unter anderem an der Technik gefeilt. Und eine weitere Sache soll der Nest Hub nun können: Nutzern dabei helfen, besser zu schlafen.

Google will wissen, wie Sie vergangene Nacht geschlafen haben

Jedenfalls war das einer der Hauptpunkte, die Google bei der Pressekonferenz zum Gerät hervorhob. Ashton Udall, Senior Projekt Manager bei Google, erklärte dazu, dass viele Leute an Schlaf- oder Einschlafproblemen leiden und dafür auf Medikamente zurückgreifen. Gadgets zur Überwachung des Schlafes seien verpönt, da sie entweder unbequem seien oder die Nutzer vergessen, sie zu aktivieren.

Hier soll der neue Nest Hub mit seinem Schlafsensor einschreiten: Google stellt sich vor, dass Nutzer das Gerät beim Schlafen in ihrer Nähe aufstellen und sich überwachen lassen. Um das Verhalten seiner User zu analysieren, nutze Googles Nest Hub die Radartechnologie Soli, die auch im Smartphone Google Pixel 4 zum Einsatz kam. Zusammen mit Audioaufnahmen soll der neue Nest Hub Bewegungen von Nutzern im Schlaf besonders gut erfassen können. Dadurch lasse sich eine genaue Schlafdiagnose erstellen.

(Quelle: Google)

Google versichert, dass schlafrelevante Audio- und Soli-Daten auf dem Gerät gespeichert werden. Nur Schlafereignisse werden an die Google-Server gesendet, wo sie von einer "Google AI" verarbeitet werden. Die Daten sollen laut Google nicht für personalisierte Werbung verwendet werden.

Das System soll mit den Daten das Schlafverhalten des Nutzers verstehen, die vergangenen 14 Tage analysieren und Nutzern Berichte über ihr Schlafverhalten mit Tipps liefern. Nutzer können auf die Schlafdaten mit der Google Fit App zugreifen. Bis 2022 sollen die Analysen kostenlos sein. Wie es danach weitergeht, wollte Google noch nicht sagen.

Google feilt an der Technik

Daneben soll der neue Nest Hub als digitaler Bilderrahmen dienen. Das Gerät hat dafür einen 7-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel.

Dazu hat Google auch an anderen technischen Details seines Nest Hub gefeilt: So hat das Gerät im Vergleich zum Vorgänger nun drei Mikrofone statt zwei, was die Sprachsteuerung per Google Assistant vereinfachen soll. Wer will, kann die Mikrofone per Tastendruck ausschalten. Auch die Lautsprecher sollen verbessert worden sein und 50 Prozent mehr Bass liefern. Das war vor allem ein Kritikpunkt beim Nest Hub von 2019. Die Kamera lässt sich hinter einer mechanischen Blende verstecken – ein Feature für Nutzer, die sich ansonsten beobachtet fühlen.

Auch habe Google laut Projektmanager Udall das Design und die Benutzeroberfläche des Geräts bearbeitet. Das sollen Nutzer vor allem nachts merken: Da passe sich der Bildschirm des Geräts an die Lichtverhältnisse der Umgebung an und dimme sich automatisch. Nutzer sollen so leichter einschlafen können. In den Morgenstunden werde der Bildschirm schrittweise heller. Wer weiterschlafen will, könne per Handbewegung die Schlummerfunktion aktivieren.

Der neue Google Nest Hub erscheint am 30. März für knapp 100 Euro in den Farben "Kreide" und "Carbon". Nutzer können das Gerät ab heute vorbestellen.

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Verwendete Quellen
  • Pressekonferenz von Google
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