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Einfacher und schneller Wände streichen: Tipps und Tricks

Was hilft gegen Farbgeruch?  

Wände streichen: Einfache Tricks erleichtern den Neuanstrich

09.02.2021, 10:58 Uhr | rw, dpa, jb, t-online.de

Einfacher und schneller Wände streichen: Tipps und Tricks. Schnell streichen (Quelle: Getty Images/deepblue4you)

Anstrich: Schon die Wahl der richtigen Farbe kann beim Streichen Zeit sparen. (Quelle: deepblue4you/Getty Images)

Mit ein paar kleinen Tricks können Sie sich das Streichen der Wände deutlich erleichtern und zugleich für ein besseres Streichergebnis sorgen. Ein simples Hausmittel hilft gegen den störenden Geruch frischer Wandfarbe. 

Durch einen neuen Anstrich können Räume gleich ganz anders wirken. Allerdings ist Streichen häufig viel Arbeit und kostet zudem viel Zeit. Doch mit ein paar Tricks, können Sie Ihre Wände schnell streichen. Die wichtigsten sind:

  1. Die neue Wandfarbe sollte die Deckkraftklasse 1 sowie eine hohe Pigmentdichte haben. Dadurch können Sie sich häufiges Überstreichen ersparen.
  2. Seien Sie beim Abkleben von Lichtschaltern und Steckdosen genau. Dadurch verhindern Sie, dass Sie beim unsauberen Arbeiten hier nachgebessert werden muss – und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
  3. Nutzen Sie das richtige Streichwerkzeug. Die Farbrolle sollte groß und aus dem für die Farbe und den Untergrund geeignete Material sein. Dadurch verteilt sich die Farbe besser.
  4. Feuchten Sie die Farbrolle vor dem Streichen an. Die Farbe wird von ihr so besser aufgenommen.
  5. Achten Sie auf die richtige Reihenfolge. 
  6. Falls Sie einen zweiten Anstrich benötigen, lassen Sie den ersten gut trocknen. Andernfalls wird das Ergebnis unsauber. 

Wenn es noch schneller gehen soll, greifen Sie zu Sprühfarbe. Dies ist jedoch nur in leeren Räumen sinnvoll. Befinden sich bereits Möbel in dem Zimmer, müssen diese besonders gut abgedeckt werden, da sich sonst der feine Farbnebel auf ihnen absetzt. Beim Streichen mit Pinsel und Farbrolle ist dies nicht der Fall. 

Backaroma hilft gegen Farbgeruch

Alle paar Jahre brauchen Wände frische Farbe. Zwar sind Innenanstriche gesundheitlich oft undenklich, doch nicht jeder mag den typischen Geruch frischer Wandfarbe.

Dagegen gibt es ein einfaches Hausmittel: flüssiges Backaroma aus dem Supermarkt. Dieser überlagert den chemischen Geruch. Mischen Sie dazu einfach etwas Backaroma unter die Farbe. Nach dem Streichen riecht es dann zum Beispiel nach leckerer Orange oder süßer Vanille. Bedenken, dass durch den Trick Schimmel begünstigt wird, brauchen Sie nicht haben. Wichtig ist dennoch, dass die Farbe gut durchtrocknet. 

Bessere Deckung mit der Farbrolle

Die Farbrolle sollten Sie leicht anfeuchten, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Dadurch nimmt sie die Farbe besser auf. Die Rolle darf jedoch nicht richtig nass sein, sonst wird die Farbe wässrig und deckt nicht richtig.

Haarverlust bei Pinseln vermeiden

Neue Pinsel verlieren anfangs häufig noch Haare. Damit diese nicht an der Wand landen, empfiehlt die Kölner Heimwerkerschule DIY Academy, den Pinsel einige Male über Schleifpapier zu ziehen. Die losen Borsten bleiben daran hängen. 

In der richtigen Reihenfolge streichen

Soll ein ganzer Raum neu gestrichen werden, kommt es auf die richtige Reihenfolge an:

  1. Beginnen Sie mit der Decke.
  2. Streichen Sie dann die Ränder der Wand mit dem Pinsel.
  3. Zum Schluss streichen Sie die Wandfläche mit der Farbrolle. Angefangen wird an der Fensterseite. Arbeiten Sie sich dann zur Zimmermitte vor. So folgt der Anstrich dem Lichteinfall und wirkt gleichmäßiger.

Die richtige Streichtechnik

Beim Streichen wird "nass in nass" gearbeitet. Das bedeutet, die Farbe wird zuerst in leicht diagonalen und sich überkreuzenden Bahnen aufgetragen. Fahren Sie danach direkt nochmal senkrecht mit der Farbrolle von oben nach unten über die Wand. Mit dieser Technik verteilt sich die Farbe gleichmäßig und es bleiben keine Kanten zurück.

Dunkle Wände hell streichen

Möchten Sie farbige Wände hell überstreichen, sollten Sie mindestens zwei Anstrich einplanen. Verwenden Sie günstige Farbe, kann es sogar häufiger sein. Greifen Sie daher für den Neuanstrich lieber zu teurer, gut deckender Farbe. Der entsprechende Hinweis ist auf den Verpackungen vermerkt. Klasse 1 bedeutet eine Deckkraft von etwa 95 Prozent. Sie hat eine sehr hohe Pigmentdichte. Folglich decken sie besser und Sie müssen weniger überstreichen. 

Wichtig: Vor dem Zweitanstrich müssen die Wände vollständig durchtrocknen. Dadurch verhindern Sie, dass Sie die Pigmente aus dem ersten Anstrich verteilen und der zweite Anstrich dadurch unsauber wird oder die Pigmente ungleichmäßig verteilt werden.

Die richtige Wandfarbe kaufen

Neben der Deckkraftklasse sollten Sie auch auf das Umweltzeichen wie den "Blauen Engel" achten. Er kennzeichnet gesundheitlich unbedenkliche Produkte. Im Kinderzimmer sollten nur Wandfarben der Norm "DIN EN 71-3" verstrichen werden.

Ausfransen der Farbe verhindern

Damit die Farbe nur dort landet, wo sie auch hingehört, sollten Sie Fußleisten, Lichtschalter und Co. vor dem Streichen sorgfältig abkleben. In den meisten Fällen reicht dafür gewöhnliches Malerkrepp. Für tapeziert Wände greifen Sie beim Abkleben besser zu speziellem Tapetenkrepp. Es lässt sich besonders leicht entfernen. Arbeiten Sie mit Lack, muss sogenanntes Malerlackband her.

Immer beliebter werden Farbakzente. Man streicht also nicht den ganzen Raum, sondern nur eine Wand oder auch nur einen Teil davon farbig. Die Farbkante franst auf unebenen Wänden allerdings leicht aus, weil Farbe unter das Malerkrepp gelangt. Das können Sie verhindern, indem Sie den Rand des Abklebebands zuerst einmal im Farbton der Wand überstreichen und trocknen lassen. Das schließt die Lücken zwischen Wand und Malerkrepp. Nach dem Trocknen können Sie dann die gewünschte Farbe auftragen, leicht antrocknen lassen und das Malerband abziehen, bevor die ganz getrocknet ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dp
  • Eigene Recherche

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