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Corona-Impfung: Schmerzen im Arm – was hilft wirklich dagegen?

Vorsicht bei Schmerzmitteln  

Schmerzen im Arm nach Corona-Impfung – was hilft dagegen?

15.07.2021, 10:08 Uhr
Corona-Impfung: Schmerzen im Arm – was hilft wirklich dagegen? . Corona-Schutzimpfung: Zu den üblichen Impfreaktionen zählen Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle. (Quelle: imago images/Jochen Eckel)

Corona-Schutzimpfung: Zu den üblichen Impfreaktionen zählen Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle. (Quelle: Jochen Eckel/imago images)

Zu den typischen Beschwerden nach einer Impfung gegen Covid-19 gehören Schmerzen im Arm. Aber wie entstehen sie überhaupt und was kann man dagegen tun? Sind Medikamente eine gute Idee?

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf eine Impfung. Bei manchen bleiben Impfreaktionen völlig aus, andere klagen nach kurzer Zeit über Fieber, Abgeschlagenheit oder einen "dicken Arm". Insbesondere bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna treten Schmerzen im Oberarm und Schwellungen an der Einstichstelle häufig als Folgen auf. Mediziner sprechen hierbei vom sogenannten "Covid-Arm".

Warum tut der Arm nach dem Impfen weh?

Betroffene berichten über einen dumpfen Schmerz im Arm, der Muskelkater ähnelt und sich schon bei den kleinsten Bewegungen bemerkbar macht. Gelegentlich ist auch die Injektionsstelle gerötet und warm.

Besorgniserregend sind diese Schmerzen allerdings nicht. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), das die Sicherheit von Impfstoffen überwacht, zählt der Covid-Arm zu den klassischen Impfreaktionen des Körpers. Sie signalisieren, dass das Immunsystem aktiv ist und Antikörper gegen die Erreger, gegen die geimpft wurde, bildet. Diese Vorgänge finden bereits dort statt, wo der Einstich der Spritze erfolgt.

Impfreaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Druckgefühl sind also nicht unüblich. Sie fallen bei jedem Menschen unterschiedlich stark aus. Personen mit einem gut funktionierenden Immunsystem reagieren in der Regel schneller und stärker auf solche Lokalreaktionen. Ältere spüren meist weniger Impfnebenwirkungen als Jüngere.

Was hilft gegen die Schmerzen im Arm?

Die Schmerzen im Arm treten meist in den ersten acht Tagen nach der Impfung auf. Das Paul-Ehrlich-Institut schreibt dazu, dass die Reaktion innerhalb von "einigen Tagen" von allein verschwindet. Aus medizinischer Sicht muss sie demnach nicht behandelt werden.

Wichtig: Wenn die Schmerzen übermäßig stark sind oder länger als ein paar Tage anhalten, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Um die Armschmerzen zu lindern, können folgende Tipps helfen:

  • Während der Impfung empfiehlt es sich, den Arm locker hängen zu lassen und nicht anzuspannen.
  • Halten Sie den Oberarm nach der Impfung ruhig und belasten Sie ihn nicht. Auch auf sportliche Aktivitäten sollten Sie verzichten.
  • Besonders wenn Schmerzen in Kombination mit einer Schwellung und Rötung rund um die Einstichstelle einhergehen, ist es ratsam die Stelle zu kühlen. Nutzen Sie dafür kalte Kompressen oder halten Sie den Arm für wenige Sekunden unter kaltes Wasser.

Was bringen Schmerzmittel bei Impfreaktionen?

Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol können ebenfalls helfen, da diese entzündungshemmend wirken und Schmerzen lindern. Sie sollten aber nur in Absprache mit dem Hausarzt eingenommen werden.

Denn laut Robert Koch-Institut (RKI) gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verlässlichen Aussagen darüber, ob Schmerzmittel einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Corona-Schutzimpfungen haben. Experten raten deshalb dazu, mindestens sechs Stunden zu warten und solche Medikamente nur dann anzuwenden, wenn tatsächlich starke Beschwerden wie Fieber oder Kopfschmerzen auftreten. Vorbeugend sollten Schmerzmittel nicht eingenommen werden.

Verwendete Quellen:
  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Paul-Ehrlich-Institut (PEI)
  • Ärzteblatt
  • BR: "Corona-Impfung: Was bringen Schmerzmittel bei Impfreaktionen?", 25.05.2021
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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