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Wo liegt die Altersgrenze fĂŒr eine Adoption?

dpa-tmn, Christian Vey, dpa

Aktualisiert am 02.01.2013Lesedauer: 3 Min.
Adoption: FĂŒr manche Paare lĂ€sst sich der Kinderwunsch nur durch Adoption erfĂŒllen.
FĂŒr manche Paare lĂ€sst sich der Kinderwunsch nur durch Adoption erfĂŒllen. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wenn sich der Kinderwunsch nicht erfĂŒllt, erwĂ€gen viele Paare eine Adoption. Je Ă€lter sie sind, desto geringer werden allerdings ihre Chancen, ein Kind zu adoptieren. Und auch bei Adoptionen im Ausland gibt es viele Bestimmungen einzuhalten.

Eine gesetzliche Altersgrenze fĂŒr Adoption gibt es nicht

Wer in Deutschland ein Kind adoptieren möchte, muss mindestens 25 Jahre alt sein - so steht es im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch. Eine Obergrenze fĂŒr die Adoption kennt das Gesetz nicht, dennoch sinken die Chancen ein Kind zu adoptieren mit steigendem Alter. Die Altersdifferenz zwischen Adoptivkind und Eltern sollte nicht mehr als 40 Jahre betragen. "Bei dieser Zahl handelt es sich nicht um eine absolute Grenze, sondern um eine orientierende Empfehlung", sagt Birgit Zeller von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) LandesjugendĂ€mter in Mainz.

Altersabstand zwischen Eltern und Kind soll nicht zu groß sein

NatĂŒrlich schmĂ€lere es die Chancen, wenn ein oder beide Partner diesen Altersabstand ĂŒberschritten. Es komme aber immer auf die individuelle Bewertung des Falls durch das Jugendamt an. Die Empfehlung wurde außerdem schon mehrfach angepasst. "ZunĂ€chst waren es 35 Jahre, dann 35 bis 40, und seit dem Jahr 2003 betrĂ€gt der maximale Altersabstand zwischen Kind und Adoptiveltern 40 Jahre", erklĂ€rt Zeller.

Das Wohl des Kindes ist am wichtigsten

"Das Ziel ist vor allem, so nah wie möglich am natĂŒrlichen Eltern-Kind-VerhĂ€ltnis zu sein", erklĂ€rt Zeller. Ein Adoptivkind sei ohnehin schon immer etwas Besonderes, da sollte das hohe Alter der Eltern nicht auch noch dazu kommen. Auch sei schlicht zu beachten, dass Ă€ltere Menschen weniger belastbar sind und davon ausgegangen wird, dass Adoptivkinder besonders lange Begleitung durch Eltern brauchen. Eine Adoption mĂŒsse sich in erster Linie am Kindeswohl orientieren.

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Sieben Bewerber pro Adoptivkind in Deutschland

NatĂŒrlich gebe es Ausnahmen, wie bei der Adoption durch Verwandte oder bei der Stiefkindadoption. Völlig unmöglich sei es nicht, in höherem Alter noch zu adoptieren - die Chancen sinken aber. "Wir haben keinen Mangel an jĂŒngeren Bewerberpaaren", sagt Zeller. Auf jedes in Deutschland zur Adoption freigegebene Kind kĂ€men etwa sieben Bewerbungen. Nach den aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind 2010 in Deutschland 4021 Kinder adoptiert worden - mehr als die HĂ€lfte vom neuen Lebenspartner eines leiblichen Elternteils. Rund 1670 Kinder wurden von nicht verwandten Personen adoptiert.

Welche Kriterien geprĂŒft werden

Das Alter ist bei der Adoption nur ein Kriterium unter vielen. "Wirtschaftliche Lage, körperliche und psychische Belastbarkeit, StabilitĂ€t der Partnerschaft, WohnverhĂ€ltnisse und Erfahrungen mit bereits vorhandenen Kindern sind alles Faktoren, die in den Eignungsbericht des Jugendamts einfließen."

Adoption aus dem Ausland nur mit Eignungsbericht

Ein solcher Eignungsbericht ist auch nötig, wenn ein Paar ein Kind aus dem Ausland adoptieren will, das bestimmt das Haager AdoptionsĂŒbereinkommen von 1993. Die Regelung zum Höchstalter fĂŒr Adoptionen ist aber nicht international festgelegt, sondern in jedem Staat anders. "Ganz selten ist das gesetzlich festgeschrieben, oft gibt es Empfehlungen wie hier bei uns, manchmal aber auch gar keine Regelung", erklĂ€rt Thomas Ottersbach vom Bundesamt fĂŒr Justiz in Bonn, dem Sitz der Bundeszentralstelle fĂŒr Auslandsadoption.

Wer Paare bei Auslandsadoptionen unterstĂŒtzt

Die Bundeszentralstelle empfiehlt, die Adoption ĂŒber Grenzen hinweg von deutscher Seite begleiten zu lassen. Entweder durch das jeweilige Landesjugendamt oder eine autorisierte Organisation. "Vermittlungsstellen freier TrĂ€ger brauchen eine Zulassung fĂŒr jedes einzelne Land vom zustĂ€ndigen Landesjugendamt", erklĂ€rt Ottersbach. Deshalb sind solche Vermittlungsstellen meist auf einige wenige LĂ€nder spezialisiert.

Eine Adoption ohne EignungsprĂŒfung durch deutsche Behörden ist nur möglich, wenn das Kind aus einem Land kommt, das nicht Mitglied der Haager Übereinkunft ist. Das prominenteste Beispiel hierfĂŒr ist Russland. "Es ist trotzdem immer ratsam, die deutsche Seite mit einzubeziehen", sagt Herbert Riedle aus WĂŒrzburg. "Eine Adoption auf eigene Faust kann sehr kompliziert werden", weiß der Vater dreier Adoptivkinder, der mehrere BĂŒcher zum Thema verfasst hat.

Was bei Kindern aus islamischen LĂ€ndern zu beachten ist

Auch Staaten mit islamischer PrĂ€gung sind der Haager Übereinkunft nicht beigetreten, dort gibt es Adoptionen aus religiösen GrĂŒnden nicht. Bei Kindern aus diesen Staaten gibt es nur die Möglichkeit, ein Kind in Pflege zu nehmen. "Das Kind bekommt dann aber nicht automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Das kann zu ganz prekĂ€ren AufenthaltszustĂ€nden fĂŒhren", sagt Riedle.

Behörden raten dringend von AlleingÀngen ab

"Wir raten grundsĂ€tzlich davon ab, eine Adoption ohne Einschalten einer deutschen Vermittlungsstelle anzugehen", warnt auch Ottersbach vom Bundesamt fĂŒr Justiz. Es sei rechtlich nicht verboten, berge aber Risiken. "Man muss das Kind ja auch nach Deutschland bringen können." Schon bei der Einreise des Kindes können Probleme auftreten. Dasselbe gelte, wenn die Adoption spĂ€ter durch das Familiengericht anerkannt werden soll oder im Umgang mit dem Standesamt oder der Passbehörde.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Melanie Rannow
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