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Stiftung Warentest warnt vor Fake-Tests im Internet – Siegel prüfen!

Siegel prüfen  

Stiftung Warentest warnt vor Fake-Tests im Internet

22.07.2019, 13:55 Uhr | AFP, dpa

 (Quelle: Imago)
Stiftung Warentest: Leitungswasser und Flaschenwasser im Test

Die Stiftung Warentest hat Leitungswasser und Flaschenwasser miteinander verglichen. Außerdem wurde untersucht, wo man das beste Leitungswasser trinken kann. (Quelle: RTL)

Qualitätstest der echten Stiftung Warentest: So gut ist das Leitungswasser in deutschen Städten. (Quelle: RTL)


Für gewöhnlich können sich Verbraucher auf Testurteile der Stiftung Warentest verlassen. Online-Betrüger versuchen darum, den guten Namen der Stiftung zu missbrauchen. Darauf sollten Sie achten.

Die Stiftung Warentest warnt vor Fake-Tests im Internet. Wie die Stiftung in ihrer aktuellen "test"-Ausgabe schreibt, wird auf Portalen im Netz über angebliche Tests berichtet, die die Stiftung so nie gemacht habe. Wer auf unseriöse Portale und falsche Testurteile vertraue, könne sich am Ende sogar schaden.

Ein mit Schadstoffen belasteter Kinderwagen bekam beispielsweise von der Stiftung Warentest das Qualitätsurteil "mangelhaft" – ein Vergleichsportal pries ihn aber mit der Behauptung an, er entspreche "rundum den Empfehlungen der Stiftung Warentest". Neben solchen angeblich getesteten Waren stehen weiterführende Links, die direkt zum Produkt bei Onlinehändlern wie Amazon, Ebay oder Otto leiten. Klickt ein Besucher der Fake-Seite auf einen Link und kauft das Produkt, kassiert der Betreiber der Websitee eine Provision.

Regelmäßig Abmahnungen

Zahlreiche Fake-Portale verstoßen "test" zufolge gegen das Urheber-, Wettbewerbs- oder Presserecht. Deshalb mahnen Verbraucherschützer die Macher der Tests regelmäßig ab. Oft sei das schwierig, weil auf den Seiten kein oder ein fragwürdiges Impressum zu finden sei.

Neben diesen Fake-Portalen gibt es auch Webseiten, deren Mitarbeiter mal ein Produkt ausprobiert oder Kundenrezensionen ausgewertet haben. Danach erstellen sie eine laut "test" fragwürdige Bestenliste und küren einen "Vergleichssieger".

So erkennen Verbaucher falsche Seiten

Verbraucher erkennen unseriöse Portale der Stiftung zufolge daran, dass die falschen Tester häufig alle Produkte positiv bewerten, weil sie zum Kauf verleiten wollen. "Verweise zu Onlineshops sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass das vermeintliche Testportal eine Provision von den Händlern kassiert", warnt die Stiftung. Weil sie gar nichts testen, könnten die falschen Testportale ihre Untersuchungen auch nicht beschreiben. Seriöse Testorganisationen wie die Stiftung selbst erläuterten und veröffentlichten, auf welche Art und Weise sie die Produkte geprüft und bewertet haben.

Weiteres Kennzeichen: Professionelle Tests sind laut der Stiftung sehr aufwendig und teuer, deshalb würden sie in der Regel nicht kostenlos ins Netz gestellt.

Achten Sie auch auf das Siegel

Viele Verbraucher verlassen sich auf die Testsiegel der Stiftung Warentest. Das wissen auch Betrüger, die die Siegel fälschen, oder Unternehmen, die mit den Testurteil-Siegeln auch nach Ablauf der Nutzungslizenz einfach weiter werben. In der Regel darf aber nur zweieinhalb Jahre nach Testveröffentlichung mit dem Urteil geworben werden, in Ausnahmefällen dreieinhalb Jahre, erklärt die Stiftung Warentest. Rund dreihundert Fälle von Siegel-Betrug oder missbräuchlicher Nutzung würden pro Jahr verfolgt.

Doch Fälschungen und unberechtigte Nutzung lassen sich enttarnen. Um die Siegel für Verbraucher nachprüfbar zu machen, muss Werbung mit einem Urteil der Stiftung mit einer Lizenznummer (Beispiel: 13AB11) versehen werden. Diese ist den Angaben zufolge am rechten Rand des Testsiegels zu finden und wird vertikal dargestellt.


Wer bei einem Produkt mit Testsiegel-Werbung Zweifel an deren Wahrhaftigkeit oder Rechtmäßigkeit hat, kann die Lizenznummer einfach auf der Webseite der gemeinnützigen RAL GmbH eingeben, die das Logo-Lizenz-System für die Stiftung abwickelt - und zwar gleich auf der Startseite rechts unter "Logo-Lizenz-Gültigkeitscheck".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Nachrichtenagentur dpa

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