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Noten durchs Netz: Musizieren auf Distanz

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Neben seinem Instrument braucht man nur einen Rechner mit Webcam und eine stabile Internetverbindung - und los geht's mit dem Lernen oder Musizieren auf Distanz.
Neben seinem Instrument braucht man nur einen Rechner mit Webcam und eine stabile Internetverbindung - und los geht's mit dem Lernen oder Musizieren auf Distanz. (Quelle: Uwe Umst├Ątter/Westend61/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Viel Zeit zu Hause: Seit Beginn der Pandemie ist das die neue Normalit├Ąt. Leider. Hobby-Musizierende stellt das vor neue Herausforderungen, er├Âffnet aber auch Chancen. Musizieren auf Distanz ist das neue Ding, mit Online-Unterricht, Lernvideos oder auch auf Online-Plattformen.

"Ich habe seit ├╝ber zehn Jahren einen Sch├╝ler, der in der Schweiz lebt, dem ich noch nie real begegnet bin", berichtet Konstantin Gutmann, Gr├╝nder einer Online-Musikschule. Durch die Pandemie seien deutlich mehr Sch├╝ler auf diese Art des Lernens aufmerksam geworden.

F├╝r den Instrumenten-Unterricht auf Distanz ben├Âtigt man lediglich einen Rechner mit Webcam und eine stabile Internetverbindung via LAN-Kabel. Per Videokonferenz-Software findet dann der w├Âchentliche Unterricht statt. Wichtig sei dabei die richtige Platzierung der Kamera beziehungsweise der Lernenden zur Kamera hin, sagt Gutmann.

Zusammen musizieren ist schwerer

Theoretisch funktioniert Online-Unterricht mit allen Instrumenten. Laut Gutmann gibt es jedoch Instrumente, bei denen man etwas n├Ąher an die Webcam heran muss, damit die H├Ąnde am richtigen Platz und damit gut sichtbar sind. Ein gro├čer Nachteil ist die akustische Verz├Âgerung, die es praktisch unm├Âglich macht, gemeinsam zu spielen oder zu singen.

"Ich l├Âse das dadurch, dass ich viele Backtracks mache", sagt Gutmann. "Ich nehme viel auf und dann schicke ich es als mp3 zu meinen Sch├╝lern. Die k├Ânnen dann mit dieser Aufnahme von mir gemeinsam spielen."

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Der Musikwissenschaftler Matthias Krebs wiederum wei├č, dass in der Pandemie viele Musiker gute Erfahrungen mit den Plattformen Jamulus oder Sonobus gemacht haben. Dort kann man verz├Âgerungsarm ├╝ber Distanz zusammen musizieren, weil durch den Verzicht auf Video weniger Daten ausgetauscht werden m├╝ssen. "Zus├Ątzlich sind Jamulus und Co eben einfach auf Klang- und Sound├╝bertragung optimiert", sagt Krebs.

Lernen per YouTube-Tutorial

Seit dem Beginn der Pandemie haben sich neben Profis auch viele Musik-Laien aus der Not heraus mit digitalen Technologien auseinandergesetzt. F├╝r viele P├Ądagogen war es zudem ein Impuls, diese Ressourcen und Methoden weiter zu nutzen. So gab es vor der Pandemie relativ wenige Instrumentenlehrkr├Ąfte, die Erfahrung mit Online-Unterricht hatten.

Daneben gibt es auch die M├Âglichkeit, ein Instrument durch das Anschauen von YouTube-Videos zu erlernen. Das Spektrum unterschiedlicher Ans├Ątze ist gro├č. "YouTube-Tutorials sind eine interessante Methode, um ein Instrument zu erlernen", sagt Krebs, "da man ganz verschiedene Spieltechniken kennenlernen und sich inspirieren lassen kann, was ├╝ber den einen Gitarrenlehrer hinausgeht."

Er gibt jedoch zu bedenken, dass es vielen Sch├╝lern schwerfalle, den k├Ârperlichen Aspekt des Musizierens zu verstehen. Der eigene Musiklehrer k├Ânne darauf ganz anders eingehen. "Er kann Feedback zum Spiel des Lernenden geben und auch problembezogen Optionen vormachen, wie man Spielbewegungen besser ausf├╝hren kann."

Echte Lehrer sind immer besser

Auch wenn sich im Online-Bereich immer neue Lehrmethoden entwickeln, sei es nat├╝rlich etwas ganz anderes, wenn man sich pers├Ânlich beim Unterricht treffen k├Ânne, sagt auch Katrin Bock, P├Ądagogin und Programmleiterin des Lugert Musikverlags: "In Vermittlungsprozessen hilft es sehr, wenn der Lehrer eine direkte Reaktion vom Sch├╝ler sehen kann."

Insgesamt, so Bocks Erfahrung, h├Ątten Musik-Lehrer und -Lehrerinnen eine gro├če Bereitschaft, sich digital fortzubilden, um ihre Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen auch mit neuen digitalen Mitteln zu erreichen. Was die Motivation zum ├ťben betrifft, ist allerdings wohl eher ein realer Lehrer hilfreich, der beim Vorspielen direkt merkt, ob ge├╝bt wurde oder nicht.

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