Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Rapper Smudo verteidigt die Luca-App

Von dpa
Aktualisiert am 11.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Rapper Smudo hat die von ihm mitentwickelte Luca-App gegen Kritik in Schutz genommen.
Rapper Smudo hat die von ihm mitentwickelte Luca-App gegen Kritik in Schutz genommen. (Quelle: Axel Heimken/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin (dpa) - Der Rapper Smudo hat die Luca-App zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie gegen VorwĂŒrfe von Netzpolitikern der GrĂŒnen und der FDP verteidigt.

FĂŒr deren Aufruf, die App zu deinstallieren, habe er kein VerstĂ€ndnis, sagte der KĂŒnstler am Dienstag der "Bild". "Ich halte es fĂŒr verantwortungslos, dass ein Aufruf von ein bis zwei mir bisher nicht bekannter Politiker dazu fĂŒhren könnte, dass mitten in der pandemischen Lage Menschen die Luca-App löschen."

Smudo hat die App mitentwickelt, um seiner Band und anderen KĂŒnstlern in der Corona-Pandemie wieder Auftritte zu ermöglichen. Der SĂ€nger ist an der Betreibergesellschaft der Luca-App wirtschaftlich beteiligt.

Keine Daten zur Strafverfolgung

Die Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Die Anwendung ist seit Monaten Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse. Zuletzt entzĂŒndete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz. Dort hatte die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei der Suche nach Zeugen eines tödlichen Sturzes in einer GaststĂ€tte auf Daten aus der Luca-App zurĂŒckgegriffen. Danach hatten einzelne Politiker öffentlich dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen, und die BundeslĂ€nder aufgefordert, auslaufende VertrĂ€ge mit dem Anbieter nicht zu verlĂ€ngern.

Das Vorgehen der Behörden in Mainz war von den Luca-Machern selbst kritisiert worden. Nach dem Infektionsschutzgesetz dĂŒrften aus dem System keine Daten zum Zwecke der Zeugensuche oder Strafverfolgung abgerufen werden, erklĂ€rte die Betreibergesellschaft Culture4life. "Das Handeln von Polizei sowie von Gesundheitsamt war nicht durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt, was die Behörden auch eingerĂ€umt haben."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Ich hÀtte meinen Abschied gerne anders erzÀhlt"
"Tatort: Das MĂ€dchen, das allein nach Haus' geht": Schluss mit Nina Rubin im Berliner ARD-Krimi, Hauptdarstellerin Meret Becker zieht von dannen.


Smudo sagte nun der "Bild", die Luca-App helfe gegenwÀrtig jeden Tag effektiv, Infektionsketten zu unterbrechen. "Falls sich ein Bundesland dagegen entscheidet, rechtfertigt das nicht einen deutschlandweiten Aufruf. Das ist schlichtweg verantwortungslos. Wer im Steilhang hÀngt, wirft doch kein Seil weg."

Spekulationen ĂŒber PlĂ€ne zum Verkauf der Luca-App dementierte Smudo in dem Interview energisch. "Derlei GerĂŒchte lasse ich fĂŒr gewöhnlich unkommentiert. Aber hier möchte ich sagen: Wir wollen Luca persönlich an die Herausforderungen der Pandemie anpassen. Wir haben allein in den letzten Wochen mit "2G-plus" und Luca Connect zwei Updates gemacht, die GesundheitsĂ€mter und Betreiber ein ganzes StĂŒck weiterbringen. Diesen Innovationsweg wollen wir weitergehen."

Der digitalpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Maximilian Funke-Kaiser, bekrĂ€ftigte am Dienstag seine Kritik an der Luca-App. "Die vergangenen Meldungen ĂŒber SicherheitslĂŒcken, die Art der Speicherung sensibler Daten ohne wirksame Absicherung sowie unzufriedene GesundheitsĂ€mter und der Fall in Rheinland-Pfalz wecken zu Recht Zweifel an der Luca-App und dem Umgang mit angesprochenen Sicherheitsbedenken." Klar sei, alle Akteure und vor allem die Behörden mĂŒssten sich den aufkommenden Fragen stellen und ihrerseits die Konsequenzen tragen. "Nur ein offener Umgang damit ist verantwortungsvoll."

Der Gesundheitsschutz und die einfache RĂŒckverfolgung von Kontakten sei enorm wichtig, erklĂ€rte Funke-Kaiser. Nichtsdestotrotz dĂŒrfte der Datenschutz weder von Unternehmen noch von staatlichen Institutionen unbeachtet bleiben. "DafĂŒr steht auch die Corona-Warn-App bereit. Die Luca-App kann nichts, was sie nicht besser kann."

In der Corona-Warn-App werden Risikosituationen anonymisiert ausgewertet, ohne dass die von den meisten Infektionsschutzverordnungen der LÀnder vorgeschriebene Erfassung von persönlichen Kontaktdaten stattfindet.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken
FDPPolizei

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website