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Ist Scharlach in der Schwangerschaft gefährlich?


Ist Scharlach in der Schwangerschaft gefährlich?

Von Wiebke Posmyk

Aktualisiert am 18.08.2021Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Eine Schwangere hat Halsbeschwerden: Wie gefährlich ist eine Scharlach-Infektion in der Schwangerschaft?
Eine Schwangere hat Halsbeschwerden: Wie gefährlich ist eine Scharlach-Infektion in der Schwangerschaft? (Quelle: Jun/getty-images-bilder)
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Scharlach ist zwar eine klassische Kinderkrankheit, doch sie kann auch Erwachsene treffen. Viele Schwangere fragen sich, ob eine Scharlach-Infektion eine Gefahr für das Baby darstellt. Erfahren Sie, ob die Sorge berechtigt ist und wie sich Scharlach in der Schwangerschaft behandelt lässt.

Das Wichtigste im Überblick


  • Scharlach in der Schwangerschaft: Gefahr für Mutter und Kind?
  • Behandlung von Scharlach in der Schwangerschaft
  • Vorbeugen: Wie können sich Schwangere vor Scharlach schützen?

Eine himbeerrote Zunge, Hautausschlag, Fieber und Halsschmerzen: Dies sind typische Symptome von Scharlach. Die Infektionskrankheit ist ansteckend und wird durch Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken verursacht.

Hauptsächlich erkranken Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren daran. Seltener sind Erwachsene betroffen – darunter natürlich auch Schwangere.

Scharlach in der Schwangerschaft: Gefahr für Mutter und Kind?

Manche Infektionskrankheiten können in der Schwangerschaft negative Auswirkungen auf das Ungeborene haben. Etwa die Röteln: Infizieren sich werdende Mütter in den ersten Schwangerschaftsmonaten mit den Erregern, kann das Kind schwere körperliche Schäden davontragen. Aber gilt das auch für Scharlach?

Die kurze (und erleichternde) Antwort: Nein. Im Vergleich zu vielen anderen Erkrankungen ist eine Scharlach-Infektion während der Schwangerschaft nur mit geringen Risiken für Mutter und Kind verbunden.

Aber: Auch wenn Scharlach in der Schwangerschaft nicht so gefährlich ist wie etwa die Röteln, ist es wichtig, dass die Erkrankung konsequent behandelt wird. Ohne Behandlung steigt das Risiko für mögliche Komplikationen – nicht nur bei Schwangeren. Komplikationen wie etwa ein Abszess der Mandeln oder rheumatisches Fieber kommen zwar in Verbindung mit einer Scharlach-Erkrankung sehr selten vor, können aber einen ernsten Verlauf nehmen.

Wichtige Information
Grundsätzlich sollten sich Schwangere besonders gut vor Infektionskrankheiten schützen. Zum Beispiel gibt es Hinweise darauf, dass lang anhaltendes hohes Fieber die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung leicht erhöht. Auch kann eine zu hohe Körpertemperatur Wehen auslösen.

Behandlung von Scharlach in der Schwangerschaft

Gegen Scharlach helfen Antibiotika. Gewöhnlich verschreiben Ärztinnen und Ärzte ein Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline.

Wichtige Information
Penicillin ist für Schwangere und Stillende geeignet.

Wenn die Schwangere überempfindlich oder allergisch auf Penicilline reagiert, wird die Ärztin oder der Arzt auf ein anderes Antibiotikum ausweichen.

Eine Schwangere bei einer Ärztin: Bei Scharlach ist auch in der Schwangerschaft eine Behandlung mit Antibiotika angebracht.
Eine Schwangere bei einer Ärztin: Bei Scharlach ist auch in der Schwangerschaft eine Behandlung mit Antibiotika angebracht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Normalerweise klingen die Beschwerden nach Beginn der Antibiotikatherapie rasch ab. Wichtig ist, dass Sie das Antibiotikum genau so einnehmen, wie es die Ärztin oder der Arzt verordnet hat – auch, wenn Sie keine Symptome mehr bemerken. Nur dann kann sichergestellt werden, dass alle Bakterien beseitigt sind.

Was hilft bei Halsschmerzen und Fieber?

Um die Symptome zu lindern, können Sie auf verschiedene (rezeptfreie) Arzneimittel und Hausmittel zurückgreifen:

  • Lutschtabletten wirken wohltuend auf Hals und Rachen. Einige Produkte haben betäubende und/oder schmerzlindernde Wirkstoffe.
  • Trinken Sie vor allem bei Fieber viel, am besten Tee, Wasser oder Saftschorle.
  • Bei Schluckbeschwerden bieten sich warme Getränke und weiche Speisen an.

Schmerz- und fiebersenkende Wirkstoffe wie Paracetamol oder Ibuprofen erhalten Sie in der Apotheke. Lassen Sie sich beraten, welche Produkte in der Schwangerschaft geeignet sind und welche Dosis zu empfehlen ist.

Vorbeugen: Wie können sich Schwangere vor Scharlach schützen?

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht – weder für Schwangere noch für andere Personen.

Dennoch können Sie sich ein Stück weit schützen: Waschen Sie sich insbesondere regelmäßig gründlich mit Seife die Hände. Vermeiden Sie zudem, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.

Meiden Sie den Kontakt zu (möglicherweise) akut Erkrankten, denn sie könnten ansteckend sein. Das gilt vor allem, wenn die Infizierten gerade erst mit der Antibiotikatherapie begonnen haben oder nicht mit Antibiotika behandelt werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie: www.embryotox.de (Abrufdatum: 4.8.2021)
  • Scharlach. Online-Informationen von Deximed: https://deximed.de/ (Stand: 3.11.2020)
  • Scharlach. Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 1.7.2020)
  • Impfungen bei Kinderwunsch im Vorfeld der Schwangerschaft. Online-Informationen des Berufsverbands der Frauenärzte e.V.: www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand: 23.3.2018)
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