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Angst vor Wahlbeeinflussung: CDU-Politiker Ralph Brinkhaus fordert Gesetze gegen Social Bots


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CDU-Politiker fordert Gesetze gegen Social Bots

Von dpa-afx, t-online, str

17.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Ralph Brinkhaus: Der CDU-Fraktionsvorsitzende ist besorgt über die Verbreitung von Social Bots.
Ralph Brinkhaus: Der CDU-Fraktionsvorsitzende ist besorgt über die Verbreitung von Social Bots. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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Vor dem "Superwahljahr" 2019 fordert Unionsfraktionschef Brinkhaus mehr Transparenz und Kontrolle bei sogenannten Social Bots.

Vor den Wahlen im kommenden Jahr hat sich der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, besorgt gezeigt über Verzerrungen politischer Debatten über soziale Netzwerke. "Vor allem im Netz und in sozialen Medien wurde eine Welle von Unwahrheiten und Diffamierungen ausgelöst", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Diese Entwicklung greife den Kern der Demokratie an, die freie Meinungsbildung. "Es ist allerhöchste Zeit, hier aufzuwachen. 2019 ist in Deutschland ein Superwahljahr." Vier Landtagswahlen und die Wahl zum Europaparlament stehen 2019 an.

Brinkhaus regte an, die Einflussnahme sogenannter Social Bots deutlicher zu machen. Dabei ist bisher unklar, welche Rolle sie in der öffentlichen Debatte spielen und welche Effekte sich dadurch erzielen lassen. "Denkbar wäre, die Plattformbetreiber zu verpflichten, das Aufkommen an Nachrichten transparent zu machen, die von Social Bots stammen. Möglich wäre ferner eine Pflicht zur Kennzeichnung auch einzelner Nachrichten, die von Social Bots stammen."

In der Regel in sozialen Netzwerken unterwegs

Über Bots und insbesondere Social Bots wird seit Längerem diskutiert. Das Wort ist ein Bestandteil von "Roboter" oder englisch "robot". Ein Bot ist im Grunde ein Stück Software, das automatisiert eine Aufgabe erfüllt.

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Social Bots sind in der Regel in sozialen Netzen unterwegs. Die Software kann zum Beispiel darauf getrimmt sein, Posts bei Facebook oder Twitter zu liken oder weiterzuverbreiten. Das können von den Bot-Auftraggebern ausgesuchte Einträge sein – oder auch solche mit bestimmten Schlüsselworten. Manche nennen sie Meinungsroboter. Zudem kann Bot-Software den Eindruck einer Debatte erwecken, wenn von ihr gesteuerte Twitter- oder Facebook-Profile miteinander interagieren. Theoretisch kann man so bestimmte Themen in die Trend-Ranglisten zum Beispiel von Twitter bringen – dafür dürfte aber eine groß angelegte Kampagne mit Zehntausenden manipulierten Accounts notwendig sein.

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Ob und inwiefern sich öffentliche Debatten davon beeinflussen lassen, ist unter Experten umstritten. Viele gehen davon aus, dass der Freundes- und Familienkreis bei der persönlichen Meinungsbildung eine sehr viel wichtigere Rolle spielen.

Außerdem fehlt eine einheitliche Definition davon, was ein "Social Bot" ist. Häufig handelt es sich bei der scheinbar automatisierten Meinungsmache um konzertierte Aktionen von Aktivisten oder Interessengruppen, die sich gängiger Tools aus dem Social-Media-Marketing bedienen, um ihre Botschaft zu verbreiten.

Eine Studie der Firma "Botswatch", aus der die Zeitung "Die Welt" kürzlich zitierte, war aus diesem Grund bereits in die Kritik geraten. Der Bericht hatte den Schluss nahe gelegt, dass die Debatte um den Migrationspakt wesentlich durch automatisierte Twitter-Bots mitgeprägt worden sei. Zahlreiche Experten bezweifelten dies und forderten Botswatch auf, die Studienmethode offenzulegen.

Bots sollen gekennzeichnet werden

Nichtsdestotrotz zeigten sich auch Politiker von SPD und Grüne offen für den Vorschlag von CDU-Politiker Brinkhaus. "Wer Bots einsetzt, sollte gesetzlich verpflichtet werden, sie auch zu kennzeichnen, damit die Nutzer sozialer Netzwerke wissen, mit wem sie es zu tun haben", sagte der netzpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Jens Zimmermann, der "FAS". Bei Verstößen sprach er sich für "Mittel zur Sanktionierung" aus, etwa ein Bußgeld. Dies befürwortete auch Zimmermans Grünen-Kollegin Tabea Rößner: "Jeder hat das Recht zu wissen, ob er mit einem anderen Menschen oder einer Maschine kommuniziert." Außerdem müssten Netzwerke Bot-Accounts sperren, wenn die nicht gekennzeichnet seien.

Aus Furcht vor Störungen der Europawahl hatte Anfang Dezember die EU-Kommission angekündigt, den Kampf gegen Falschnachrichten und Propaganda im Internet zu verstärken. Dafür sollen die Mittel für eine bereits vorhandene Analysegruppe verdoppelt, die Maßnahmen der EU-Staaten besser gebündelt und die sozialen Netzwerke in die Pflicht genommen werden. Diese sollen gegen Millionen Falschkonten vorgehen und Bots kenntlich machen. Bis Ende Dezember und dann monatlich sollen die Netzwerke Rechenschaft ablegen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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