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Diese Daten fallen bei der Nutzung von Apple Pay an

Von dpa
11.12.2018Lesedauer: 2 Min.
Apple-Managerin Jennifer Bailey stellt bei der Pressevorstellung die kontaktlose Eintrittskarte vor: Der Apple-Bezahldienst ist vielseitig einsetzbar.
Apple-Managerin Jennifer Bailey stellt bei der Pressevorstellung die kontaktlose Eintrittskarte vor: Der Apple-Bezahldienst ist vielseitig einsetzbar. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa-bilder)
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Zahlen mit dem Smartphone – das geht jetzt auch mit den Apple-Produkten. Fragt sich nur: Ist das eigentlich sicher? Und was passiert mit meinen Daten? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Nach Google hat nun auch Apple einen eigenen Bezahldienst in Deutschland aktiviert. Apple Pay soll das Bezahlen mit dem Smartphone erleichtern. Aber ist das auch sicher? Und welche Daten geben Nutzer dabei an Banken, Händler und Apple weiter? Der folgende Überblick liefert alle wichtigen Antworten.

Was erfährt meine Bank, wenn ich Apple Pay einrichte?

Wer Apple Pay bei einer teilnehmenden Bank aktiviert, durchläuft einen Prüfungsprozess. Dabei können unter anderem Informationen wie Kartennummern, Name und Rechnungsadresse der Apple ID und "allgemeine Informationen über Aktivitäten" von Apple-ID, iTunes-Store oder App-Store-Account übertragen werden. Apple nennt als Bespiel etwa, ob ein Nutzer schon länger Transaktionen über iTunes ausführt.

Außerdem werden umfangreiche Informationen zum genutzten Gerät übertragen. Zum Beispiel die Geräte-ID, die Telefonnummer sowie Name und Modell des genutzten Geräts.

Wie wissen Websites und Apps, dass ich Apple Pay nutze?

Online-Shops und Apps, die Apple Pay unterstützen, können überprüfen, ob der Bezahldienst auf einem Smartphone, Tablet oder Computer eingerichtet ist.

Wer das nicht möchte, kann diese Prüfung deaktivieren. Das geht am iOS-Gerät in den Einstellungen von Safari. Hier wird die Option "Apple Pay prüfen" deaktiviert. Am Mac geht es in den Einstellungen von Safari unter "Datenschutz".

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Was erfahren Händler, wenn ich etwas kaufe?

Wird mit Apple Pay über eine App oder in einem Online-Shop bezahlt, erfahren Händler Name, Anschrift und E-Mail-Adresse der Kunden, um den Liefervorgang abzuwickeln und eventuelle Steuern oder Versandgebühren zu ermitteln. Die Nummern von Kredit-, Debit- oder Guthabenkarten werden nicht übertragen. Apple Pay arbeitet stattdessen mit einer Geräteaccountnummer genannten virtuellen Kontonummer.

Was ist der Vorteil dieser virtuellen Kontonummer?

Sie wird – wie beim Mitbewerber Google Pay auch – für jede Karte und jedes Gerät neu erzeugt. Man kann also dieselbe Karte auf verschiedenen Geräten mit verschiedenen virtuellen Nummern ("Token") für diverse Onlinedienste nutzen. Allein der Kreditkartenanbieter kann die virtuelle Nummer einem existierenden Konto zuordnen.

Faktisch muss man auf diese Weise nicht mehr seine eigentliche Kreditkartennummer im Netz herausgeben, solange ein Anbieter Apple Pay, Google Pay oder ähnliche Dienste unterstützt. Ein Betrug über gestohlene Kreditkartennummern ist somit sehr unwahrscheinlich. Geht ein Telefon verloren, muss nicht die Karte gesperrt werden, sondern nur der jeweilige Token gelöscht werden.

Was speichert Apple?

Apple wickelt alle Zahlungsvorgänge mit Apple Pay über eigene Server ab. Dabei werden die Informationen verschlüsselt übertragen. Apple gibt an, dass diese Daten in einer Form gespeichert werden, die keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen zulassen.


Sind die Ortungsdienste des Smartphones aktiviert, speichert Apple außerdem anonymisiert Ort und Zeitpunkt jeder Transaktion. Diese Daten können von Apple zum Beispiel dafür genutzt werden, Datenbanken etwa mit den Standorten von Geschäften für Karten aktuell zu halten.

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