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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum dauert die Fastenzeit 40 Tage?

Von t-online, sah, hs

Aktualisiert am 02.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Fasten: Fisch ist während der christlichen Fastenzeit erlaubt.
Fasten: Fisch ist während der christlichen Fastenzeit erlaubt. (Quelle: Panthermedia/getty-images-bilder)
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Fleisch, Alkohol und Internet – Fasten kann vielfältig sein und liegt im Trend. Doch woher kommt der Brauch? Welche Regeln gibt es? Und eignet sich das Fasten auch zum Abnehmen?

Das Wichtigste im Überblick


  • Fastenzeit 2022: Wann beginnt sie? Wann endet sie?
  • Die religiöse Bedeutung: Ursprung der Fastenzeit im Christentum
  • Religiöses Fasten in anderen Religionen
  • Fastenzeit: Was darf ich essen?
  • Fasten im 21. Jahrhundert
  • Wie gesund ist das Fasten?

Die christliche Fastenperiode ist eine Zeit der Buße und Besinnung. Sie bereitet Gläubige auf Ostern vor. Auch in anderen Religionen spielt das Fasten eine Rolle. Fasten ist neben anderen Bräuchen ein fester Bestandteil der Zeit vor Ostern.

Fastenzeit 2022: Wann beginnt sie? Wann endet sie?

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet nach 40 Tagen in der Osternacht. Genau genommen sind es 46 Tage, jedoch werden die sechs Sonntage dabei nicht mitgezählt.

2022 beginnt die Fastenzeit am 2. März und endet am 16. April. Die Zeiträume für die Fastenzeiten der kommenden Jahre können Sie der Tabelle entnehmen.

Jahr Beginn Ende
2022 02. März 16. April
2023 22. Februar 8. April
2024 14. Februar 30. März
2025 05. März 19. April

Die religiöse Bedeutung: Ursprung der Fastenzeit im Christentum

Wie in der Bibel steht, soll Jesus an einem Mittwoch verraten und an einem Freitag gekreuzigt worden sein. Christen gedenken in der Fastenzeit seinem Leiden und verzichten an diesen Wochentagen darauf, Fleisch zu essen. Mit dieser Tradition bereiten sich Christen auf das Osterfest vor.

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Fasten ist jedoch keine Diät, sondern soll als Zeit der Besinnung dienen. In der römisch-katholischen Kirche wird die Fastenzeit auch als "österliche Bußzeit" bezeichnet.

Insgesamt 40 Tage dauert das Fasten im Christentum – eine Zeit, die an die Fastenzeit von Jesus in der Wüste nach seiner Taufe erinnern soll. In der evangelischen Kirche ist das Fasten nicht von einer solch zentralen Bedeutung.

Religiöses Fasten in anderen Religionen

Ramadan: Der Prophet Mohammed war der erste Moslem, der an Ramadan fastete.
Ramadan: Der Prophet Mohammed war der erste Moslem, der an Ramadan fastete. (Quelle: biky/imago-images-bilder)

Im Islam ist Fasten eine der fünf Säulen dieser Religion. Gefastet wird im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres.

Alle Infos zum Ramadan finden Sie hier.endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, dem Zuckerfest.

Jom Kippur ist der große Fastentag im Judentum. An diesem Tag darf weder gegessen, getrunken noch geraucht werden. Auch waschen, arbeiten und Geschlechtsverkehr sind untersagt. An diesem Versöhnungstag zwischen Gott und den Menschen sollen alle zuvor begangenen Sünden gesühnt werden.

Der Hinduismus hat keine einheitlichen Fastenzeiten. Jedoch spielt Fasten im Hinduismus eine fundamentale Rolle, um so Körper und Geist zu reinigen.

Fastenzeit: Was darf ich essen?

Fastende schränken die Nahrungsaufnahme insgesamt etwas ein. Dafür beschränken sie sich auf eine große Hauptmahlzeit pro Tag und zwei kleine Zwischenmahlzeiten. An Aschermittwoch und Karfreitag ist jeweils nur eine Hauptmahlzeit vorgesehen.

Teller mit Brühe: Ein essenzieller Bestandteil des Intervallfastens.
Teller mit Brühe: Ein essenzieller Bestandteil des Intervallfastens. (Quelle: epd/imago-images-bilder)

Katholische Gläubige, die zwischen 14 und 60 Jahre alt sind und sich streng an die Fastenregeln halten, verzichten zusätzlich auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder andere Genüsse. Im Mittelalter waren auch Fett, Eier und milchhaltige Produkte verboten.

Fasten im 21. Jahrhundert

Heute kommen Gewohnheiten dazu wie etwa Surfen im Internet, Fernsehen oder Computerspielen. So bekommt die Fastenzeit einen aktuellen Bezug. Wichtig ist dabei ein bewusst erlebter Verzicht, der Raum für Neues schaffen soll.

Aus psychologischer Sicht kann ein solcher Verzicht für Zufriedenheit sorgen: Ich schaffe es, etwas wegzulassen, das ich gerne mache und an das ich gewöhnt bin. Viele Menschen verzichten, um sich körperlich und seelisch besser zu fühlen.

Der Sonntag ist allerdings in der Fastenzeit vom Fasten ausgenommen, da Jesus an einem Sonntag auferstanden sein soll. Wie streng das Fasten von den Gläubigen wirklich ausgeübt wird, bleibt hier jedem selbst überlassen.

Info: Während sich streng gläubige Christen exakt an die Vorgaben halten, beschränken sich viele auch nur auf den Verzicht auf Fleisch am Karfreitag. Bei vielen streng gläubigen Katholiken und Orthodoxen werden vier Fastenzeiten im Jahr durchlaufen, die mehrere Wochen dauern. In diesen Zeiten wird komplett auf Alkohol, Fett und tierische Nahrungsmittel verzichtet.

Wie gesund ist das Fasten?

Bei Christen sollen in der Fastenzeit durch Entsagung Körper und Geist gereinigt werden. Wer dabei auf Völlerei, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, tut seinem Körper dabei auch noch etwas Gutes.

Einen wirklich großen Effekt erzielen Sie aber erst mit einer Fastenkur wie dem Heilfasten oder dem Intervallfasten. Mit ihr lassen sich Krankheiten wie Diabetes vorbeugen, das Wohlbefinden steigern und ungünstige Ernährungsgewohnheiten ändern. Dass dabei auch noch die Fettpölsterchen schmelzen können, ist ein beliebter Nebeneffekt.

Eine Fastenkur ist für Kinder, schwangere oder stillende Frauen nicht geeignet. Auch Menschen, die Medikamente einnehmen oder Vorerkrankungen wie Stoffwechselerkrankungen, Krebs oder niedrigem Blutdruck haben, sollten vorsichtig sein und ihren Arzt nach möglichen Auswirkungen befragen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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