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Online-Kriminelle zocken mit Bahnfahrkarten ab


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Online-Betrüger zocken mit Bahnfahrkarten ab

Von dpa
Aktualisiert am 28.06.2013Lesedauer: 2 Min.
Online-Ticker Fahrkarten
Online-Betrüger zocken mit Bahnfahrkarten ab. (Quelle: Suedraumfoto/imago-images-bilder)
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Online-Kriminelle sind derzeit mit einer neuen Masche im Internet auf Beutezug. Sie locken mit ergaunerten Bahntickets, die sie vor allem auf Mitfahrportalen günstig zum Kauf anbieten. Wer ein solches Ticket kauft, kann sich nach Angaben der Polizei jedoch strafbar machen.

Die Betrüger kaufen die Online-Fahrkarten der Deutschen Bahn mit gestohlenen Kreditkarten, berichtet die Computerbild. Die Tickets bieten sie dann meist auf Mitfahrportalen zum günstigen Preis an. Wer eine solche Online-Fahrkarte kaufen möchte, wird aufgefordert, den Betrag zu überweisen und bekommt das Ticket als PDF-Datei per E-Mail zugeschickt. So kommen die Betrüger an Geld, dass nicht zur gestohlenen Kreditkarte zurückverfolgt werden kann.

Käufer machen sich eventuell strafbar

Die Bundespolizei warnt, dass Käufer dieser Tickets sich sogar strafbar machen können, wenn sie den betrügerischen Hintergrund kannten oder hätten erkennen müssen. Außerdem entwertet die Bahn das Ticket, sobald sie von einem Betrug erfährt. Beim Scannen im Zug wird dem Schaffner die Fahrkarte als ungültig angezeigt, und der Reisende muss im schlimmsten Fall das Doppelte des Fahrpreises zahlen.

Die Details der Masche

Beim Kauf muss der Interessent seinen Namen, Start- und Zielbahnhof, das gewünschte Datum sowie die Abfahrtszeit und – wie bei für Dritte gebuchten Bahn-Onlinetickets üblich – die Personalausweisnummer an den Verkäufer mailen. Der bucht dann mit der gestohlenen Kreditkartennummer und schickt das Ticket binnen Stunden per E-Mail.

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Auffällig günstiger Preis

Auffällig daran ist der günstige Preis. Käufer sollten stutzig werden, wenn auf dem Ticket beispielsweise ein gezahlter Fahrpreis von 140 Euro vermerkt ist, er aber nur 40 Euro überweisen soll. Bei Nachfragen wird der Schnäppchenpreis von den Betrügern damit begründet, dass sie Bonus- oder Verspätungsgutscheine der Bahn besitzen.

Täter kaum zu fassen

An die Täter heranzukommen ist im Prinzip unmöglich. Auf den Mitfahrportalen benutzen sie Profile ohne Fotos. Sie verschleiern ihre Identität mit Anonymisierungssoftware und falschen Namen, unter denen ihre E-Mail-Adressen, Prepaid-SIM-Karten für Handys und Bankkonten laufen. Ermittler landen erst einmal zwangsläufig beim arglosen Ticketkäufer.

Schutzfunktionen der Kreditkarte oft nicht unterstützt

Viele Online-Betrügereien könnten sich verhindern lassen, wenn der Kauf mit einer PIN oder einem Passwort bestätigt werden müsste. Solche Sicherheitsverfahren können von Kreditkartenbesitzern meist im Onlinebanking-Bereich ihrer Bank aktiviert werden. Sie heißen etwa Verified by Visa oder Mastercard Secure Code. Doch längst nicht alle Online-Shops und Unternehmen – darunter auch die Bahn – nutzen diese Verfahren, weil sie den Kauf oder die Buchung so einfach wie möglich halten wollen.

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