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Mesh: So kontert Microsoft Zuckerbergs Idee vom Metaverse

Ignite 2021: Mesh für Teams  

So kontert Microsoft Facebooks Metaverse

03.11.2021, 12:13 Uhr | t-online, jnm

Mesh: So kontert Microsoft Zuckerbergs Idee vom Metaverse.  (Quelle: Microsoft)

Mesh für Microsoft Teams: Microsoft präsentiert auf seiner Entwicklerkonferenz einen eigenen Metaverse-Ansatz. (Quelle: Microsoft)

Gerade erst hat Facebook seine Pläne fürs Metaverse verkündet und das Unternehmen in Meta umbenannt – da stellt Microsoft auch schon einen eigenen Ansatz für die Zukunft des Netzes vor.

Erst vor wenigen Tagen präsentierte Facebook – jetzt Meta – seine ambitionierten Pläne für die Zukunft des Unternehmens und des Internets an sich: Ein allumspannendes Metaverse soll künftig die Nutzer in virtuellen Umgebungen direkt miteinander interagieren lassen. Zu sehen waren auch Avatare, also virtuelle Repräsentationen der Nutzer. Sogar Hologramme traten in der Präsentation auf.

Die spannendsten Ideen, die Mark Zuckerberg vorstellte, blieben noch vage und einige Jahre in der Zukunft verortet. Aber erste virtuelle Umgebungen, in denen man etwa miteinander arbeiten können soll, wurden schon konkreter gezeigt.

Microsoft steigt in den Wettbewerb ums Metaverse ein

Doch der eventuell entstehende Eindruck, dass Meta dieses Thema allein für sich vereinnahmen könnte, ist offenbar falsch. Das beweist Microsoft bereits wenige Tage nach der Meta-Präsentation – und zeigte auf seiner Entwicklerkonferenz Ignite sogar einen eigenen, ziemlich konkreten Gegenentwurf zu Metas ersten Plänen.

Wie klar sich Microsoft hier positioniert – und implizit auch kleine Seitenhiebe an den unklaren Meta-Ansatz austeilt – liest man direkt im zugehörigen Blog-Eintrag:

"Lasst uns damit beginnen, den Begriff (Metaverse) zu definieren, und nein, es ist nicht das Metaverse, das sich Neal Stephenson in seinem Roman "Snow Crash" 1992 ausgedacht hat. Stattdessen ist es eine persistente, digitale Welt, die mit vielen Aspekten der physischen Welt verbunden ist, inklusive Menschen, Orten und Dingen." 

Wenig später bringt Microsoft auch die Microsoft Cloud ins Spiel, als Grundlage für gleich mehrere Metaverses – "Es wird mehr als eines geben!". Microsoft, das ist klar, will Meta hier nicht das Feld überlassen und bringt direkt eine ziemlich konkrete Anwendung mit, die ein erster Schritt dorthin sein soll: Microsoft Mesh.

Microsoft Mesh: Unterhaltungen können auch in virtuelle Umgebungen verlagert werden. (Quelle: Microsoft)Microsoft Mesh: Unterhaltungen können auch in virtuelle Umgebungen verlagert werden. (Quelle: Microsoft)

Microsoft Mesh verlagert Meetings in die virtuelle Welt

Das ist im Prinzip eine Weiterentwicklung von Teams, durch die Meetings auch in den virtuellen Raum verlegt werden können. Nutzer mit VR-Headsets (man taucht komplett in die virtuelle Welt ein) oder AR-Headsets (virtuelle Elemente werden in die echte Welt hineinprojiziert) wie Microsofts HoloLens, sollen ihre Meetings dann in virtueller Umgebung durchführen können. Die Gesprächspartner erscheinen als Avatare.

Allerdings will Microsoft Nutzer ohne solche Geräte nicht von Meetings ausschließen – diese sehen die Avatare in einem Teams-Meeting klassisch in den Fenstern der Kachelansicht und können ebenfalls mit ihnen interagieren.

Das mag zunächst etwas weniger ambinioniert klingen als bei Facebook – dafür ist es ein konkreter Schritt, der bereits in wenigen Monaten genutzt werden können soll. Noch in der ersten Jahreshälfte 2022 werde man Mesh in Teams integrieren, versprach Microsoft.

Damit könnten erste Ideen des Metaverse bereits deutlich früher zu sehen sein, als Meta es ursprünglich geplant hat. Und das erhöht den Druck auf Zuckerbergs Unternehmen, ebenfalls zeitnah mit ersten Entwürfen auf den Markt zu gehen, um Microsoft das Feld nicht frühzeitig zu überlassen.

Zudem könnten sich bald noch weitere Konkurrenten ins Rennen um die Mitgestaltung der Idee und Ausführung eines Metaverse einmischen – potenzielle Anwärter gäbe es einige.

Vielleicht bildet das dann ja sogar die Grundlage dafür, dass die Konkurrenten tatsächlich anfangen, miteinander zu sprechen und eine gemeinsame Version dieses neuen Internets zu entwerfen. Das wäre auf jeden Fall im Sinne der Nutzer, die diese Welten künftig bevölkern sollen.

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