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Polizei warnt vor Enkeltrick per WhatsApp


Betrugsversuch
Polizei warnt vor Enkeltrick per WhatsApp

Von t-online, avr

Aktualisiert am 29.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Das WhatsApp-Logo auf einem Smartphone (Symbolbild): Kriminelle nutzen auch den Messenger für ihre Betrugsversuchen.Vergrößern des BildesDas WhatsApp-Logo auf einem Smartphone (Symbolbild): Kriminelle nutzen auch den Messenger für ihre Betrugsversuchen. (Quelle: Nasir Kachroo/imago-images-bilder)
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Seit Jahren warnt die Polizei vor dem sogenannten Enkeltrick: Betrüger versuchen, per Telefon Senioren abzuzocken. Nun bedienen sich Betrüger eines neuen Kanals für ihren Betrug: WhatsApp.

Wer aktuell eine Nachricht per WhatsApp von einem angeblichen Enkel erhält, sollte aufpassen. Denn hierbei handelt es sich vermutlich um einen Betrugsversuch. Davor warnt die Polizei in Nordrhein-Westfalen.

Im Grunde handelt es sich um eine neue Version des Enkeltricks. Die bekannte Betrugsform betrifft vor allem Senioren: Kriminelle geben sich als Enkel der Betroffenen aus. Unter einem Vorwand bringen Sie ihre Opfer dazu, einer dritten Person Geld oder andere Wertgegenstände wie Schmuck zu übergebenen.

Wie der Betrug aussehen kann

Bei der neuen Masche schicken Betrüger ihre Nachrichten per WhatsApp. Laut der Polizei beginnen die Nachrichten meist harmlos, enden aber immer damit, dass der Chatpartner von Nutzern verlangt, Geld an ein Konto zu überweisen.

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Das Faktenprüfportal Mimikama hatte Mitte Juni zudem berichtet, dass eine Version der Masche immer öfters gemeldet wird: Statt Nachrichten in Namen von Enkeln, schicken Betrüger hier Nachrichten in Namen der Töchter und Söhne der Betroffenen.

In den Text geben Kriminelle gern vor, dass ihnen das Handy kaputtgegangen sei und sie deshalb eine neue Nummer nutzten. Die alte Nummer könne gelöscht werden. Die Telefonnummer ist aber von der SIM-Karte abhängig und nicht vom Smartphone. Im Laufe des Chats bitten die Unbekannten, dass der Empfänger eine bestimmte Summe auf ein Konto überweisen soll. Angeblich handele es sich um eine Rechnung, die Betrüger selbst können aber keine Onlinebanking betreiben.

Was Nutzer tun sollten

Die Polizei rät, die Nummern von unbekannten Personen nicht automatisch zu speichern. Fragen Sie stattdessen bei der entsprechenden Person unter der bekannten Nummer nach, ob beispielsweise wirklich ihr Handy kaputtgegangen ist.

Wer den Betrug durchschaut, sollte zudem auch Freunde und Bekannte warnen. Denn immer wieder finden sich Menschen, die den Betrug nicht durchschauen und Opfer von Kriminellen werden.

Wie kommen Kriminelle an meine Handynummer?

Kriminelle können entweder durch Datenlecks oder Zufall an Ihre Handynummer kommen. Immer wieder gibt es Datenlecks bei Unternehmen, wodurch persönliche Daten von Nutzern an Kriminelle gelangen. Es ist darum ratsam, dass Sie mit Ihren Daten im Internet sparsam umgehen: Geben Sie nur die Daten an, die wirklich für einen Dienst nötig sind. Löschen Sie zudem alte Konten beispielsweise auf Foren oder bei Onlineshops. Wie Sie vergessene Accounts finden und löschen, lesen Sie hier.

Kriminelle können aber auch durch Zufall an Nummern gelangen, indem sie verschiedene Kombinationen ausprobieren. In den Privatsphäreeinstellungen von WhatsApp können Sie zudem einstellen, ob auch Kontakte mit unbekannten Nummern ihr Profilbild einsehen können. Auf diese Weise können Kriminelle mehr zur Ihrer Person erraten und so die richtige Ansprache wählen, wie "Oma" oder "Papa". Passen Sie darum in den Einstellungen von WhatsApp auch ihre Privatsphäreoptionen an.

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