Sie sind hier: Home > Digital >

Tencent schickt Minderjährige per Gesichtserkennung ins Bett

Wenn sie zu lange spielen  

Tencent schickt Minderjährige per Gesichtserkennung ins Bett

08.07.2021, 11:59 Uhr | AFP

Tencent schickt Minderjährige per Gesichtserkennung ins Bett. Ein Kind am Smartphone (Symbolbild): Die Firma Tencent will Minderjährige Aus Spielen rauswerfen, wenn sie zu spät noch eingeloggt sind.  (Quelle: imago images/Andrey Popov)

Ein Kind am Smartphone (Symbolbild): Die Firma Tencent will Minderjährige Aus Spielen rauswerfen, wenn sie zu spät noch eingeloggt sind. (Quelle: Andrey Popov/imago images)

Kinder, die zu lange spielen, sollen in Zukunft automatisch aus Videospielen rausgeworfen werden – jedenfalls in China. Der Tech-Riese Tencent will das per Gesichtserkennung durchsetzen.

Der chinesische Tech-Gigant Tencent will Kinder, die heimlich nach Mitternacht noch Computer spielen wollen, nun per Gesichtserkennung entlarven und ins Bett schicken. Alle Spieler, die nachts eingeloggt sind, werden seit dieser Woche einer Gesichtskontrolle unterzogen, wie Tencent mitteilte. "Kinder, legt Eure Handys weg und geht schlafen", schrieb das Unternehmen in Online-Netzwerken.

In China dürfen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zwischen 22.00 und 8.00 Uhr keine Online-Spiele spielen. Damit sollen die Folgen exzessiven Computer-Spielens von der Verschlechterung der Sehkraft bis hin zu Spielsucht eingedämmt werden. Viele junge Spieler umgingen das Verbot aber, indem sie Accounts von Erwachsenen nutzten.

Gesichtserkennungstest wird Pflicht

Um erfinderische Regelbrecher zu stoppen, macht Tencent außerdem einen Gesichtserkennungstest zur Pflicht, wenn Sicherheitseinstellungen bei Konten für Online-Spiele geändert werden. Schließlich sei es vorgekommen, dass Kinder "das Handy ihrer Eltern gestohlen" hätten, um die Einstellungen für ihre Zwecke zu verändern.

Die neuen Regeln gelten zunächst für rund 60 Online-Spiele. Dazu zählt auch das Kampfspiel "Honor of Kings", das täglich von mehr als 100 Millionen Menschen gespielt wird.

Das wachsende Interesse an Online-Spielen stellt die chinesischen Behörden vor große Herausforderungen. Seit 2018 wurde eine Reihe neuer Regeln eingeführt, darunter schärfere Restriktionen für die Darstellung von Gewalt sowie eine Obergrenze für die jährlichen Zulassungen neuer Games.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: