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So wird Windows wieder schnell wie am ersten Tag

Generalüberholt  

So wird Windows wieder schnell wie am ersten Tag

22.04.2019, 13:48 Uhr | t-online.de

So wird Windows wieder schnell wie am ersten Tag. Auch ein alter Sportwagen braucht Pflege.  (Quelle: imago images/Montage: t-online.de)

Windows runderneuert: Auch ein alter Sportwagen braucht Pflege. (Quelle: Montage: t-online.de/imago images)

Autobesitzer lassen ihr Fahrzeug mindestens einmal jährlich durchchecken. Auch Windows benötigt regelmäßige Checks. Dabei geht es weniger um Sicherheit, sondern vielmehr um die Leistung des Computers. 

Nutzer von Windows 10 oder Windows 7 haben den Anwendern von älteren Windows-Versionen eines voraus: In ihrem Betriebssystem steckt ein umfangreiches Programm zur Systemdiagnose. Diese spürt Systembremsen und einige weitere Fehler auf. So gibt der Zuverlässigkeitsverlauf (Ressourcen- und Leistungsüberwachung unter Windows 7/Vista) auch Hinweise zu nicht funktionierenden Treibern.

Mit dem erstellten Systemintegritätsbericht lässt sich einigen Windows-Bremsen auf die Schliche kommen, aber leider nicht allen. Für eine Generalüberholung ist mehr nötig.

Windows-Bremse: geheime Autostarter

Die größte Systembremse ist eine überfüllte Autostartliste. Zahlreiche Programme nisten sich bei der Installation im Autostart-Bereich von Windows ein und werden so bei jedem Windows-Start direkt geladen – eine zeitraubende Angelegenheit. Was bei einem Virenscanner und Gerätetreibern noch sinnvoll ist, ist bei vielen anderen Tools verzichtbar. Solche Programme müssen meist nicht direkt nach dem Systemstart verfügbar sein und lassen sich aus dem Autostart entfernen. Um sie bei Bedarf zu starten, müssen sie nicht vorgeladen werden. 

Löschen Sie im Startmenü-Ordner "Autostart" jene Einträge, die Sie für überflüssig halten. Zudem können Sie Autostarter über das Systemkonfigurationsprogramm entfernen. Dazu geben Sie msconfig ins Suchfeld von Windows 7 oder Vista ein und deaktivieren alle unerwünschten Einträge. Unter Windows 10 und 8 drücken Sie Windows + X um das Kontextmenü des Startmenüs zu öffnen. Dort wählen Sie Task-Manager aus und wechseln in den Reiter Autostart. Eine nähere Anleitung für Windows finden Sie hier

Alte Software entfernen

Bei der Gelegenheit sollten nicht mehr benötigte Programme vollständig deinstalliert werden, um sicherzugehen, dass doch nicht noch Reste das System bremsen. Das geschieht am einfachsten über die Systemsteuerung (Windows + X bei Windows 10 und 8) und den Menü-Eintrag Programme deinstallieren. Dort finden sich oft mehr Anwendungen, als man erwartet hat. Heruntergeladene Apps unter Windows 8.1 und neuer können Sie mit einem Rechtsklick auf das jeweilige Kachel-Symbol und der Option Deinstallieren direkt aus dem System fegen.

Alternativ beheben Sie etwaige Probleme einer Deinstallation, indem Sie die Systemwiederherstellung einsetzen und Ihren PC in einen früheren Zustand zurücksetzen. Ebenfalls wichtig: Aktualisieren Sie auch installierte Hilfssoftware wie Adobe Flash Player oder Java SE, die von anderen Programmen benötigt werden. 

Treiber updaten

Veraltete Treiber-Software gehört ersetzt. Neue Treiber steigern oftmals die Systemstabilität und bringen mehr Funktionalität mit. Bevor Sie Ihren PC jedoch mit frischen Treibern bestücken, vergewissern Sie sich, welche der eingebauten Teile überhaupt einen Wechsel benötigen.

In erster Linie ist es der Treiber für die Grafikkarte, der regelmäßig ein Update verträgt. Dagegen wird etwa das serielle Bussystem USB 3.0 seit Windows 8 direkt vom System bedient.

Software hilft bei der Hardware-Erkennung

Drucker, Funktastaturen und -Mäuse, die über USB mit dem PC verbunden sind, werden wiederum vom jeweiligen Hersteller mit Treiber-Software versorgt. Seit Windows 7 ist die Treibersuche oder das Aktualisieren von Treibern über Windows Update aber einigermaßen verlässlich.

Zusätzlich bietet Windows eine Suchfunktion über den Geräte-Manager an. Falls diese keine Treffer ergibt, sollten Sie die Treiber am besten direkt über die Internetseiten der Hardware-Hersteller beziehen, denn im Internet lauern auch einige unseriöse Treiberseiten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Support-Seiten für Windows 10

Welche Hardware-Komponenten genau im Gehäuse verbaut sind, verraten Ihnen Programme wie Speccy oder SIW (System Information for Windows), die Ihnen die einzelnen Bauteile übersichtlich auflisten. Mainboard-Chipsätze der Hersteller Nvidia, Intel und VIA sind weit verbreitet und werden mit kompletten Treiber-Bündeln betrieben. Auch bei Grafikkarten beherrschen zwei Marken den Markt: AMD und Nvidia. Wenn es sich um einen Onboard-Grafikchip handelt, stammt dieser meist von Intel.

Die Software Speccy verrät, was im PC an Hardware steckt. (Quelle: Screenshot)Die Software Speccy verrät, was im PC an Hardware steckt. (Quelle: Screenshot)

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Soundkarten- und Grafiktreiber erst komplett deinstallieren, die nicht gelöschten Dateien mit der Freeware Driver Sweeper entfernen und erst danach den neuen Treiber installieren. Das ist zwar etwas aufwändiger, aber vermeidet Datenreste sowie Fehlfunktionen der Treiber.


Windows-Ballast abwerfen

Windows sammelt auf der Festplatte Berge von Update-Backups an, für den Fall, dass ein Update nicht korrekt funktioniert. Zumindest ältere Backups können Sie bedenkenlos löschen und so massig Speicherplatz freigeben. Diese Datenreste lassen sich einfach mit der Windows-Datenträgerbereinigung entfernen.

Nun ist Windows generalüberholt und sollte deutlich schneller laufen als zuvor.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • t-online.de Archiv

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