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Intensivmediziner befürchtet dritte Corona-Welle – wegen der Temperaturen

Wegen der Temperaturen  

Intensivmediziner befürchtet dritte Corona-Welle

19.11.2020, 17:43 Uhr | dpa

 Intensivmediziner befürchtet dritte Corona-Welle – wegen der Temperaturen  . Stefan Kluge, Direktor der UKE-Intensivmedizin: Der Mediziner sieht bei der Entwicklung der aktuellen Zahlen "kleine positive Signale". (Quelle: dpa/Axel Heimken/Archivbild)

Stefan Kluge, Direktor der UKE-Intensivmedizin: Der Mediziner sieht bei der Entwicklung der aktuellen Zahlen "kleine positive Signale". (Quelle: Axel Heimken/Archivbild/dpa)

Folgt nach der zweiten Welle direkt die dritte? Stefan Kluge vom Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf befürchtet genau das. Entscheidend sei das Infektionsgeschehen der kommenden Tage.

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, warnt schon jetzt vor einer dritten Corona-Welle. "Wir werden einen Jojo-Effekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt. Ich befürchte, dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden", sagte der Mediziner im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

Mediziner: Infektionszahlen der kommenden zehn Tage sind entscheidend

Im Sommer habe es lange gedauert, bis die Zahlen wieder angestiegen seien. "Aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt – davon müssen wir eigentlich ausgehen." Es sei deshalb nun wichtig, dass sich alle über Monate disziplinieren, auch wenn es schwer falle.

Bei der Entwicklung der aktuellen Zahlen sehe er "kleine positive Signale". Entscheidend seien nun die Infektionszahlen der kommenden zehn Tage. Noch habe das UKE intensivmedizinische Reserven. Es gebe ausreichend Betten, Beatmungsgeräte und Monitore. "Aber wir brauchen für jedes Intensivbett auch Ärzte und Pflegekräfte. Der Zeitarbeitsmarkt ist leer." Deshalb würden Mitarbeiter in Rente wieder aktiviert und Teilzeit-Kollegen bekämen mehr Arbeitszeit angeboten.

Zudem würden weniger zeitkritische Operationen verschoben, um Personal von anderen Stationen auch für die Covid-19-Patienten mit einsetzen zu können. "Wichtig ist: Meiner Einschätzung nach wird in Deutschland niemand sterben wegen eines fehlenden Intensivbetts."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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