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Das sind die Ursachen fĂŒr Schwangerschaftsblutungen

t-online, Simone Blaß

Aktualisiert am 04.10.2018Lesedauer: 4 Min.
Angst vor einer Fehlgeburt: Ab wann werden Blutungen in der Schwangerschaft gefÀhrlich?
Angst vor einer Fehlgeburt: Ab wann werden Blutungen in der Schwangerschaft gefÀhrlich? (Quelle: Symbolbild/Science Photo Library/imago-images-bilder)
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Bei manchen Schwangeren setzt noch mindestens einmal zum gewohnten Termin eine Blutung ein, die fĂŒr die Regel gehalten wird. Diese Frauen erfahren oft erst spĂ€t, dass sie ein Baby bekommen. Weiß eine Frau allerdings, dass sie schwanger ist und bekommt eine Blutung, ist die Panik meist nicht weit. Zu groß ist die Angst, das Kind zu verlieren.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ursachen einer Blutung
  • Blutungen in den ersten Schwangerschaftswochen
  • Fehlgeburt als Ursache ausschließen
  • In der zweiten SchwangerschaftshĂ€lfte gefĂ€hrlich
  • ''Zeichnungsblutung'' kurz vor Geburt

Es gibt schwerwiegende GrĂŒnde fĂŒr Blutungen in der Schwangerschaft – eine Eileiterschwangerschaft zum Beispiel oder auch eine Fehlgeburt. GlĂŒcklicherweise aber sind die meisten Blutungen, die zu Beginn einer Schwangerschaft auftreten, harmlos. Vor allem Schmierblutungen deuten nur in den seltensten FĂ€llen auf eine Komplikation hin.

Ursachen einer Blutung

Eine weitere Ursache fĂŒr Blutungen in der Schwangerschaft kann die Tatsache sein, dass der Muttermund besonders gut durchblutet ist. So kommt es zum Beispiel durch eine Frauenarztuntersuchung oder auch durch Geschlechtsverkehr zu leichten Verletzungen. Man nennt diese ebenfalls völlig ungefĂ€hrlichen Blutungen auch "Kontaktblutung".

Blutungen in den ersten Schwangerschaftswochen

Bei mehr als 20 Prozent aller Schwangeren kommt es im ersten Drittel, also in den ersten drei, vier Monaten zu schwachen Blutungen, die in der Regel ungefĂ€hrlich sind und das Baby nicht beeintrĂ€chtigen. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man aber keine Blutung, selbst dann nicht, wenn es sich ''nur um ein paar Tropfen handelt'', erklĂ€rt Franz Kainer, Chefarzt der Abteilung fĂŒr Geburtshilfe und PrĂ€natalmedizin, Klinik Hallerwiese, NĂŒrnberg.

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"Eine Blutung ist ein Warnzeichen und es muss immer eine AbklĂ€rung der Ursache erfolgen. Bei leichten Blutungen kann man auch den betreuenden Facharzt aufsuchen, bei starken Blutungen aber ist eine Kontrolle in einer Klinik angezeigt." Dieser Ansicht ist auch Ulrich Gembruch, Direktor der Abteilung fĂŒr Geburtshilfe und PrĂ€natalmedizin am UniversitĂ€tsklinikum Bonn: "Blutungen in der FrĂŒhschwangerschaft können, wenn unterregelstark, zunĂ€chst auch noch zu Hause beobachtet werden, um dann bei Fortbestehen am nĂ€chsten Tag zum Arzt zu gehen."

Fehlgeburt als Ursache ausschließen

Der Frauenarzt untersucht zunĂ€chst die Schamlippen sowie den inneren Bereich der Scheide, um so festzustellen, ob die Blutung möglicherweise dort ihren Ursprung hat. Dann wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht – entweder vaginal oder auch durch die Bauchdecke – um zu ĂŒberprĂŒfen, ob die Schwangerschaft noch intakt ist. Hinzu kommt in der Regel eine Blutuntersuchung, bei der der Wert des Schwangerschaftshormons HCG gemessen wird. Er kann Aufschluss darĂŒber geben, ob eine Fehlgeburt droht.

Extrem hohe Werte und ein Ultraschallbild, das wie Schneegestöber aussieht, weisen ĂŒbrigens auf einen ganz seltenen Grund fĂŒr Blutungen in der FrĂŒhschwangerschaft hin: In einem von 3000 FĂ€llen zeigt sich hier eine sogenannte Blasenmole, eine Entartung des Plazentagewebes, die eine Ausschabung zwingend zur Folge hat.

In der zweiten SchwangerschaftshÀlfte gefÀhrlich

Blutungen in der zweiten HĂ€lfte der Schwangerschaft sind deutlich seltener, dafĂŒr können sie aber auch gefĂ€hrlicher sein fĂŒr Mutter und Baby. Die meisten Blutungen in der zweiten SchwangerschaftshĂ€lfte hĂ€ngen mit der Plazenta zusammen. Zum einen ist hier die Plazenta praevia zu nennen, bei der der Mutterkuchen zu tief liegt und dem Kind möglicherweise sogar den natĂŒrlichen Ausgang versperrt. Wandert sie nicht wieder von alleine nach oben, muss ein Kaiserschnitt gemacht werden. Rund 0,5 Prozent aller Schwangeren sind von dieser Fehllage der Plazenta betroffen.

Je nach genauem Befund wird den Frauen entweder geraten, sich vor körperlicher Belastung und Stress zu schĂŒtzen oder gleich zur Beobachtung im Krankenhaus zu bleiben, um eine drohende FrĂŒhgeburt zu verhindern. Die Blutungen, die mit einer Plazenta praevia einhergehen, sind weitestgehend schmerzfrei. Im Gegensatz zu denen bei einer totalen Plazentaablösung, die mit starken Schmerzen verbunden ist. Der Bauch ist druckempfindlich und fĂŒhlt sich bretthart an. Die Blutung ist nach außen hin allerdings oft nur trĂŒgerisch leicht. Denn die Wunde blutet nicht selten nach innen, was fatale Auswirkungen haben kann.

Besonders wenn Schmerzen und UnterleibskrĂ€mpfe dazukommen, wird es oft kritisch. Auch die Farbe des Blutes und das Ausmaß der Blutung können bereits aussagekrĂ€ftig sein. Ist die Blutung so stark wie eine Periode und das Blut hellrot, dann sollte man sich ohne Umwege ĂŒber den Frauenarzt direkt und vor allem sofort in das nĂ€chstgelegene Krankenhaus bringen lassen. Denn dann ist die Gefahr einer Fehlgeburt besonders groß. Auch bei einer Plazenta praevia hat das austretende Blut eine helle Farbe. Ganz anders bei der vorzeitigen Plazentalösung. Hier ist das Blut dunkelrot.

Gembruch ist Vertreter der PrĂ€natalmedizin im Vorstand der Deutschen Gesellschaft fĂŒr GynĂ€kologie und Geburtshilfe und er warnt davor, regel- oder ĂŒberregelstarke Blutungen unabhĂ€ngig vom Schwangerschaftsalter auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wenn sie mit Schmerzen verbunden sind, sind es hĂ€ufig Wehen, die zur FrĂŒhgeburt fĂŒhren können."

Bei LebensfĂ€higkeit des Feten, also ab der 22. Schwangerschaftswoche, sollte sich eine Schwangere bei Blutungen sofort zum Arzt oder besser gleich in die nĂ€chste Klinik begeben, möglichst in ein Perinatalzentrum mit neonatologischer Abteilung – diese ist auf Neugeborene spezialisiert. Denn dort ist bei einer ernsten Ursache eine optimale Betreuung gewĂ€hrleistet.

''Zeichnungsblutung'' kurz vor Geburt

Am Ende einer Schwangerschaft kommt es bei relativ vielen Frauen zu einer schwachen, dunklen Blutung, die absolut harmlos ist. Man nennt sie die "Zeichnungsblutung". Jede fĂŒnfte werdende Mutter blutet leicht, wenn sich der Muttermund anfĂ€ngt, zu öffnen und die Geburt beginnt.

Normalerweise haben Schwangere ein sehr gutes GespĂŒr dafĂŒr, wann es gefĂ€hrlich wird und sie können sich sicher sein, dass sowohl Ärzte als auch Hebammen ihre Sorgen ernst nehmen. Denn im Fall von Blutungen in der Schwangerschaft gilt auf jeden Fall die Devise: Lieber einmal zu viel kontrollieren lassen als einmal zu wenig!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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