• Home
  • Gesundheit
  • Abnehmen
  • DiĂ€t
  • Dickmach-Enzym: Die einen haben es, die anderen nicht


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextNagelsmann liebt Bild-ReporterinSymbolbild fĂŒr einen TextLindner: Keine neuen Entlastungen 2022Symbolbild fĂŒr einen TextAntonia Rados verlĂ€sst RTLSymbolbild fĂŒr einen TextEnergiekonzern braucht StaatshilfeSymbolbild fĂŒr einen TextR. Kelly mit Missbrauchsopfer verlobtSymbolbild fĂŒr ein VideoMassenschlĂ€gerei auf KreuzfahrtschiffSymbolbild fĂŒr einen TextBallweg wollte sich absetzen – U-HaftSymbolbild fĂŒr einen Text17-JĂ€hriger vergewaltigt: Foto-FahndungSymbolbild fĂŒr einen TextFamilie hĂ€ngt tagelang an FlughĂ€fen festSymbolbild fĂŒr einen TextPfandregelungen: Das sollten Sie wissenSymbolbild fĂŒr einen TextLĂ€nderchef will zweijĂ€hriges TempolimitSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserFlug-Chaos: Super-Gau kommt erst nochSymbolbild fĂŒr einen TextSchlechtes Hören erhöht das Demenzrisiko

Fettleibigkeit kann in den Genen liegen

Larissa Koch

23.08.2017Lesedauer: 3 Min.
Deutsche Forscher finden ein Enzym, das schuld am Übergewicht ist.
Deutsche Forscher finden ein Enzym, das schuld am Übergewicht ist. (Quelle: undrey/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Leiden Sie unter Übergewicht, einer Fettleber oder Insulinresistenz? Auslöser könnte ein bestimmtes Enzym sein, das aus genetischen GrĂŒnden vermehrt in Ihrer Leber gebildet wird und die unangenehmen Folgen hat. Und das, obwohl Sie auf Ihr Trink- und Essverhalten achten.

Forscher des Deutschen Instituts fĂŒr ErnĂ€hrungsforschung Potsdam-RehbrĂŒcke (DIfE) haben den ÜbeltĂ€ter ermittelt: Er heißt DPP4 und steht fĂŒr ein Enzym, das vor allem von der Leber gebildet wird. Manche Menschen scheinen davon mehr zu bilden als andere und bekommen dann dafĂŒr die Quittung in Form einer Fettleber, Übergewicht und Insulinresistenz – bei dieser ist die Wirksamkeit des Hormons Insulin geschwĂ€cht. So kann wiederum ein Typ-2-Diabetes entstehen. Und das, obwohl die Betroffenen nicht mehr essen als andere, die bei gleicher ErnĂ€hrung schlank bleiben.

Das Enzym scheint Ursache, nicht Folge der Probleme zu sein

Die ErnĂ€hrungswissenschaftler haben den Mechanismus zumindest eindeutig bei MĂ€usen feststellen können. Es gab zwei GrĂŒppchen MĂ€use. Die eine Gruppe hatte wegen einer genetischen VerĂ€nderung einen erhöhten DPP4-Spiegel im Blut. Die andere MĂ€usegruppe bildete deutlich weniger von dem Enzym. Alle Nager aus beiden Gruppen bekamen rund sechs Monate fette Kost. Und siehe da: Die mit dem hohen DPP4-Spiegel waren die gelackmeierten – sie setzen etwa ein Drittel mehr an, ihre Leber speicherte doppelt so viel Fett und die Kraft ihres Insulins war herabgesetzt.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin reagiert auf Witze der G7-Chefs ĂŒber nackten Oberkörper
Wladimir Putin beim Reiten in Russland (Archivbild): Das Foto lieferte den Grund fĂŒr witzige Bemerkungen beim G7-Gipfel.


„Diese von uns in Molecular Metabolism veröffentlichten Ergebnisse legen in Kombination mit unseren Beobachtungen aus Human- und Zellstudien nahe, dass eine erhöhte DPP4-Produktion in der Leber deren Verfettung sowie eine Insulinresistenz verursacht und nicht eine Folge der Leberverfettung ist“, so Studienleiterin Annette SchĂŒrmann vom Deutschen Institut fĂŒr ErnĂ€hrungsforschung (DIfE).

Kann man dem Enzym den Garaus machen?

WĂ€hrend den MĂ€usen HĂŒftspeck und Fettleber wohl ziemlich wurst sein dĂŒrften, ist Gleiches fĂŒr den Menschen eine unerhörte Benachteiligung. Da dies aber genetisch bedingt zu sein scheint, ist der Einzelne relativ machtlos gegen die Menge des Enzyms in seiner Leber. Aber: Es gibt Medikamente, die dieses Enzym ausschalten können – sogenannte DPP4-Inhibitoren. Sie werden bereits eingesetzt, um Patienten mit Diabetes zu behandeln. Denn das Enzym hemmt bestimmte Hormone im Darm, die am Zuckerstoffwechsel beteiligt sind, und ist insofern ein Auslöser fĂŒr Diabetes.

"Nach unserer Ansicht ließen sich daher die bereits aus der Diabetestherapie bekannten DPP4-Inhibitoren kĂŒnftig nicht nur nutzen, um den Zuckerstoffwechsel zu verbessern, sondern auch, um eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung zu behandeln", erklĂ€rt der Erstautor der Studie, Christian Baumeier vom DIfE einen möglichen Ausweg aus der Enzymfalle.

Das DPP4-Enzym wird von einem Gen gesteuert

Die Wissenschaftler haben zusĂ€tzlich Untersuchungen an menschlichen Leberzellkulturen und an isolierten Leberzellen von MĂ€usen durchgefĂŒhrt. Dabei zeigte sich, dass bereits normale Mengen von DPP4 genĂŒgen, um die Zellen unempfindlicher gegenĂŒber Insulin zu machen – und zwar unabhĂ€ngig von ihrem Fettgehalt.

DarĂŒber hinaus beobachteten die Stoffwechselexperten, dass bei Menschen, die sowohl unter einer Insulinresistenz als auch unter einer nicht-alkoholischen Fettleber leiden, im Vergleich zu Gesunden die Menge an aktivem DPP4 im Blut erhöht ist. Man habe bereits in frĂŒheren Untersuchungen herausgefunden, dass VerĂ€nderungen des DPP4-Gens, die zu einer erhöhten Produktion des Hormons in der Leber fĂŒhren, bereits bei jungen MĂ€usen den Leberstoffwechsel verschlechterten.

Die Wissenschaftler vom DIfE sprechen sich fĂŒr weitere Studien aus, um herauszufinden, ob DPP4-Inhibitoren in Zukunft auch zur Vorbeugung und Behandlung einer nicht-alkoholischen Fettleber zum Einsatz kommen können.

Da Messungen dieses Enzyms im Blutspiegel beim Hausarzt aber (noch) nicht ĂŒblich sind, ist es nicht so einfach, herauszufinden, ob man zu den in dieser Hinsicht genetisch Benachteiligen gehört. Bis dahin heißt es fĂŒr Menschen mit mutmaßlich erhöhtem DPP4 Spiegel wohl weiterhin: FdH (Friss die HĂ€lfte).

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Beliebte Themen
Abnehmen ohne SportBauchumfangBMI-Rechner BMI-TabelleFahrrad fahren abnehmenFettverbrennung anregenMagenverkleinerung Kosten

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website