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Silikon: Trockenzeit der Fugen – das sollten Sie beachten


Silikon-Trockenzeit: Das sollten Sie beachten

Von t-online, jb

Aktualisiert am 31.01.2024Lesedauer: 3 Min.
Arbeiten Sie zügig und lassen Sie dem Silikon ausreichend Zeit zum TrocknenVergrößern des BildesSilikon erneuern: Arbeiten Sie zügig und lassen Sie dem Silikon ausreichend Zeit zum Trocknen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Schimmel und Verschleiß führen dazu, dass Silikonfugen erneuert werden müssen. Wie lange sollte das Silikon anschließend trocknen?

Durch seine hohe Widerstandsfähigkeit und dauerhafte Elastizität wird Silikon als flüssiger und fester Kunststoff vielseitig genutzt. Besonders häufig kommt das Material bei der Verfugung zum Einsatz. Dabei sollten Sie jedoch ausreichend Zeit zum Trocknen einplanen. Warum das wichtig ist, wie lange Silikonfugen trocknen müssen – und welche Tricks für schnelleres Trocknen es gibt.

Nachbearbeitung von Silikon: Schnelles Handeln gefragt

Wenn Sie mit Silikon verfugen, werden Sie nach dem ersten Auftragen der Masse noch etwas an den Fugen ändern wollen. Haben Sie die Substanz beispielsweise zu großzügig aufgetragen, dann wollen Sie überschüssiges Silikon entfernen, bevor es trocknet.

Sie sollten schnell handeln. Denn schon nach 15 Minuten sind Ausbesserungen nicht mehr möglich, weil das Silikon starr und wasserunlöslich wird. Dann ragt die Dichtungsmasse unschön aus den Fugen heraus – was optisch häufig stört.

Aushärten von Silikon: Was die Trocknung beschleunigt

Trockenzeit beziehungsweise Trocknungszeit ist bei Silikon nicht wörtlich zu nehmen. Der Kunststoff ist bei der Verfugung nicht nass, sondern weich. Zur Aushärtung wiederum ist Luftkontakt nötig.

Wie lange die Dichtungsmasse zum Trocknen braucht, hängt also von dem Luftkontakt ab sowie von der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit. Hohe Luftfeuchtigkeit beschleunigt den Prozess der Aushärtung. Denn Silikon benötigt die Feuchtigkeit aus der Luft, um zu trocknen. Das sollten Sie vor allem dann beachten, wenn Sie den Dichtstoff in der Dusche oder am Waschbecken erneuern. Die Luftfeuchtigkeit sollte maximal 50 % betragen.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass es im Raum nicht zu warm ist. Die Raumtemperatur sollte im Nassraum – also Badezimmer, Gäste-WC oder Küche – während des Trocknens immer zwischen 5 und 20 Grad Celsius liegen. Höhere Temperaturen führen dazu, dass das Silikon nicht richtig aushärtet. Dann kann es passieren, dass es beim Berühren verschmiert und unschöne Spuren auf den Fliesen hinterlässt.

Das ist während der Trocknung tabu

Sie dürfen Silikon in der Trocknungsphase nicht belasten. Mechanische Belastungen sind hier genauso gemeint wie Feuchtigkeitsbelastungen. Das heißt also: nach dem Abziehen weder berühren noch duschen oder anderweitig mit Wasser in der Nähe des Dichtstoffes hantieren.

Durch mechanische Belastungen kann das noch weiche Material verformt werden. Das macht die Fugen undicht und Sie müssen erneut verfugen. Der Kontakt mit Wasser dagegen löst die Fugen, sodass Sie ebenfalls von vorne beginnen müssen.

Silikonfugen: So lange dauert es, bis sie trocken sind

Schon nach einer Stunde kann die äußerste Schicht des Silikons hart erscheinen. Da Silikon von außen nach innen aushärtet, dürfen Sie sich von einer harten Schale jedoch nicht täuschen lassen. Noch immer dürfen die Fugen nicht mechanisch belastet werden. Gerät nun Wasser an das angehärtete Material, kann die harte Schale der Feuchtigkeit bereits standhalten.

Info

Die Trocknung hängt auch von den Inhaltsstoffen beziehungsweise dem Material des Dichtmittels ab. In der Regel lassen sich drei Gruppen unterscheiden:
- alkalischhärtend (Amine)
- neutralhärtend (Alkoxy, Benzamid, Oxim)
- säurehärtend (Acetoxygruppe)
Beachten Sie die Herstellerangaben auf der Kartusche beziehungsweise Verpackung.

Info: Teilweise wird zum Füllen von Fugen zwischen Fliesen Acryl statt Silikon verwendet. Das Material ist jedoch nicht wasserdicht. Sie sollten daher vorab kontrollieren, ob die Fliesen, deren Zwischenräume Sie füllen möchten, beziehungsweise die jeweiligen Oberflächen mit Wasser in Kontakt kommen oder nicht.

Trockenzeit: Diese Faustregel sollten Sie beachten

Um zu ermitteln, wie lange Ihre Silikonverfugung aushärten muss, kann Ihnen die Trockenformel ein Millimeter pro Tag dienen. Ermitteln Sie, wie viele Millimeter Silikon Sie zur Verfugung auftragen müssen. Tragen Sie beispielsweise drei Millimeter der Masse auf, so brauchen die Fugen drei Tage, um auszuhärten. Lesen Sie immer das technische Merkblatt des Silikons. Mit dem Hersteller kann auch die Trockenzeit der Substanz variieren.

Verwendete Quellen
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