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Masern in der Schwangerschaft: Dies sollten Sie wissen

Mutter und Kind  

Masern in der Schwangerschaft: Dies sollten Sie wissen

21.05.2013, 15:37 Uhr | hf (CF)

Masern in der Schwangerschaft können nicht nur die Gesundheit der Mutter gefährden, sondern auch schwere Folgen für ungeborene Babys haben. Ärzte raten Frauen mit Kinderwunsch deshalb zu einer rechtzeitigen Impfung, sofern kein ausreichender Schutz vorliegt.

Folgenreich: Masern in der Schwangerschaft

Wenn werdende Mütter sich mit dem Masern-Virus infizieren, besteht ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt. Laut der "Deutschen Apotheker Zeitung" (DAZ) bringt etwa jede vierte schwangere Frau, die an Masern erkrankt, ihr Kind zu früh auf die Welt. Immerhin: Bisher gab es noch keinen Fall, bei dem das Kind aufgrund von Masern in der Schwangerschaft mit Missbildungen geboren wurde, wie es etwa bei Röteln der Fall sein kann, so das Fachmagazin weiter.

Dennoch besteht die Gefahr, dass das Baby mit einer Masernerkrankung geboren wird. Diese ist umso größer, je geringer der zeitliche Abstand zwischen Geburtstermin und Infektion der Mutter ist. Werdende Mütter übertragen über die Plazenta das Virus auf ihr Ungeborenes. Nach der Geburt verfügt dieses jedoch noch über kein ausreichend ausgebildetes Immunsystem, weshalb das Risiko von lebensgefährlichen Komplikationen im Krankheitsverlauf steigt.

Bei Kinderwunsch Masern durch Impfung vorbeugen

Weil Masern in der Schwangerschaft eine erhöhte Lebensgefahr für Mutter und Kind bedeuten, raten Frauenärzte unbedingt zu einer frühzeitigen Impfung gegen Masern: "Mütter, die einen Immunschutz gegen bestimmte Krankheitserreger durch frühere Erkrankungen oder Schutzimpfungen erworben haben, geben ihre Antikörper an ihr ungeborenes Kind weiter. Die Antikörper verleihen dem Säugling dann in den ersten 3 bis 6 Monaten nach der Geburt den sogenannten Nestschutz", verrät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München laut dem Fachportal "Frauenärzte im Netz".

Der richtige Zeitpunkt für die Masern-Impfung

Wenn Sie einen Kinderwunsch hegen, sollten Sie mindestens drei Monate vor der möglichen Empfängnis eine Impfung gegen Masern in der Schwangerschaft durchführen, raten die Experten. Der Grund: Als Impfstoffe werden kontraindizierte sogenannte Lebendakzine eingesetzt. Bei Totimpfstoffen wie beispielsweise gegen Keuchhusten hingegen besteht selbst während der Schwangerschaft kein Risiko.

Falls keine Vorsorge getroffen wurde und es daher zu Masern in der Schwangerschaft kommen sollte, kann die Krankheit bei Schwangeren durch eine Therapie mit sogenannten Immunglobulinen lediglich abgeschwächt werden. Verhindern lässt sie sich jedoch nicht mehr. Informieren Sie sich deshalb am besten rechtzeitig bei Ihrem Frauenarzt über entsprechende Vorsorgemaßnahmen, wenn Sie planen, schwanger zu werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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